4. KAFFEECAMPUS

Auf das richtige Wasser kommt es an

Auf das richtige Wasser kommt es an
Im Rahmen des 4. Kaffee-Campus lud das Wassertechnologie-Unternehmen BWT zum Blind-Water-Tasting ins KOSMOS.
Ein Glas Wasser ist der perfekte Begleiter für einen guten Kaffee. Es unterstützt die Entfaltung verschiedener Aromastoffe. Doch nicht irgendein Wasser darf es sein. Wie Wasser im Idealfall schmecken sollte und wie es den Geschmack von Kaffee beeinflussen kann, erklärten Arno Steguweit, Europas erster Wasser-Sommelier, und Meister-Barista Nana Holthaus-Vehse auf dem Berliner Kaffee-Campus 2014.
Auf der dreitägigen Kaffee-Messe im Kosmos drehte sich auch in diesem Jahr alles um die kleine Bohne. Wobei, nicht nur. Da Kaffee zum Großteil aus Wasser besteht, widmet man sich seit einigen Jahren auch diesem Thema mit großer Sorgfalt. Denn Wasser kann den Geschmack des Kaffees extrem beeinflussen. Beim Wassertasting, das im Rahmen des Kaffee-Campus 2014 von der Firma BWT ausgerichtet wurde, gab Arno Steguweit einen kleinen Einblick in die wundersame Welt des flüssigen Nass‘. 
 
Es ist nämlich wirklich so, dass jedes Wasser anders schmeckt. Ja, es kann sogar riechen. Wobei das qualitativ nicht für das Wasser spricht. „Gutes, frisches Wasser sollte nicht riechen“, erklärte Steguweit, der bisher in Berliner Sterne-Restaurants wie dem Adlon oder Fischers Fritz als Sommelier tätig war. Nach einer kurzen Einführung rund um die Bedeutung des Wassers, begann er mit dem Tasting. Verschiedene stille Wasser und mit Kohlensäure versetzte wurden verkostet. Steguweit hantierte mit Begrifflichkeiten wie weich, kratzig im Abgang oder beschrieb das Wasser als maskulin. Für den Leihen nicht immer leicht nachzuvollziehen. Aber was am Ende der Verkostung klar war: Wasser mit Kohlensäure ist sauerer und „raut“ die Zunge beim Trinken auf. Dadurch werden beispielsweise Bitterstoffe im Kaffee viel intensiver wahrgenommen. Der Experte empfiehlt daher: „Vor dem Kaffee ein Glas stilles Wasser zu trinken, das im Idealfall mit Magnesium versetzt wurde. Das glättet die Zunge und der Mineralstoff macht das Wasser viel weicher.“
 
Andererseits sei Magnesium im Wasser auch ein Geschmacksträger. Damit zubereiteter Kaffee kann besser schmecken. Davon ist auch Nana Holthaus-Vehse überzeugt, die im Anschluss an Steguweits Ausführungen einen kleinen Exkurs in die Welt des Kaffees gab. Sie als Barista sei immer noch auf der Suche nach dem perfekten Espresso. Ihr gehe es hauptsächlich darum „die positiven Eigenschaften des Kaffees in die Tasse zu bringen. Und dafür brauchen wir das Wasser“, so die Kaffee-Expertin. Doch gutes Wasser, das auch immer die gleiche Qualität habe, sei gar nicht so einfach zu finden. In einer so großen Stadt wie Berlin schmecke das Wasser aus der Leitung überall anders. Sogar zu unterschiedlichen Tageszeiten würde sich der Geschmack verändern. Bliebe also nur die Anschaffung eines Wasserfilters. Oder man findet sich mit der Tatsache ab, dass der Kaffee daheim jeden Tag ein wenig anders schmeckt. Hauptsache, im Lieblingscafé bleibt die Kaffee-Qualität gleich, dafür arbeiten dort die Profis.
Kosmos, Karl-Marx-Allee 131 A, 10243 Berlin
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