100 Meilen Berlin 2013

Dauerlauf extrem: Neue Streckenrekorde

Dauerlauf extrem: Neue Streckenrekorde
Jetzt gehts los: Punkt 6 Uhr starteten die Läufer des Einzelwettbewerbs auf die 100 Meilen (160,9 Kilometer) entlang des Berliner Mauerwegs. Zur Foto-Galerie
Berlinweit - Bei der zweiten Ausgabe des 100-Meilen-Laufs wurden bei Männern und Frauen neue Streckenrekorde aufgestellt, es siegten Peter Flock und Annett Bahlcke. Punkt 6 Uhr am Samstagmorgen hatten sich gut 230 Läufer vom Sportplatz Lobeckstraße in Kreuzberg aus auf den Weg gemacht. Die umgerechnet knapp 161 Kilometer lange Strecke führte entlang des Berliner Mauerwegs einmal um die halbe Stadt.

100 Meilen, 27 Verpflegungsposten, 200 Helfer und jede Menge historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten entlang der Laufstrecke – das sind die einzigartigen Basisdaten des Berliner 100 Meilen Laufs, der in diesem Jahr erst zum zweiten Mal stattfindet. Bei der Premiere im Sommer 2011 gingen 92 Läufer an den Start, 78 von ihnen erreichten das Ziel innerhalb von 30 Stunden. In diesem Jahr gingen gut 230 Läufer auf die Strecke, um 7 Uhr folgten 14 Staffeln.

Bei den Männern siegte Peter Flock aus dem thüringischen Gebesee. Er lief mit einer Zeit von 15:53 Stunden kurz vor 22 Uhr über die Ziellinie: Streckenrekord. Der glückte auch der Siegerin der Damenkonkurrenz: Noch vor dem drittplatzierten Mann tauchte Annett Bahlcke wieder auf dem Sportplatz Lobeckstraße auf. Ihre Rekordzeit: 17:13 Stunden.

Zum Start um 6 Uhr früh am 17. August war auch Lauflegende Roland Winkler, der 1972 bei den Olympischen Spielen in München für die DDR im Marathon-Team dabei war, schon auf den Beinen. Er nahm zwar nicht teil, doch fit ist er immer noch: „Ich bin jetzt mit 66 Jahren der schnellste Rentner Europas“, scherzte Winkler am Mikrofon der Veranstalter.

Anders als beim 100 Meilen Lauf 2011 wurde der 160,9 Kilometer lange Mauerweg 2013 entgegen dem Uhrzeigersinn bestritten. Dabei passierten die Sportler unter anderem die Gedenkstätte Litfin (Kilometer sechs). Hier starb am 24. August 1961 der erste Mauertote Günter Litfin beim Durchschwimmen des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals. Die Finisher-Medaille wird in diesem Jahr in Gedenken an Litfin verliehen. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind etwa der Grenzturm Nieder Neuendorf (Kilometer 48), die Gedenkstätte Griebnitzsee (Kilometer 99) oder die Oberbaumbrücke (Kilometer 158).

Vor dem Start mussten alle Teilnehmer des 100 Meilen Laufs ein ärztliches Attest vorlegen, in dem bestätigt wird, dass eine Teilnahme am Lauf unbedenklich ist. An den insgesamt 27 Verpflegungspunkten wurden den Läufern warme und kalte Getränke sowie läufergerechte Lebensmittel gereicht.

Weitere Infos unter www.100meilen.de.

Foto Galerie

Dauerlauf extrem: Neue Streckenrekorde, Lobeckstraße 17, 10969 Berlin

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