Prenzlauer Berg
Umbau-Arbeiten dauern länger

Kastanienallee wird bis 2013 saniert

Kastanienallee wird bis 2013 saniert
Bis Ende 2013 bleibt die Kastanienallee eine Baustelle.
Die Touristen- und Flaniermeile ist eine Dauerbaustelle - und bleibt es bis Ende nächsten Jahres, weil es zu Verzögerungen bei den Baumaßnahmen kommt. Auch die Oderberger Straße bleibt zumindest teilweise gesperrt.

Ursprünglich sollten die Umbau-Arbeiten in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Nach aktuellem Stand der Dinge dauern diese aber ein ganzes Jahr länger. Eine Fertigstellung sei erst Ende 2013 wahrscheinlich, teilte der Pankower Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) auf Anfrage mit. Als Grund für die Verzögerung gab er unvorhergesehene Arbeiten an der Gasleitung an.

Die Probleme seien erst mit Beginn der Sanierung offenbar geworden, sagt Köhne. Die Leitung hat nach Aussage des Bezirksbürgermeisters nicht da gelegen, wo sie hätte liegen sollen; sie musste durch die Gasag versetzt werden. Mehrkosten für den Bezirk, sagt er, fielen dadurch nicht an, denn die zusätzlichen Arbeiten seien Sache der Gasag.

Sanierung für 1,5 Millionen Euro

Das war allerdings nicht das einzige Problem, das mit Beginn des Umbaus der Kastanienallee auftrat. Schon zu Beginn gestaltete sich die Frage der Sicherheit entlang der Baustelle als schwierig. Weil das Durchfahrverbot von Autofahrern und Radlern permanent missachtet wurde und es so zu gefährlichen Situationen mit Baufahrzeugen hätten kommen können, mussten Schlagbäume aufgebaut werden. Die werden von Wachposten bedient, damit die Straßenbahn die Stelle passieren kann. Auch das hat nach Köhnes Angaben zu einem zeitlichen Verzug geführt, wenn auch nur zu einem geringen.

Begonnen hatten die Arbeiten im November 2010 mit dem Aufbau erster Absperrungen. Für 1,5 Millionen Euro sollen Fahrbahn und Gehwege im Szenekiez renoviert werden. Im ersten von insgesamt drei Bauabschnitten ist schon zu erahnen, wie das im Ergebnis aussehen kann: Die Bürgersteige zwischen Schönhauser Allee und Oderberger Straße sind schmaler, dort wurden Parkbuchten eingelassen. Nur die geplanten separaten Fahrradwege sind noch nicht zu erkennen. Bislang mussten sich die Radler mit dem Platz zwischen den Tramgleisen zufrieden geben.

Auch auf der Oderberger Straße reißt die Arbeit nicht ab

Die Bauarbeiten in der abzweigenden Oderberger Straße sind dagegen beendet. Seit Juli 2010 wurde für 2,5 Millionen Euro der Abschnitt zwischen Kastanienallee und Schwedter Straße saniert. Jetzt erstrahlen Fahrbahn, Gehwege, Laternen und Leitungen in neuem Glanz. An der Bepflanzung hat sich nur wenig verändert. Wie Bezirksbürgermeister Matthias Köhne ankündigt, sollen die Arbeiten in der kommenden Woche abgenommen werden.

Aber ruhiger wird es damit nicht in der Straße. Wo die Oderberger in die Schwedter Straße mündet, gibt es aktuell eine umfassende Sperrung, weil an der Ecke zur Eberswalder Straße ein neues Haus entsteht. Und auch das andere Ende der Oderberger Straße wird derzeit aufgerissen. In dem Abschnitt zwischen Kastanienallee und Schönhauser Allee sanieren die Wasserbetriebe ihre Leitungen.

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