QIEZ-Kooperation: AusserGewöhnlich Berlin

Die kreative Idee des Cube:Moabeat

Die kreative Idee des Cube:Moabeat
Gemeinsam gegen den Rest. Anne Gericke und Thomas Riemer, die Menschen hinter dem Cube:Moabeat. Zur Foto-Galerie
Verschiebt sich der Nabel der Kreativszene zukünftig nach Moabit? Berlin als popkultureller Nabel der Welt. So sieht Tim Renner die Stadt gern. Doch in der Realität steigen auch die Mieten für Musiker - eine ganze Kultur trocknet langsam aus. Ein mutiges Projekt im Herzen von Moabit stellt sich dem nun entgegen.

Wer sich einmal an einer altbewährten interaktiven Mietpreis-Karte versucht, der merkt schnell, dass sich die Zange zuzieht. Immer mehr Netto vom Brutto geht für das Wohnen drauf und wenn man der Entwicklung glauben darf, könnte Moabit bereits das nächste Opfer sein.

Berlin wächst; das ist ein Fakt. Im vergangenen Jahr zogen allein 44.700 Menschen nach Berlin, der Senat schätzt, dass es bis 2030 rund 250.000 Neu-Berliner geben wird. Wohnräume an sich sind schon begrenzt, kulturelle und kreative Einrichtungen trifft es da oft noch härter. Nicht jeder hat so viel Glück, wie das Theaterhaus Mitte.

Ohne Hilfe der Stadt

Der Cube:Moabeat mag zwar noch relativ neu sein, aber er bietet ein Konzept für die Zukunft. Proberäume für Musik, Schauspiel und Tanz, ein eigenes Tonstudio sowie einen Veranstaltungsraum und ein eigenes Bistro finden sich im Hinterhof der Kaiserin-Augusta-Allee, direkt an der Spree. „Man kann üben, es aufführen, aufnehmen und entspannen“, erklärt uns Geschäftsführer Thomas Riemer. Synergie ist ausdrücklich erwünscht. „Man kann seinen ganzen Tag bei uns verbringen, ohne etwas vermissen zu müssen“, erklärt Riemer die Idee.

Freiraum für alle. Im Cube:Moabeat dürfen alle ran. (c)AusserGewöhnlich Berlin
Mieten kann man die Räume bequem per Mausklick über die eigene Homepage. Hier können alle Kreativen ungestört unter sich sein, um sich zu „vernetzen, kennenzulernen und auszutauschen“ wie Riemer erzählt.

Leicht war die Realisierung des Projektes nicht, auch wenn die gröbsten Hürden bereits hinter den Machern liegen. „Uns wurde leider auch vieles verwehrt“, erzählt uns Riemer, „was uns aber nicht davon abbrachte, unser Vorhaben trotzdem in die Tat umzusetzen.“ Jetzt stemmen alle Beteiligten das Projekt privat. Im Vordergrund steht dabei kein finanzieller Anreiz.

„Man kann sich keine goldene Nase verdienen, aber das ist auch nicht unsere Absicht.“

Und was ist nun mit dem Moabit Hype?

Riemer, der selbst in Moabit aufgewachsen ist, sieht es gelassen: „Moabit kann man sein Gesicht nicht nehmen. Hier soll es so bleiben, wie es ist und wir wollen ein Teil davon sein und nicht etwas verändern.“ Von Gentrifizierung will er nichts wissen. „Moabit ist zentral gelegen und hat viel Potential, ein noch größerer Kulturstandort zu werden“, erklärt Riemer. Die Entscheidung für den Standort war eine bewusste, der Cube:Moabeat möchte, laut Riemer, „ein weiteres i-Tüpfelchen in diesem schönen Bezirk sein.“

Und nun? „Jetzt geben wir alles, dass die Menschen uns kennenlernen.“ Man möchte keine Oase innerhalb der Insel Moabit sein, sondern ein integraler Bestandteil des Stadtteils. Wie lange dies gut geht, lässt sich schwer abschätzen, immerhin liegt der aktuelle Mietspiegel in Moabit auch bereits bei 8,42€/m².

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von AusserGewöhnlich Berlin: www.aussergewoehnlich-berlin.de

Foto Galerie


Quelle: AusserGewöhnlich Berlin

Cube Moabeat, Kaiserin-Augusta-Allee 101, 10553 Berlin

Telefon 030 47 39 51 37

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täglich von 11:00 bis 24:00 Uhr

Cube Moabeat

Gemeinsam gegen den Rest. Anne Gericke und Thomas Riemer, die Menschen hinter dem Cube:Moabeat.

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