Ausflug nach Brandenburg

Kloster Chorin: Malerische Lage, tolle Akustik

Kloster Chorin: Malerische Lage, tolle Akustik
Die Südseite des gotischen Klosters Chorin
Mönche leben in Chorin seit der Reformation nicht mehr. In den letzten Jahrhunderten wurde das frühere Zisterzienserkloster für viele verschiedene Zwecke genutzt. Heute begeistert das von einem Park umgebene Bauwerk 70 Kilometer nordöstlich von Berlin seine Besucher durch die herrliche Lage, beeindruckende Architektur und ganz besondere Konzerterlebnisse.

Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, sollte den Ausflug zum ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin mit der Bahn antreten. Steigt man am kleinen Bahnhof aus dem Zug und macht sich auf den Weg durch das Örtchen, dessen Namen das Kloster trägt, setzt unmittelbar ein Gefühl der Entschleunigung ein. Chorin ist ein gepflegtes Dorf, das rein gar nichts mit der nur 70 Kilometer entfernten Metropole Berlin zu tun hat. Über kaum befahrene Straßen und einen schönen Waldweg gelangen Besucher in rund 20 Minuten zum Kloster. Alternativ ist auch die direkte Anreise mit dem Auto möglich.

Die Anlage aus rotem Backstein wird eingerahmt von Wald, einem Park mit alten Bäumen und dem Amtssee. Überhaupt können Ausflügler in der Umgebung auch hervorragend wandern – das Kloster liegt inmitten des Biosphären-Reservats Schorfheide-Chorin, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands mit zahlreichen weiteren Seen.

Vielfältige Nutzung nach der Reformation

Ältester Teil des Klosters dürfte eine Mühle gewesen sein, die schon vor Baubeginn im 13. Jahrhundert existierte. Ihre Überreste sind westlich des Klosters unschwer zu erkennen. Der eigentliche Sakralbau ist ein Beispiel für die norddeutsche Backsteingotik und inspirierte die Architekten zahlreicher anderer Kirchen in der Region. Der für den Bau verantwortliche Zisterzienserorden konnte ’nur‘ bis zur Reformation im Jahr 1542 über sein Werk verfügen. Nach der Auflösung des Klosters wurden die Gebäude vielfältig genutzt – unter anderem als Wohn- oder Invalidenhäuser. Allerdings fanden weiterhin und nahezu durchgängig Gottesdienste in der Anlage statt – nun eben evangelische. Auch Trauungen und Taufen werden in Kloster Chorin vollzogen.

Besonders empfehlenswert ist der Besuch eines der zahlreichen Konzerte, die in der früheren Klosterkirche oder der neuen Kapelle stattfinden. Allgemein wird die gute Raumwirkung und die glänzende Akustik gelobt. Alle mittelalterlichen Teile des Klosters Chorin sind heute zu besichtigen. In den letzten Jahren ist eine informative Ausstellung zur Geschichte der Anlage entstanden.

Bei warmen Temperaturen und trockener Witterung wirkt nach der Besichtigung von Kloster und Umgebung der Biergarten der Alten Klosterschänke am Südende des Sees extrem einladend. Bei einem kühlem Bier – oder einem anderem Getränk nach Wahl – und bürgerlicher Küche klingt der Tag in Chorin entspannt aus.

Alle Informationen zum Kloster Chorin, der Anfahrt und den Eintrittspreisen sind auf der Homepage zu finden.

Kloster Chorin, Amt Chorin 11A, 16230 Chorin

Telefon 033366 70377
Fax 033366 70378

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Sommerzeit: täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr
Winterzeit: täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr

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