Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Besuch im Berliner Currywurst-Museum

Besuch im Berliner Currywurst-Museum
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Checkpoint Charlie - Gerlinde Jänicke ist eine der bekanntesten Radiomoderatorinnen der Stadt. In ihrer Kolumne auf QIEZ.de verrät sie euch jede Woche exklusiv ihre liebsten Orte, besondere Events und noch jede Menge mehr. Diese Woche hat sie das Geheimnis der Berliner Kultwurst zu lüften versucht ...

Yummie!(c)Gerlinde Jänicke
Seit Jahren gibt es das Berliner Currywurst Museum. Tatsächlich kenne ich aber persönlich keinen Menschen, der schon mal dort war. Und ich schiebe es auch seit Jahren vor mir her, denn Currywurst ist für mich ein Genuss und keine Schulstunde. Aber ich habe mit meiner wunderbaren Assistentin eine neue, kleine Zweiergruppe gegründet, die so frisch ist, dass wir noch keinen Namen dafür gefunden haben. Wir treffen uns ab sofort regelmäßig, um Dinge zu erleben und Orte zu besuchen, die wir beide noch nicht kennen. Erstes Ziel also: Das Currywurst Museum in Mitte.

Der Eintritt kostet etwa 10 Euro und ich stürze mich als erstes auf eine Ketchupflasche, die man sich wie ein Telefon ans Ohr halten kann. Ich telefoniere ständig mit Alltagsgegenständen, ein Gag mit mir selbst, ich nenne es eine liebenswerte Besonderheit. Eigenartig, sagen manche. Aus der Ketchupflasche kommt der Grönemeyer-Song über die Currywurst, aus der, die daneben steht, ein sehr lustiges Wurstlied von Helge Schneider. Und natürlich gibt es den sensationellen „Imbiss für Anfänger“-Gag. Als nächstes greife ich mir eine überdimensionale Pommes. Aus Stoff. So eine will ich für Zuhause!! Ich setze mich auf eine Couch in Wurstform, von oben tropft Ketchup aus Lack und ich kann mir einen Film über die Herstellung von Currywurst anschauen. Es gibt Erklärungen zu den verschiedenen Gewürzen, zur Herkunft, es gibt eine Wand mit lustigen Knöpfen, die die Aussprache der Currywurst in den verschiedenen Ländern der Welt wiedergibt.

Am meisten mag ich die Dinge, die man anfassen kann, mit Spaßfaktor. Es gibt ein Spiel, bei dem man sich virtuell als Currywurstzubereiter ausprobieren kann, das verliere ich sofort grandios, was ich mir schon dachte. Ich war vor vielen Jahren nicht so sehr erfolgreich in der Fast Food-Branche als Burgerbraterin. Dann gibt es eine kleine Imbissbude, in die man sich stellen und wieder tausend Knöpfe mit tausend Geräuschen dazu drücken kann. Und verschiedene, gefüllte Kühlschränke verschiedener Typen. Wie sieht der durchschnittliche Inhalt eines Kühlschranks einer WG oder einer Familie zum Beispiel aus? Der Inhalt des Kühlschranks, der meinem am nächsten kommt ist der einer Pariserin, Mitte 50, Single, mit Katzen. Das auch noch. Nach einer halben Stunde haben wir alles angeschaut, angefasst, tolle Fotos gemacht. Eigentlich habe ich mich aber vor allem auf die Currywurst gefreut, die man am Ende der Tour noch im hauseigenen Imbiss bestellen kann. Mit Darm, ohne Darm, klassisch, scharf oder mit aktueller Spezialsauce. Die ist heute mit Zwiebeln, die will ich. Dazu bestellen wir Prosecco aus der Dose. Typisch Berlin. Einerseits die Champagnerflasche in der Hand, andererseits abgelaufene High Heels an den Füßen. Die Currywurst schmeckt gut, kann aber nicht mithalten mit meiner Lieblingswurst aus der „Bratpfanne“ – die an der Schloßstrasse ist mein absoluter Favorit, schon seit Jahren.

Viel auszuprobieren.(c)Gerlinde Jänicke
Und nun, aufgepasst! Es gibt im Verkaufsbereich (neben Kuschelcurrywürsten und Marzipancurry und tollen Gewürzen) einen Currywurstenergiedrink! Ich frage die Kassiererin, ob der Drink echt nach Currywurst schmeckt. „Najaaaa, nich sooooo….“
Natürlich muss ich so eine Dose haben. Der Drink schmeckt absolut fantastisch! Wirklich scharf wie Curry und doch nach Energydrink – wirklich irre! Ich ärgere mich fast, dass ich nur eine Testdose gekauft habe. Aber es ist ja bald Weihnachten. Keine Sorge, der schmeckt nicht nach fettiger Wurst. Durch die leichte Schärfe einfach fast edel!

Wieder was Neues erlebt. Mal sehen, was wir als Nächstes unternehmen. In dieser Stadt werden uns die Ideen wohl nie ausgehen.

Und jahaaaaaa….dieser Drink schmeckt WIRKLICH….!

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Quelle: QIEZ / externe Quelle

Deutsches Currywurst Museum Berlin, Schützenstr. 70, 10117 Berlin

Telefon 030 88718647

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täglich 10 bis 22 Uhr

Deutsches Currywurst Museum Berlin

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