Unterwegs im Kiez

Verloren zwischen Kleingärten

Verloren zwischen Kleingärten
Durch die vielen Kleingärten im Nordwesten Karows führt kein öffentlicher Weg.
Karow - Wer den Berliner Stadtrand erkunden möchte, steht schon mal vor verschlossenen Toren: Die Kleingärten von Karow erschweren den Zugang zum nahen Naturschutzgebiet. Dafür erfreut der Pankower Ortsteil QIEZ mit seiner sehenswerten Hauptstraße und angenehm dörflichem Charakter.

Zäune, Hecken, verriegelte Tore: Die Kleingartenkolonien im Nordwesten von Karow sind sicherlich erholsame Rückzugsorte, die sogar eigene Straßennamen haben, doch für nicht ansässige Spaziergänger stellen sie ein ernsthaftes Hindernis dar. Auf der Suche nach einem Weg ins Naturschutzgebiet Karower Teiche fand QIEZ zunächst kein Durchkommen und musste einen großen Bogen machen. Doch der Abstecher lohnt sich: In wärmeren Jahreszeiten brüten hier viele verschiedene, zum Teil gefährdete Vogelarten; darüber hinaus nutzen Zugvögel das Gebiet als Rastplatz. Die Karower Teiche, die offiziell auf dem Gebiet des benachbarten Ortsteils Französisch Buchholz liegen, sind deshalb nur über einen Rundweg und einen weiteren Weg durch ihre Mitte begehbar.

Der Ort Karow selber gehört zu Pankow und wurde bereits im 14. Jahrhundert gegründet. Mitte des 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung des vormals kleinen Dorfes stark an. Dennoch haben große Teile Karows ihren dörflichen Charakter behalten, auch wenn die Neubauten im Norden des Ortsteils an vorstädtische Mietshäuser erinnern. Abseits davon läuft man durch ruhige Wohnstraßen mit vielen Einfamilienhäusern. An manchen Stellen sind es von der Hauptstraße bis auf die Felder nicht mal 200 Meter. Unmittelbar östlich von Karow befindet sich die Stadtgrenze.

Die mit Abstand meisten sehenswerten Gebäude des Ortsteils liegen an der Straße Alt-Karow. Das Gesamtensemble der Dorfstraße steht unter Denkmalschutz. Viele Häuser stammen aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert, ein breiter mit Bäumen bepflanzter Grünstreifen verläuft neben der Fahrbahn. Spaziert man die Straße entlang, ist es oft schwer, sich zu entscheiden, ob man zuerst nach rechts oder links schauen soll. Auf jeden Fall einen Blick werfen sollte der Besucher auf die spätromanische Dorfkirche, die aus dem 13. Jahrhundert stammt (der Turm wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet). Der sie umgebende Friedhof wurde zur selben Zeit angelegt und erfüllt nach wie vor seinen Zweck.

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Ev. Kirchengemeinde Karow, Alt Karow 13, 13125 Berlin

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