Top-Liste

10 Kinderbücher von Promis – von krass bis lass das

10 Kinderbücher von Promis – von krass bis lass das
Barack Obama widmet 2010 sein Kinderbuch "Of Thee I Sing: Letter to My Daughters"... na, wem? Seinen Töchter natürlich!
Madonna hat es getan, Katie Price, Julianne Moore und sogar Barack Obama. Da können die Berliner Stars und Sternchen natürlich in nichts nachstehen und bringen Kinderbücher auf den Markt, dass es nur so kracht. Alles was zählt, ist nur der Promi-Name? Die bekanntesten Ergüsse ...

Natascha Ochsenknecht: Perlinchen – Ich bin anders, na und!

Was soll man machen, wenn die eignen Kinder zu groß geworden sind, um Mamas Geschichten zu lauschen? Ein Buch schreiben! …so dachte es sich zumindest Neu-Mitte-Nachbarin Natascha Ochsenknecht. Perlinchen heißt das Ergebnis, bei dem uns das Cover schon vorurteilig zurückschrecken lässt. Bis zur eigentlichen Geschichte kämpft man sich durch wirklich sehr bunte Blätter mit unzähligen Informationen, die wohl darauf hindeuten, dass dieses Werk über einen Marienkäfer mit pinken Flügeln der Beginn einer Serie sein möchte. In der Handlung angekommen, lernen wir mit Perlinchen, dass man sich nicht verstellen, sondern zeigen soll, wer man ist. Wenig originell? Ja, da können wir nur den Titel zitieren: na und! Eine Fortsetzung brauchen wir nicht. Danke.
Perlinchen – Ich bin anders, na und!, Boje Verlag, gebundene Ausgabe: 12, 90 Euro

Jörg und Irina Pilawa: Belli, der Berliner

Die Gelegenheitsberliner Jörg und Irina Pilawa mussten wir in unsere hauptstädtische Liste mit aufnehmen, um klarzustellen: Belli ist gar kein Berliner, sondern ein verliebter Pfannkuchen. Jaja, der Rest der Nation verberlinert das Siedegebäck bekanntlich. Zum Inhalt des Buchs: Ein Berliner Pfannkuchen (Belli) verliebt sich in ein nicht so wohl geratenes Milchbrötchen (Milli). Und weil Milli und Belli nicht von demselben Kunden gekauft werden, durchleiden sie den Horror der Trennung, bis sie dann plötzlich doch im gleichen Brotkorb landen, weil der eine Kunde der Mann der anderen Kundin war. Kannst du noch folgen? Wurscht, geh lieber zum Bäcker als irgendwo dieses (günstige) Pixi-Heftchen zu kaufen.
Belli, der Berliner, Carlsen Verlag, Pixi-Heft: 0,95 Euro

Oliver Scherz: Ein Freund wie kein anderer

Ok, Oliver Scherz ist vielleicht nicht der bekannteste Schauspieler des Landes, aber ein, zwei, drei Bücher von ihm sollte jedes Kind zu Hause haben. Ja, das ist Pflicht, sonst nimmt man den Kleinen großartige Erlebnisse. Schon Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika war ein phantasievoller Knaller. Mit seinem neuen Werk Ein Freund wie kein anderer erzählt er eine Freundschaftsgeschichte der besonderen Art und beweist den anderen Kinderbuchautoren, dass es auch ohne abgenutzte Klischees und typische Handlungsverläufe geht. Wer am Ende nicht ein paar Vorurteile gegenüber seinen Mitmenschen abgebaut und ein paar Tränen der Rührung vergossen hat, sollte sich Gedanken machen, ob er das Herz noch am rechten Fleck trägt. Wir halten es mit dem Erdhörnchen Habbi und sagen, wenn man alles gut verstaut, bleibt Platz für ein zwei, drei weitere Wunder…
Ein Freund wie kein anderer, Thienemann Verlag, gebundene Ausgabe: 14 Euro

Rocco Stark: Der Moppelkönig

Natürlich ist es rührend, dass Rocco Stark seiner Tochter mehr hinterlassen will als ein paar Aufnahmen aus dem Dschungel und einige Soap-Fetzen, aber ein Buch, wenn man zum Schreiben nur wenig Talent hat? Der Moppelkönig ist eine langatmige Bemühung, pädagogisch wertvoll aus Themen wie Egozentrik und Rüpeltum ein unterhaltsames Werk für unseren Nachwuchs zu stricken. Der ist aber verwöhnt und lässt sich von müden Beschreibungen, holprigen Satzbauten und Unwitz kaum beeindrucken. Zumal der Versuch, Kinder im Alter von drei (süße kleine Bildergucker) bis sieben (freche Erstleser) Jahren anzusprechen, einem unmöglichen Unterfangen gleichkommt. Vielleicht sollte Rocco Stark lernen, sich zu entscheiden: München oder Berlin, Schauspieler oder Klamottenverkäufer, hopp oder top. „Polter! Krach! Plumps„, heißt es im Buch, und irgendwie finden wir dieses Zitat passend, um den Abschnitt hier zu schließen.
Der Moppelkönig: Eine unglaubliche Geschichte von Rocco Stark, Magnolia Verlag, gebundene Ausgabe: 9,90 Euro

Ben Becker: Geschichten vom Bruno

Das letzte Adjektiv, das einem zur Beschreibung des rebellischen Schauspielers Ben Becker einfallen würde, wäre unaufgeregt. Seine Kinderbücher sind aber genau das und deswegen vermutlich auch so erfolgreich. Mit Bruno erzählt der sonst so laute Berliner Alltagsgeschichten, deren Aufregungsfaktor so niedrig bleibt, dass die kleinen Leser baldigst einschlafen können. Bruno ist eben ein ganz normaler Junge mit Lust an Streichen, einer guten Freundin, mit so allerlei Verwandten und einem ganz eigenen Kopf. Das ist nicht schlecht, aber so richtige Fans werden wir nicht von der Reihe. Ja, Bruno, der in der ersten Geschichte grüne Haare bekommt, weil er nach wochenlanger Waschverweigerung eine Zauberseife nimmt, die ihm eine bleibende Grünpracht auf dem Kopf hinterlässt, erlebte mittlerweile in vier Büchern kleine Abenteuer.
Bruno auf großer Fahrt, Ravensburger Buchverlag, gebundene Ausgabe, 11,90 Euro

Maite Kelly: Hummel Bommel

Dank ihres neuen Lebensgefährten ist Maite Kelly nun auch immer wieder mal Wahlberlinerin und vielleicht hätte sie den Schritt früher schon gehen sollen, dann wäre Hummel Bommel vielleicht ein richtig cooles Buch geworden. So ist es eine reine Warum-sind-deine-Flügel-anders-Fragestunde, was als Einschlafbuch allerdings wunderbar funktioniert… räusper, hüstel, jaja, ein fadenscheiniges Kompliment. Ist diese (langweilende) Wirkung das Erfolgsgeheimnis? Zumindest ist die Hummel-Bommel-Welt, die Maite fleißig mit ihrer Co-Autorin Britta Sabbag erschaffen hat, längst perfekt vermarktet: mit Fortsetzungen, einem Babyalbum, Rätselspaß und einem Reimebuch. Ein guter Grund, dem Hype zu verfallen, ist das Talent von Joëlle Tourlonias. Ihre Zeichnungen sind einfach wunderbar.
Die kleine Hummel Bommel, Ars Edition, gebundene Ausgabe, 8,99 Euro

Diana Amft: Die kleine Spinne Widerlich

Es ist nie schlecht, etwas Persönliches als Anlass zu nehmen, um ein Buch zu schreiben. Bei Diana Amft war es ihre Abneigung gegen Spinnen, die sie antrieb, sich mit den kleinen webenden Wesen literarisch auseinandersetzen. Auf liebevollste Art: Sie gab der Spinne in ihrer Berliner Wohnung ein Gesicht und eine Geschichte und schon fühlte sie sich mit ihr verbunden. Diese Herangehensweise, die weit verbreitete Arachnophobie zu bekämpfen, gibt sie mit Die kleine Spinne Widerlich weiter. Die süße Spinne (hervorragend gezeichnet von Martina Matos) fragt im Freundes- und Verwandtenkreis herum, warum die Menschen bloß Spinnen nicht mögen. Schon wieder ein Fragebuch wie bei der Hummel Bommel? Ja, aber mit Witz und Charme. Jede einzelne Spinnen-Figur entspricht einem typisch menschlichen Charakter, vom Mucki-Macho bis zur selbstverliebten schönen Bella. Ob nun alle Angsthasen geheilt sind? Nein, nicht einmal Diane Amft selbst, aber die Spinne Widerlich ist in Serie gegangen und guter Hoffnung, immer mehr Fans für die Gliederfüßer zu begeistern.
Die kleine Spinne Widerlich, Baumhaus Verlag, Mini Ausgabe, 6 Euro

Karoline Herfurth: Die sture Raupe Rieke

Jaja, offiziell ist Karoline Herfurth kinderlos und auch wir werden natürlich mit keinem Wort über ihre beiden Nachwüchse spekulieren. Jeder, wie er mag. Bemerkenswert ist, das sich die erfolgreiche Ost-Berlinerin seit einigen Jahren vermehrt Kinderthemen zuwendet. Nicht nur im Film: Die sture Raupe Rieke ist gewissermaßen das aufwendigst beworbene Kinderbuch des Jahres 2016. Das gereimte Bilderbuch stammt nämlich fiktiv aus der Feder von Clara, der Hauptfigur aus Herfurths Regiedebüt SMS für dich. Real ist das Buch nun eine Art anspruchsvolles Merchandise-Nebenprodukt. Zum Inhalt: Die Raupe findet ihr Leben super, so wie es ist, und hat keine Lust, ein Schmetterling zu werden. Zum Glück findet die Raupe mit der Zeit ihren Weg, sich an das Großwerden zu gewöhnen, und endet nicht wie Ich-wachs-nicht-mehr-Oskar in der Blechtrommel als Horrorkid. Uns fehlt ein wenig der Humor im Raupen-Buch und der Witz in den Reimen.
Die sture Raupe Rieke, Ars Edition, gebundene Ausgabe, 12,99 Euro

The BossHoss: Kleine Cowboys ganz groß

Cowboy und Indianer liefern seit Jahrhunderten beste Stoffe für Kinderbücher. Warum also nicht in die Karl-May-Tradition hüpfen und selbst auf zum Erfolg reiten? The BossHoss haben dabei auf zwei Pferde äh Kollegen gesetzt, die sich im Kinderbuchstall auskennen. Mathias Siebel unterstützt die Musiker textlich und Daniel Ernle bringt das Werk zeichnerisch auf bestes Niveau. Für BossHoss-Fans ist das Buch ein Muss, erzieht man damit ja auch die Erben seiner eigenen CD-Sammlung. Ansonsten erhoffen wir uns mehr Abenteuerlust von den Berliner Cowboys, das nächste Mal die vorgestampften Wege der Klischees zu verlassen und statt mit Überraschungsfreiheit durch Übermut zu trumpfen. Daniel Ernle deutet mit liebevollen Details ja schon an, dass mehr in den kleinen Cowboy-Geschichten stecken könnte. Yeehaw!
Kleine Cowboys ganz groß, Bastei Lübbe, gebundene Ausgabe, 12,99 Euro

Ilja Richter: Bruno: Von Bären und Menschen

Und wieder Bruno: Bei Ilja Richter ist Bruno ein Bär. Inspirationsquelle war der gleichnamige Problembär, der 2006 Deutschland in Atem hielt. Mit Humor, aber leider auch mit Sprachirrungen und Wirrungen nimmt sich Ilja Richter dessen Geschichte an, die in der Realität so viel schöner hätte enden können, wenn der Bär nur einen Freund gefunden hätte. In Richters fiktiver Variante ist es der kleine Melvis, der den Bären versteht und durch die Menschenwelt führt. Nunja, wir haben es nicht geschafft, dem Buch in der Hörversion bis zum Ende zu lauschen. Herr Richter verliert sich derart in Abschweifungen und Nichtigkeiten, dass wir uns in den roten Fäden verheddert haben und uns nur noch mit dem Aus-Knopf befreien konnten.
Bruno: Von Bären und Menschen, Gugis Hörbücher, 14,80 Euro

Purzelbuch, Apostel-Paulus-Straße 5, 10823 Berlin

Telefon 030 78894071

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