Lounge geräumt, Fenster verklebt

Insolventes Restaurant im Bikini-Haus geschlossen

Insolventes Restaurant im Bikini-Haus geschlossen
Das Restaurant "The Eats" hat den ersten Geburtstag vom Bikini-Haus nicht mehr erlebt.
Als das dreistöckige Restaurant "The Eats" im Bikini-Haus am Zoo im Februar einen Insolvenzantrag stellen musste, sollte der Betrieb trotzdem weitergehen. Doch nun ist endgültig Schluss.

Nicht nur das 50 Jahre alte Europa-Center am Breitscheidplatz hatte vor wenigen Tagen Geburtstag – auch die Eröffnung der nahen Passage „Bikini Berlin“ im denkmalgeschützten Bikini-Haus am Zoo hat sich am 3. April zum ersten Mal gejährt. Ein Jubiläumsfest gab es dort allerdings nicht. Zumindest für die 53 Mitarbeiter des auf drei Etagen verteilten Restaurants „The Eats“ hätte es auch keinen Grund zum Feiern gegeben: Seit Beginn dieses Monats stehen sie auf der Straße.

Insolvenzverwalter wollte das Restaurant retten

In den vorigen Tagen verklebten Bauarbeiter die Fenster der Lounge im Erdgeschoss, während die Räumung lief. Das Restaurant hatte im Juni 2014 aufgemacht.

Bereits am 2. Februar war die Pleite der Betreibergesellschaft „Due Pezz“ bekannt geworden. Damals teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Philipp Hackländer von der White & Case Insolvenz GbR allerdings noch mit, er strebe ein dauerhaftes neues Konzept an:

„In den kommenden Wochen und Monaten wird der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt. Events und Veranstaltungen finden wie geplant statt.“ Die Gehälter der Beschäftigten waren bis Ende März durch das Insolvenzgeld gesichert, das eigentliche Insolvenzverfahren begann am 1. April.

Der „Bikini Berlin“-Bauherr Bayerische Hausbau hatte zuvor eine grundlegende Überarbeitung des Konzepts angekündigt: „Anders als alle anderen Gastronomiekonzepte bei Bikini Berlin ist es The Eats in den acht Monaten seines Bestehens bislang nicht gelungen, sich bei den Besuchern in ausreichendem Maße zu positionieren und eine Fangemeinde für sich zu gewinnen“, hieß es. Das Restaurant hatte rund 600 Plätze. Nach Angaben des Insolvenzverwalters vom Februar erwirtschafte es „zuletzt“ einen monatlichen Umsatz von 300 000 Euro – offenbar reichte das aber nicht zur Deckung hoher Miet- und Personalkosten.

Kritik an den Preisen und dem Service

In Internet-Bewertungsportalen für Gastronomie und im Tagesspiegel-Leserforum gab es viele Beschwerden über hohe Preise und schlechten Service, wobei die Kritik insbesondere dem Loungebereich und dem Frühstücksangebot galt.

Ob die Räume wieder gastronomisch genutzt werden sollen, ist noch unklar. Wegen der Osterfeiertage werden Anfragen, die der Tagespiegel am Karfreitag bei einem Sprecher der Bayerischen Hausbau und dem Insolvenzverwalter gestellt hat, voraussichtlich am Dienstag beantwortet. Sollte es dann Neuigkeiten geben, aktualisieren wir diesen Bericht.


Quelle: Der Tagesspiegel

Restaurant Florian, Grolmanstr. 52, 10623 Berlin

Telefon 030 3139184

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