Filmfestival an drei Orten in Berlin

Kurz und britisch

Mike Skinner von "The Streets" in einer doppelten Premiere als Schauspieler und Regisseur in "Spoiler Alert".
Mike Skinner von "The Streets" in einer doppelten Premiere als Schauspieler und Regisseur in "Spoiler Alert". Zur Foto-Galerie
Für das 7. Kurzfilmfestival "British Shorts", das am 17. Januar beginnt, haben die Macher wieder ein Programm zusammengestellt, das viele Genres und bekannte Gesichter wie Rhys Ifans und Mike Skinner umfasst. Im Rahmenprogramm wird gelernt, Musik gehört und gefeiert.

Vom 17. bis 21. Januar erwartet anglophile Cineasten an drei Berliner Schauplätzen die siebte Ausgabe des Kurzfilmfestivals „British Shorts“. Inzwischen ist es ein etablierter Bestandteil des Kinokalenders in der Hauptstadt. Vielleicht liegt das ja am guten Riecher, den die für die Auswahl Verantwortlichen haben: Gleich zwei Filme aus dem diesjährigen Programm, „Orbit Ever After“ von Jamie Stone und „Room 8“ von James W. Griffiths, wurden für die Kategorie „Bester britischer Kurzfilm“ beim britischen Filmpreis BAFTA nominiert.

„British Shorts“ dürfte seinen Status unter den Filmfestivals auch dadurch gesteigert haben, dass zunehmend ambitionierte Projekte mit bekannten Namen ihren Weg ins Programm finden. War im letzten Jahr unter anderem „Shame“-Hauptdarsteller Michael Fassbender zusammen mit Liam Cunningham auf der Leinwand zu sehen, präsentiert das Festival in diesem Jahr das Regie-Debüt von Musiker Mike Skinner („The Streets“), in dem dieser auch gleich die Hauptrolle eines jungen Neurotikers übernimmt, der den Zeitpunkt seines Todes erfahren will. Titel: „Spoiler Alert“.

Bekannte Namen und spannende Nachwuchsregisseure

Im 12-minütigen Drama „Beat“ spielt Ben Whishaw, der neue „Q“ aus „James Bond: Skyfall“, einen totalen Außenseiter. Der Soundtrack dazu wird von Battles und Godspeed You! Black Emperor beigesteuert. Im Rahmen einer Retrospektive aus Anlass des zehnjährigen Geburtstags der Independent Film-Schmiede Warp Films (deren Musikabteilung natürlich schon bedeutend älter ist) läuft „The Organ Grinder’s Monkey“ mit Rhys Ifans und den Stimmen von Daniel Craig und Kevin Spacey. Woody Allen-Darstellerin Gemma Jones ist in „Burn The Clock“ von David Tucker zu sehen – ein Drama rund um Sex, Drogen und Alkohol im Alter.

Doch natürlich macht den Reiz des Festivals auch aus, dass neben großen Namen Produktionen von Nachwuchsregisseuren und Filmstudenten gezeigt werden, die mit geringem Budget realisiert wurden. Die Filme stammen bei den „British Shorts“ aus den verschiedensten Kategorien – wie Comedy, Black Comedy, Drama, Thriller, Animation, Experimental, Slasher und Dokumentation. Auch 2014 werden wieder ein Publikums- und ein Jurypreis vergeben. Die Preisverleihung findet am Sonntag während des abendlichen Filmprogramms im Ballhaus Ost statt. In der Jury sitzen Produzent Felix Eisele, Schauspielerin Luise Heyer („Westwind“) sowie die Filmemacher und Dozenten Dave Green und John Digance (University of Bedfordshire).

Wie es sich für ein anständiges Filmfestival gehört, dürfen auch die passenden Partys nicht fehlen. Im Rahmenprogramm der „British Shorts“ treten etwa am 17.1. in der Sputnik Kinobar die kanadischen Antifolker The Burning Hell und am 19.1. im Ballhaus Ost das Berlin Pop Ensemble feat. Lyndsey Cockwell auf. Jeweils nach den Konzerten übernehmen DJs die Musik. Für Nachwuchsfilmer könnte die Teilnahme am kostenlosen Festival-Workshop (in englischer Sprache) von Interesse sein, der vom 18. bis 20.1. im Sputnik Kino stattfindet und von Dave Green und John Digance geleitet wird, die auch in der Jury des Wettbewerbs sitzen.

Das Festival „British Shorts“ findet in Sputnik Kino, im Filmkunst 66 und im Ballhaus Ost statt. Alle weiteren Informationen gibt es unter http://www.britishshorts.de

Foto Galerie

Sputnik Südstern, Hasenheide 54, 10967 Berlin

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