Unterwegs im Kiez

Die Stralauer Halbinsel

Die Stralauer Halbinsel
Die Badestellen am Rummelsburger See werden vor allem von badefreudigen Anwohnern genutzt. Am Spreeufer tummeln sich dann mehr Leute aus anderen Regionen Berlin.

Stralauer Halbinsel – Der im Bezirk Friedrichshain gelegene Kiez liegt zwischen der Spree und dem Rummelsburger See. Diese tolle Lage lockt natürlich Bauunternehmen wie Bootsfahrer gleichermaßen.

Aus der Jungsteinzeit stammende archäologische Funde belegen, dass in diesem Kiez eine der ältesten Siedlungen im Berliner Raum ansässig war. Im 13. Jahrhundert wurde der Name Stralow erstmals urkundlich erwähnt – und zwar in einer Kaufurkunde, als die Doppelstadt Berlin-Cölln das dort angesiedelte Fischerdorf kaufte.

Bekannt wurde der Kiez, als Kufürst Johann Georg von Brandenburg ein Verbot des Fischens von Ostern bis zum Bartholomäustag einführte. Gemacht hat er das, weil die Fische Zeit brauchten, um sich zu vermehren. Damit wollte der Kurfürst also eine Ausrottung der Fische in dem Gebiet verhindern. Seitdem findet jedes Jahr am 24. August (dem Bartholomäustag) ein feierliches Anfischen statt. Mittlerweile endet das jedoch häufig in einem Saufgelage und der Hintergrund der Veranstaltung gerät allmählich in Vergessenheit.

Ein Ort zum Entspannen

Wenn man vom Ostkreuz kommt, sieht man auf der Halbinsel als erstes Neubauten. Das macht nicht den besten Eindruck. Die restlichen Häuser verstecken sich jedoch fast immer hinter einer grünen Hecke. So bleibt einem selber der Anblick auf die vielen modernen Häuser erspart.

Wenn man davon absieht, ist Stralau eine tolle grüne Oase im Szenebezirk Friedrichshain. Mit vielen Bänken und Wiesen lädt die Halbinsel zum Verweilen ein. Besonders schön ist es hier für Familien. Überall findet man Spielplätze und schöne Stellen zum Baden. Besonders toll ist es, weil Autos nur im Zentrum der Halbinsel fahren und da auch nur vereinzelt.

Von manchen Uferplätzen aus kann man sogar einen Blick auf das Riesenrad vom Spreewald erhaschen. Keine Tageszeit bietet sich für einen Besuch besser an als der Abend. Dann hat man die Möglichkeit, einen fantastischen Sonnenuntergang zu sehen. Mittags lockt Stralau vor allem mit der leichten Brise, die eigentlich überall am Ufer weht. Natürlich kann man sich dann auch bei einem kühlen Bad in der Spree oder dem Rummelsburger See eine Abkühlung gönnen.

Verpflegung sollten Besucher jedoch lieber selber mitbringen. Bei meiner Tour durch Stralau konnte ich nur einen Bäcker ausfindig machen und der ist ein ganzes Stück von den schönen Badestellen entfernt. Laufen muss man aber zum Glück nicht dahin, denn hier fahren auch zwei Buslinien. Es bietet sich bei den autoarmen Straßen aber an, mit dem Fahrrad hierher zu fahren.

Die Stralauer Halbinsel, Alt-Stralau, 10245 Berlin

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