Einst war es die legendäre Bar25, dann kam Kater Holzig, später Kater Blau und nun ist es seit gut einem Jahr nur noch der Kater, der Wochenende für Wochenende das Partyvolk nach Friedrichshain zieht. Der Club des Betreiber*innen-Kollektivs auf dem Gelände des Holzmarkts ist ein todsicherer Anlaufpunkt für alle Techno-Begeisterten, denen die Gestalten in der Berghain-Schlange doch zu düster gekleidet sind. Wer auf Konfetti, Glitter und Einhorn steht, trifft hier im Kater gleichgesinnte Techno-Hippies.
Qiez zu Google hinzufügenHarte Türpolitik und Dresscode
Bekannt ist der Berliner Techno-Club an der Holzmarktstraße allerdings auch für seine harte Türpolitik. Türsteherin und Mit-Gründerin Steffi-Lotta, mit großem Hut und bunter Farbe im Gesicht, wurde hier einst zur gefürchteten Legende, weil sie vor allem sonntags am liebsten Leute auswählte, die es ihr optisch gleichtaten. Bis heute sind die Kolleg*innen nicht weniger wählerisch. Wie auch immer: Hier wird Wert auf einen selbstbewussten Dresscode gelegt. Also versuche es nicht mit 08/15-Klamotten in Schwarz, aber komme auch nicht als Clown. Der Club will gute Laune mit Stil vermitteln. An der Schlange, die sich am Wochenende unter der S-Bahn-Brücke bis zur nächsten Kreuzung ziehen kann, darf gut und gerne mal ein bis zwei Stündchen gewartet werden. Doch hat man es ins Innere dieser liebevoll und kreativ eingerichteten Bretterbude geschafft, steht man plötzlich inmitten eines riesigen Spielplatzes für Erwachsene.
Besonders im Sommer ist auf dem Open-Air-Areal des Clubs die Hölle los. Im Außenbereich und auf der Agnes, dem Holzschiff, das auf der Spree ankert und dem Kater als Terrasse dient, ist Platz für fröhliche Raves. Wer eine Pause braucht, setzt sich in eines der zerknautschten Sofas ans Lagerfeuer und trinkt eine Mate.
Clubeigenes Label Katermukke
Die Partys im Kater gehen meist das ganze Wochenende und darüber hinaus. Katernacht nennt sich das Konzept, das von Samstag bis Montag ein buntes Musikprogramm bietet. So währt eine einzige Nacht hier gern mal 48 Stunden. Eine Rebellion der Träumer*innen. Es gibt aber auch kürzere Partys. Einer der Residents ist weiterhin Dirty Doering, der schon in der Bar25 auflegte und 2011 das hauseigene Label Katermukke gründete. Allerdings tourt er auch viel durch die gesamte Clubszene der Republik und darüber hinaus.
Schön sind auch die kulturellen Angebote, die der Club außerhalb der üblichen Party-Öffnungszeiten anbietet, wie beispielsweise Aufführungen der Theatergruppe Seifentheater. Und auch auf dem Gelände des Holzmarkts, der Zentrale für alle Kreativen in Berlin, gibt es jede Menge zu sehen und zu entdecken: kleine, aber sehr feine Konzerte im Säälchen, kühle Bierchen aus der Holzmarkt-Brauerei und Fine-Dining im Kater Schmaus.
Der Kater öffnet meist freitags ab 22:00 Uhr, bei besonderen Events auch früher und an anderen Tagen. Der Eintritt kostet je nach Veranstaltung um die 20 Euro.






