Fahrdienst-Poker

Ist der Berlkönig im April Geschichte?

Berlkönig von BVG und Viavan an der Ampel
Rollen vielleicht bald nicht mehr mit den Besten: Der Berlkönig von BVG und Viavan.
Bis heute fuhr die schwarz-gelbe Flotte über 1,4 Millionen Mal durchs Berliner Zentrum. Und es hieß bis zuletzt, das Angebot werde aufgestockt. Warum der Berlkönig jetzt allerdings vor dem Aus stehen könnte …

Schock für alle Fans des Fahrdienstes der BVG. Nachdem es lange hieß, dass das Gebiet des Berlkönigs innerhalb Berlins endlich erweitert werden soll und 200.000 Kund*innen bereits damit fahren, könnte jetzt vorzeitig Schluss sein. Wie das?

Gemeinsam mit der amerikanischen Firma Viavan, die aktuell die Kosten für den Betrieb trägt, hatte die BVG im September 2018 einen Testbetrieb gestartet. Dank dem Angebot können Fahrgäste sich „günstige und zugleich umweltschonende Fahrten“ im Stadtgebiet teilen. Der Probelauf sollte vier Jahre gehen. In Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte lief und läuft der bestens. „Klar, Berlin hat einen ziemlich guten Nahverkehr“, sagt uns BVG-Pressesprecherin Petra Nelken. „Aber manchmal muss man doch dreimal umsteigen. Dann sagt Google, mit dem Auto bist du in zehn Minuten da – ohne Parkplatzsuche.“ Deshalb will die BVG ihre Flotte und das Bediengebiet verdreifachen (vom Tierpark bis zum ZOB); dabei bis Ende 2020 zu 100 Prozent auf Elektromobilität umstellen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Gesellschaftsbilder.de (@gesellschaftsbilder) am Apr 10, 2019 um 2:15 PDT

Aber nur, wenn das Land Berlin sein Go gibt und das Projekt ab 2021 bezuschusst. Die rot-rot-grüne Koalition sei kritisch. Es gäbe Fragen zum Projekt, vor allem ginge es um den Kosten-Nutzen-Faktor. Denn Fakt ist auch: Der Dienst ist (noch) nicht kostendeckend. Der Vertrag mit Viavan läuft im April aus, wenn man sich nicht einigt. Nelken bleibt trotzdem zuversichtlich: „Wir sind in Gesprächen und hoffen noch. Schließlich haben wir bewiesen, dass es funktioniert. Die Leute wollen das.“

Hoffen wir, dass sich Verkehrssenatorin Regine Günther davon auch noch überzeugen lässt. Ob und wie es weitergeht, sollte eigentlich am 13. Februar final verhandelt werden. Da ging es in die nächste Koalitionsrunde zum Berlkönig und um die „Entscheidung hinsichtlich Fortführung oder Beendigung“. Einigen konnte der Senat sich bisher allerdings nicht. Und so bleibt uns nur, weiter auf eine Entscheidung zum Berlkönig zu warten.

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