Film über Gehörlose in Berlin

Willkommen in "Freak City"

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Wenn alles gut geht, soll Freak City im Frühjahr in die Kinos kommen.
Der Film Freak City beschäftigt sich mit dem Leben von Gehörlosen in Berlin. Kann ein Hörender mit einer Gehörlosen zusammenkommen und glücklich werden? Nächstes Frühjahr soll die Antwort ins Kino kommen.

Mika ist ein 15-jähriger pubertierender Junge, in seinem Kopf hat er wie jeder Teenager nur zwei Sachen, Liebe und Sex. Doch dann trifft er ein Mädchen, Lea – in seinen Augen seine Traumfrau. Aber Lea hat leider eine Behinderung, denn sie ist gehörlos und Mika muss sein ganzes Leben verändern. Er lernt Gebärdensprache, damit er sich mit Lea verständigen kann, aber auch um seine Ex-Freundin Sandra zu beeindrucken.

So beginnt die Geschichte von Freak City, einer soeben abgedrehten Verfilmung des gleichnamigen Romans von Kathrin Schrocke. Regisseur ist Andreas „Kanne“ Kannengießer, der mit einem Team aus Hörenden und Gehörlosen arbeitete. Weil das Projekt keine Filmförderung bekam und sich keine Fernsehsender beteiligten, musste das Team Spenden über Crowdfunding sammeln. Die Zielsumme von 20.000 Euro wurde dabei sogar überschritten, insgesamt kamen bisher 21.468 Euro zusammen und Spenden ist weiterhin möglich. Der Film wird aber auch mit viel Eigenleistung in Berlin gedreht.

Im Idealfall kommt Freak City im Frühjahr ins Kino und wir erfahren, wie es mit den beiden Liebenden weitergeht. Denn Mikas Familie und Freunde sind skeptisch und er selbst beginnt zu zweifeln, denn die Welt der Gehörlosen ist so anders als seine eigene.

QIEZ hat mit Josefin, die im Film Clara spielt, gesprochen:

QIEZ: Hi Josefin, wie viele Drehtage hattest du?

Josefin: „Ich hatte insgesamt drei Drehtage für meine Rolle, aber ich glaube, ich muss bald noch mal zum Synchronsprechen.“

Wie war das Team?

„Es sind alle sehr freundlich, man fühlt sich da echt wie zu Hause. Man wurde sehr gut aufgenommen, ich finde auch die Story aus dem Buch sehr gut und sie betrifft Gehörlose.“

Waren die Drehtage sehr anstrengend?

„Ja, es war immer anstrengend, aber hat trotzdem viel Spaß gemacht.“

Hast du eine Lieblingsszene?

„Ja, die Bus-Szene, aber mehr will ich nicht verraten.“

Die Schauspieler waren ja zum Großteil in deinem Alter, sind auch ein paar Freundschaften entstanden?

„Ja, ich habe mich mit vielen Darstellern angefreundet, aber leider wohnen die meisten nicht in meiner Nähe, sondern weiter weg.“

Was ist dein Fazit?

„Es war alles perfekt, das Catering, der Dreh, einfach alles. Bisher ist das der schönste Filmdreh, den ich hatte.“

Text: Shawn Vogel, Schülerpraktikant bei QIEZ

Willkommen in "Freak City", Simon-Dach-Straße, Berlin
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