Karstadt-Pläne

Spektakuläres Projekt: Babylon Berlin am Hermannplatz

Spektakuläres Projekt: Babylon Berlin am Hermannplatz
Die Karstadt-Fassade am Hermannplatz in seiner ursprünglichen Gestalt.
Die Eigentümer von Karstadt haben Großes für den Hermannplatz geplant. Die ursprüngliche Fassade des einst kolossalen Gebäudes soll wiedererstehen. Das würde den Platz in die Zeit von „Babylon Berlin“ katapultieren.

In den 20er Jahren war Karstadt am Hermannplatz eine berühmte Attraktion der Weimarer Republik. Der gigantische Bau galt als modernstes und größtes Kaufhaus Europas. Architektur, Wirkung und Dimension waren spektakulär – bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Nun haben die Eigentümer von Karstadt, der österreichische Signa-Konzern, die Absicht, die äußere Fassade des einst legendären Gebäudes zu rekonstruieren.

 

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Ein von @wallstreetonline geteilter Beitrag am Okt 29, 2018 um 7:47 PDT

Muschelkalk-Fassade im klassischen Art Decó

Als das imposante Gebäude im Jahr 1929 fertiggestellt wurde, überragte die Art-Decó-Fassade den Hermannplatz um 32 Meter. Gekrönt wurde der Bau durch zwei Türme, auf denen noch zusätzliche blaue Lichtsäulen angebracht waren und 71 Meter in die Höhe ragten. Neben Waren aller Art gab es eine Badeanstalt, eine Sporthalle und mehrere Gaststätten. Magnetisch angezogen wurden die Berliner jedoch von der 4.000 Quadratmeter großen Dachterrasse mit Gastronomie, Liegestühlen und Livemusik. Eine Innovation war zur damaligen Zeit auch der direkte unterirdische Zugang von der U-Bahn aus, der noch heute genutzt wird.

Wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges fiel das Gebäude jedoch den Straßenkämpfen zum Opfer. Lediglich ein kleiner Teil der Originalfassade aus Muschelkalk ist an der Kreuzberger Hasenheide bis heute erhalten. In den 50er Jahren begann dann der teilweise Wiederaufbau. Die zahlreichen Umbauten und Erweiterungen zogen sich bis ins Jahr 2000. Seitdem ist das einst legendäre Kaufhaus vor allem eins: unspektakulär. Das könnte sich aber zukünftig ändern.

Rekonstruktion inklusive Türme

Bereits Anfang des Jahres verkündete die österreichische Signa Holding, dass sie das Gebäude neu errichten will. Dabei soll nicht nur die Bruttogeschossfläche um ein Drittel erhöht werden, sondern auch die Fassade in seiner ursprünglichen Gestalt inklusive der beiden Türme rekonstruiert werden. Auch eine großzügige Dachterrasse ist geplant. Ein großer Teil des Gebäudes soll auch zukünftig von Karstadt genutzt werden. Für den Rest sind Büros, ein Hotel, eine Markthalle sowie Wohnungen angedacht.

 

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Ein Beitrag geteilt von Heike (@heikimimilovi) am Feb 27, 2017 um 12:49 PST

Und wann geht es endlich los? Laut einem Unternehmenssprecher steht das Projekt noch ganz am Anfang. Auch der Senat wird beim Bau eines derart dimensionierten Gebäudes ein Wörtchen mitreden. Allerdings soll der Hermannplatz nun schon seit über zehn Jahren umgebaut werden. Passiert ist bisher nichts. Vielleicht nehmen diese Umbaupläne mit der Vision des Signa-Konzern wieder Fahrt auf. Immerhin präsentierte das Unternehmen kürzlich auf der Expo Real in München bereits ein Modell des Neubaus.

Wie Karstadt im vergangenen Jahrhundert ausgesehen hat, lässt sich im 4. Oberschoss von Karstadt am Hermannplatz bestaunen. Im Buffet-Restaurant steht ein großes maßstabsgetreues Modell des historischen Baus hinter Glas.

Karstadt am Hermannplatz, Hermannpl. 1, 10967 Berlin

Telefon 030 69550
Fax 69552300

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Montag bis Samstag 10:00 bis 20:00 Uhr

Karstadt am Hermannplatz

Karstadt: Kaufhaus-Institution am Hermannplatz

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