Etwas andere Kiez-Fakten

Fünf Dinge, die du nur als Friedrichshainer wissen kannst

Fünf Dinge, die du nur als Friedrichshainer wissen kannst
Oberbaumbrücke – Ort der alljährlichen Schlacht zwischen Friedrichshain und der abtrünnigen Provinz Kreuzberg (Unterfriedrichshain).
Viele glauben, Friedrichshain zu kennen: Er sei charakterlos, sagen die einen; nicht mehr das, was er mal war, die anderen. Bei einem Kiez-Ranking kam der Stadtteil kürzlich nur auf Platz 31. Doch man muss hier nur lange genug wohnen, um den Bezirk zu kennen und möglicherweise zu lieben.

1. Friedrichshainer Jargon

„Unterfriedrichshain“, „Süd- und Nordkiez“, das sind Begriffe aus dem Friedrichshainer Dialekt: Der Südkiez ist das Gebiet südlich der Frankfurter Allee und der Karl-Marx-Allee. Alle Straßen und Kieze ‚darunter‘ gehören zum Südkiez. Mit dem Begriff „Unterfriedrichshain“ wird Kreuzberg bezeichnet, dieses Gebiet wird als abtrünnig angesehen. Bei der jährlichen Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke beweist die WAF (Wasserarmee Friedrichshain) immer wieder, dass sie die Vorherrschaft in Großfriedrichshain hat und Kreuzberg sich völkerrechtswidrig abgespalten hat.  

2. Wonderland am S-Bahnhof Storkower Straße

Wer steigt denn hier aus? Diese Frage kann nur ein Prenzlberger stellen, der mit der Ringbahn an dieser bedeutenden Haltestelle unachtsam vorbeifährt. Von hier aus gelangt man zum ehemaligen Schlachthof, dem Zentralvieh- und Schlachthof von Berlin. Der gehörte bis 1920 zum Bezirk Friedrichshain – aber das ist eine andere Territorialfrage, die hier nicht weiter erörtert werden soll – heute dient dieses Areal als Hinterland von Friedrichshain. Dort ist mittlerweile ein Park entstanden, der den Leuten aus dem Nordkiez zur Erholung und zum Drachensteigen dient. Von hier ist es ein Katzensprung zur Rigaer oder zur Bänschstraße.

3. Schlemmerparadies

Doch diese Ecke rund um den alten Schlachthof hat sich auch zum Schlemmerparadies gemausert. Hier befindet sich seit 2009 das Frischeparadies, so heißt die Institution, die Restaurants der Stadt, die mit einem oder zwei Michelin-Sternen gekrönt sind, und so gut wie alle 22 Berliner Fünf-Sterne-Hotels beliefert. Natürlich kauft auch der Friedrichshainer Gourmet hier ein. Hier gibt es aber auch alles andere, was so ein autonomer Friedrichshainer braucht: Baumarkt, Möbelgeschäfte und ein Laden für Wufi und Mausi.

4. Touris on Tour and Drugs

Die Routen der Touristen im Friedrichshain kennt der Einheimische und er weiß, wie er sie umgeht. Auch die verschiedenen Standorte der Dealer kennt er und findet sie, wenn nötig auch ohne Hinweisschild. Vor allem sind bestimmte Straßen und Ecken im Südkiez zu meiden, wenn man den – vor allem abends – versoffenen jungen Touris entkommen will. Hier sei als allererste die Warschauer Straße zu nennen, dicht gefolgt von der Revaler und der Simon-Dach-Straße, aber auch der ach-so-beliebte Boxhagener Platz mit seinem mittlerweile zur Touristenattraktion verkommenen Flohmarkt.

5. Simon-Dach-Straße

Ja, schon gut. Jeder glaubt sie zu kennen, diese Ballermann-Meile. Vor allem scheint sie bei Engländern und Brandenburgern beliebt zu sein. Kulinarisch ist diese Straße ein Desaster, aber der Friedrichshainer findet auch hier seine Nischen und Ecken, die er nicht jedem verrät. Nur so viel sei gesagt: Hier ist eine ausgezeichnete Bar. Die Booze Bar in der Boxhagener Straße wurde erst letzten Monat mit dem Mixology-Award ausgezeichnet. Tagsüber ist diese Straße mit ihrem breiten Trottoir und vielen Bäumen wunderbar zum Flanieren geeignetund je nach Tagesangebot bekommt man manchmal ganz günstiges und gutes Essen im Kültürzeit.

 

„Wie gesagt, man muss hier lange genug leben, damit der Bezirk sich einem erschließt. Fast zehn Jahre mussten vergehen, bis ich die Macken der Friedrichshainer zu akzeptieren gelernt habe. Was war ich anfangs beleidigt als man mir sagte, ich sei aus Unterfriedrichshain! Weil ich ja aus Kreuzberg hierher gezogen bin.“

FrischeParadies - Prenzlauer Berg, Hermann-Blankenstein-Straße 48, 10249 Berlin

Telefon 030 390815-99

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