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Top 10: Die besten Kochbücher 2023

Natürlich ist es großartig, in guten Restaurants zu essen. Doch ab und zu will man es sich zu Hause schön machen, Gäste selbst bewirten oder ungestört zu zweit dinieren. Wirklich gute Ideen für dein Wirken am Herd liefern die besten Kochbücher 2023. Jedes für sich macht Lust auf das Kochen und den Weg frei für gelungene Gaumenfreuden.

Felicity Souter: Kunst kochen

Wie umfassend man Kunst genießen kann, zeigt Felicity Souter mit ihren prächtigen Rezepten. Inspiriert von großen Meisterwerken bringt sie malerische Kreationen auf die Teller. So verwandeln sich die berühmten Dosen von Andy Warhol in eine schmackhafte Galette mit Mozzarella, Tomaten und karamellisierten Zwiebeln. Pablo Picassos „Nature morte“ stand Pate für gebackene Meerbrasse mit spanischem Pesto. Und aus Claude Monets „Verschneite Getreideschober am Morgen“ sind fluffige French Breakfast Puffs geworden. Insgesamt 52 Ideen für kunstvolle Kulinarik hält Felicity Souter in „Kunst kochen“ bereit. Dazu hat sie Anekdoten und Wissenswertes über die Künstler*innen recherchiert und den Rezepten vorangestellt. Das Buch macht schon vor dem Essen Spaß.

„Kunst kochen“ von Felicity Souter ist im Prestel Verlag erschienen und für 36 Euro im Handel erhältlich.

Jamie Oliver: 5 Zutaten mediterran

Eins vorweg: Wie bei allen X-Zutaten-Kochbüchern wird auch hier etwas geschummelt, denn eine Grundausstattung solltest du im Haus haben. Heißt: zwei Sorten Olivenöl, Rotweinessig, Pfeffer und Salz sind gesetzt und das legt Jamie anfangs auch offen. Ansonsten bekommst du hier den TV-Koch-King in Bestform. Er hat sich in die Rezepte eingearbeitet, um uns das Zubereiten zu erleichtern. Mehr als die Hälfte der Rezepte sind fleischfrei. Salate, Suppen, Eintöpfe, Pasta, Gemüse, aber eben auch Fisch und Fleisch stehen zum Nachkochen bereit. Auch süße Sachen kannst du dank Jamie mit nur fünf Zutaten zaubern. Dabei sind wieder einige Pasta-Gerichte dabei, die es auf unsere Liste der Lieblingsspeisen schaffen – wie die marokkanischen Nudeln oder die türkisch inspirierte Pasta. Aber auch die anderen Rezepte erfrischen dir den Sommer, erwärmen dich im Winter und bringen immer sehr viel Freude: auch, weil sie nicht viel Arbeit machen und der Abwasch sich nicht türmt!

„5 Zutaten mediterran“ von Jamie Oliver ist im DK Verlag Dorling Kindersley erschienen und für 29,95 Euro im Handel erhältlich.

Mochi: Crispy und Crunchy

Es ist unglaublich, was man alles kross zubereiten kann. Mit „Crispy und Crunchy“ von Mochi bringst du alles in Bestform: Spargel, Kohl, Calamaris, Bananen, Rindfleisch… Mit Mangas stimmt dich das Buch von den Wiener Kulinarik-Profis auf die Rezepte ein. Du kannst sogar ganze Menüs crispy und crunchy planen, denn von den Startern bis zum Dessert und sogar Drinks gibt es zahlreiche Ideen. Unser derzeitiger Alleskönner, der den tristen Alltag pimpt, sind die Udon-Nudeln mit Tempura. Schnell gemacht und ein absolutes Glück. Wer in Wien ist, sollte unbedingt das Restaurant Mochi in der Praterstraße aufsuchen. Seit 2010 sorgen Tobias Müller, Sandra Jedliczka, Eduard und Nicole Dimant im 2. Bezirk für Comfort Food und familiäre Atmosphäre. Das Kochbuch fängt die Lust am guten Essen ein und bringt sie in deine Küche.

„Crispy und Crunchy“ von Mochi ist im Brandstätter Verlag erschienen und für 35 Euro im Handel erhältlich.

Oz Ben David, Jalil Dabit und Elissavet Patrikiou: Kanaan - das israelisch-palästinensische Kochbuch

Ein gemeinsames Essen verbindet, nur leider ist es manchmal schwer, Menschen, die sich aus Prinzip nicht mögen, an einen Tisch zu bekommen. Mit dem Kochbuch „Kanaan – das israelisch-palästinensische Kochbuch“ setzen Oz Ben David und Jalil Dabit das fort, was sie in ihrem Berliner Restaurant angefangen haben: Sie setzen ein Zeichen für den Frieden, für Toleranz und für mehr Miteinander. Wie in dem biblischen Land der Verheißung – Kanaan – kannst du dort eine wirklich gute Zeit verbringen. Von der Freundschaft des israelischen Juden Oz mit Jalil – mit palästinensisch-arabischen Wurzeln – profitieren wir nun alle auch zu Hause. Die Rezepte, die in der langjährigen Zusammenarbeit entstanden sind, verbinden Traditionen des Nahen Ostens mit modernen Ansätzen und bringen neue Ideen nach Europa. Die Hamburger Fotografin Elissavet Patrikiou hat griechischen Background und macht mit ihren Bildern deutlich, dass sich Völkerverständigung lohnt und die Welt bunter macht. Das Kochbuch ist in jeder Hinsicht ein Must-have!

„Kanaan – das israelisch-palästinensische Kochbuch“ von Oz Ben David, Jalil Dabit und Elissavet Patrikiou ist im Südwest Verlag erschienen und für 30 Euro im Handel erhältlich.

Meike Peters: Noon

Mittags ist keine Zeit, also isst man eher lausig… Das ist vorbei, denn Meike Peters liebt den Lunch und schenkt uns nun allen die Chance, High Noon in vollen Zügen zu genießen. Ganz nebenbei verhilft sie der Bohne zu einem Comeback, so sättigend und vielseitig sie ist. Je nach Jahreszeit und eigenen Vorlieben kannst du zwischen Salaten, bunten Pfannen, kleinen Gerichten und sogar Sandwiches wählen. Die Ofengerichte haben uns besonders gefallen, da man einfach weiterarbeiten kann, so lange die Leckereien garen. Einige Sachen kann man auch am Abend vorher vorbereiten, wenn man nicht ganz so schnell ist beim Schnibbeln und Kochen wie Meike Peters. Außerdem schmecken viele Gerichte kalt wie warm hervorragend, wodurch sie sich für den Bürostress-Mittag eignen. Es ist natürlich auch nicht verwerflich, die Rezepte für das Dinner zu nutzen und sich die Reste am nächsten Tag aufzuwärmen.

„Noon“ von Meike Peters ist im Prestel Verlag erschienen und für 28 Euro im Handel erhältlich.

Fabian Dietrich: Casual Fine Dining

Mit Haute Cuisine ist das alltägliche Abendessen daheim meist nicht zu vergleichen. Doch wer genug hat von schnellen Sattmachern und Stullen kommt mit Fabian Dietrich auf das nächste Level der Feierabendküche. Die Gourmetkompositionen machen Foodies und Genussmenschen Spaß und sind leicht zuzubereiten. Dabei sind es eben die kleinen Kniffe, die das Essen besonders machen. So verrät Dietrich, der seine Rezepte schon seit Jahren auf seinem Blog und Instagram-Kanal teilt, wie man Drillinge in der Pfanne goldbraun anbraten kann, ohne dass sie verbrennen, aber auch wie man sich mit Kichererbsenpfannkuchen selbst übertrifft und wie man mit Kartoffelrösti und Forelle in Miso-Joghurt selig wird. Die einzelnen Schritte sind klar und verständlich. Die Fotos geben einen guten Hinweis darauf, wie man auch das mitessende Auge glücklich macht. Was bleibt, ist der lästige Einkauf. Aber der lohnt sich…

„Casual Fine Dining” von Fabian Dietrich ist im Verlag Christian erschienen und für 34,99 Euro im Handel erhältlich.

Graciela Cucchiara: Mamma mia

Spätestens seit Graciela Cucchiara im TV-Format „Kitchen impossible“ gegen Tim Mälzer angetreten ist, ist die Wahl-Münchnerin im ganzen Land bekannt. Die gebürtige Argentinierin hat zwar keine Kochausbildung, aber ein großartiges Gespür für Aromen und Wohlfühlküche. Die Liebe zu Rezepten aus dem schönen Italien stammt von ihrer italienischen Großmutter, die ihr am Herd auch so manchen Kniff gezeigt hat. Ihren Spaß am Kochen überträgt Graciela Cucchiara nun mit dem tollen Kochbuch „Mamma mia“ auf alle, die selbst den Löffel schwingen. Kochmuffel genießen die Texte über Graciela, lernen dabei eine Menge über die Powerfrau und deren Lebensgeschichte und reisen nach München, um die leckeren Gerichte direkt vor Ort in der Kochgarage zu genießen.

„Mamma mia” von Graciela Cucchiara ist im Callwey Verlag erschienen und für 45 Euro im Handel erhältlich.

Tim Mälzer: Vierundzwanzigsieben kochen

Tim Mälzer soll ja trotz seiner Erfolge im TV und in der Gastronomie immer bodenständig geblieben sein. Natürlich behaupten das alle Promis von sich, doch Herr Mälzer liefert mit seinem neuen Kochbuch „Vierundzwanzigsieben kochen“ den Beweis, dass er genau weiß, was man im schnöden Alltag braucht: leckere Speisen ohne viel Aufwand. Von der schnellen Nudel mit Pesto über Meatballs in Tomatensauce, die sich fast von selbst in eine köstliche Pastasauce verwandeln über Suppen, Aufläufe, belegte Brote und Kleinigkeiten bis zu Fisch und Entrecôte, das es sich im Backofen bequem macht, bis es fertig zum scharfen Anbraten ist. Ja, ok, das Entrecôte-Rezept ist speziell, aber es gibt sicher Menschen, die von sehr gutem Fleisch die Finger lassen, weil sie denken, sie machen es nur kaputt. Mälzer betont, dass er Inspirationen liefern möchte und keineswegs eine Kochbibel. Um die Rezepte herum schreibt Thes Uhlmann, der von Tomte, Anekdoten und Sinniges über das Essen und Tim Mälzer.

„Vierundzwanzigsieben kochen“ von Tim Mälzer ist im Mosaik Verlag erschienen und für 28 Euro im Handel erhältlich.

Sophia Giesecke und Uri Triest: Shemesh Kitchen

„Erlaubt ist, was schmeckt“, meinen Sophia Giesecke und Uri Triest. Zum Glück schmeckt den beiden Social-Media-Größen vieles, was wir auch lieben, und so ist das Kochbuch ein Gewinn für unsere Küche. Das Buch ist sehr persönlich gestaltet und tatsächlich grenzenlos in Sachen Kulinarik. Es wird viel mit Gemüse gekocht, doch auch gegen Fisch haben Giesecke und Triest keine Einwände. Sophias Fotos machen sofort Appetit. Die Rezepte sind klar und übersichtlich aufbereitet. Dabei kannst du einzelne Komponenten tauschen, wenn du einen Geschmacksliebling gefunden hast oder etwas gar nicht magst. Uri Triest, der als Koch in Italien und in Berlin gearbeitet hat, findet Eigeninitiative und Kreativität großartig. Er stellt keine Gesetze auf. Toll ist auch, die Anordnung nach Tageszeiten – die man natürlich jederzeit auch durchbrechen kann. Denn auch hier ist natürlich erlaubt, was gefällt. „Shemesh“ heißt auf Hebräisch übrigens Sonne: Die vermissen Sophia und Uri beständig in Berlin.

„Shemesh Kitchen“ von Sophia Giesecke und Uri Triest ist im Verlag Dumont erschienen und für 32 Euro im Handel erhältlich.

Tobias Krell und Gregor Eisenbeiß: Kocht mit Checker Tobi

Es heißt ja immer, man soll Kinder beim Kochen mit einbinden, dann essen sie auch lieber und mit mehr Abwechslung. Kaum sind die Kleinen dem KiTa-Alter entwachsen, ist aber alles wieder vergessen. Doch mit Checker Tobi kommst du endlich und endgültig über das Tomaten-Nudel-Zeitalter hinweg. In „Kocht mit Checker Tobi“ lernen die Kids nicht nur, wie man kocht, sondern auch, woher die Zutaten stammen, wie man fleischlos glücklich wird und was passiert, wenn wir Scharfes essen. Dabei sind die einzelnen Rezepte klar gegliedert und die Ideen nicht zu abgefahren. Von der Römertopflasagne über Gemüsereis mit Feta-Päckchen bis zu internationalen Spezialitäten wie Injera mit Wot aus Äthiopien: Das schmeckt auch den Großen und sogar Teenager*innen vergessen einen Moment ihre Coolness. Tobias Krell hat das Talent, Kinder ernst zu nehmen und mitzuziehen in neue Welten. Gemeinsam mit Gregor Eisenbeiß, mit dem er seit Jahren Sachbücher herausbringt, wechselt Krell gekonnt vom TV-Format an den Herd und gewinnt damit auch erwachsene Fans. Übrigens: Spaghetti Pomodoro haben es trotzdem ins Buch geschafft, werden aber durch Parmesan-Chips zur Offenbarung.

„Kocht mit Checker Tobi“ von Tobias Krell und Gregor Eisenbeiß ist im Südwestverlag erschienen und für 22 Euro im Handel erhältlich.

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