• Freitag, 03. Juni 2016

Mit dem Fahrrad

Unsere Lieblings-Tour durch Köpenick

  • Fahrradfahrer im Wald
    Neben viel Wasser prägt auch Wald diese Radtour durch Köpenick. Foto: dpa - ©picture alliance / dpa

Alles schön und grün: Diese Tour bestätigt den guten Ruf von Köpenick. Sie führt durch gediegene Villenviertel, urige Wälder und einmal rund um den Müggelsee, der nicht nur bei Wassersportlern besonders beliebt ist.

Start der Fahrradtour

Vom S-Bahnhof Grünau aus muss man nur die Wassersportallee bis ans Ende fahren, um mit weitem Blick über den Langen See auf die BVG-Fähre zu warten. Die bringt uns ins alte Villenviertel Wendenschloss, das typisch ist fürs traditionelle Köpenick. Irgendwie stehen geblieben in der Zeit vor Erfindung des Bioladens und ein bisschen verschnarcht, aber nobel wie Dahlem - und auch nicht mehr viel billiger. Anschließend nehmen wir die Wendenschlossstraße nach rechts.

  • km 1,7

Von dem kleinen Park am Ende der Wendenschlossstraße schaut man direkt auf die Regattatribünen der Olympischen Spiele von 1936. Am holprigen Möllhausenufer weitet sich der See, und gleich hinter den letzten Häusern beginnt der Wald.

  • km 2,3

Wer Erfrischung oder Stärkung braucht, bekommt beides im Seebad am Waldrand. Die nächste Einkehrmöglichkeit gibt’s einen Kilometer weiter, wo lokale Initiativen das ehemalige Ausflugsrestaurant Schmetterlingshorst weiterbetreiben - als Imbiss mit Spielplatz und Ausstellung. Der zuvor völlig verfallene Steg ist jetzt wieder intakt. Im Sommer fahren von hier aus Schiffe nach Grünau. Über den Uferweg am Langen See - an Wochenenden auch bei Spaziergängern äußerst beliebt - fahren wir weiter zum ehemaligen Gasthaus Marienlust, von dem nur der schöne Seeblick und eine Lichtung am Ufer geblieben sind.

  • km 4,2

Hier wenden wir uns vom See ab und fahren direkt auf die Treppe zu, die zum Müggelturm hinaufführt. Wer sich nicht per Rad auf den Gipfel quälen will, nimmt die Treppe. Anschließend geht es so oder so auf der Betonstraße weiter zum Müggelheimer Damm. Auf dessen anderer Seite führt ein Radweg zum Großen Müggelsee.

  • km 7,3

Wir biegen rechts ab auf den beschilderten Spreeradweg (R1). Am Ferienpark Rübezahl (km 8,4) gibt’s einen Abenteuerspielplatz, etwas zu essen und einen Bootsverleih. Während der direkte Uferweg eher für Fußgänger gedacht ist, verläuft der glatt asphaltierte Radweg etwas versetzt durch den Wald. Er trifft auf die Straße zum Müggelhort, die man allerdings kurz vorher verlässt, um am Kleinen Müggelsee mit seinem großen Badestrand (KM 12,4) vorbei Richtung Erkner zu fahren. Wir folgen dem Spreeradweg immer weiter. Zwei Brücken führen über die Spreearme vor dem Dämeritzsee.

  • km 16,1

Hinter der zweiten Brücke halten wir uns links. Der Rückweg unserer Tour führt durch den noblen, von Fließen durchzogenen Ortsteil Neu Venedig und am Fischerdorf Rahnsdorf vorbei. Vom 1. Mai bis 2. Oktober verkehrt hier die einzige Ruderfähre Berlins, die BVG-Linie F24. Doch wir schauen nur und setzen die Tour auf unserer Seite fort. Wer den Autoverkehr auf dem letzten Teil der Tour meiden will, kann der Beschilderung zum S-Bahnhof Wilhelmshagen folgen. Ansonsten geht es durch den Rialtoring und den Plutoweg zur Brückenstraße.

  • km 20,9

Am Ende der Brückenstraße führt hinter dem Fließ ein Weg nach links zum vielleicht schönsten Aussichtspunkt am Großen Müggelsee. Rechter Hand ist schon das Strandbad zu sehen.

  • km 22,0

Zurück geht es an der Försterei und dem Strandbad Müggelsee vorbei nach Friedrichshagen. Schöner als der Radweg an der Straße ist der Hochuferweg. Vor dem historischen Wasserwerk trifft er wieder auf die Straße. Zwischen den backsteinernen Wasserwerksgebäuden geht es zur Wendeschleife der Straßenbahn. Wir biegen rechts ab in die Werlseestraße, dann links in die Rahnsdorfer Straße. Wir gelangen zum Marktplatz an der Bölschestraße, die einen Bummel lohnt und mit mehreren Restaurants zur Einkehr lädt. Wir folgen ihr bis ans nördliche Ende zum S-Bahnhof Friedrichshagen, wo unsere Tour endet.

Segel-/Surfschule Müggelsee

Fürstenwalder Damm
12587 Berlin

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Quelle: Der Tagesspiegel
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