Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Panasiatisch und kinderreich: Das Restaurant Chan

Panasiatisch und kinderreich: Das Restaurant Chan
Im "Chan" am Paul-Lincke-Ufer wird offensichtlich mit Liebe zum Detail gekocht. Zur Foto-Galerie
Gerlinde Jänicke ist Morgenmoderatorin bei 94,3 rs2. In ihrer Kolumne auf QIEZ.de verrät sie euch jede Woche exklusiv ihre liebsten Orte, besondere Events und noch jede Menge mehr. Diesmal: Panasiatisches Dinner am schönen Paul-Lincke-Ufer mit erhöhter Dezibelzahl.

Ich will ja nicht immer nur ans Essen denken. Aber wenn ich mich mit Freunden verabrede, möchte ich gemütlich sitzen, ein schönes Bier trinken und eben auch ein leckeres, kleines Gericht genießen. Diesmal teste ich zusammen mit zwei lieben Freunden und Kollegen das „Chan“ in Kreuzberg. Ich mag das Paul-Lincke-Ufer besonders gerne. Viele Lofts, tolle Architektur, der Landwehrkanal, an dem es sich so wunderbar flanieren lässt, herrliche bepflanzte Balkone. Keiner von uns dreien ist vorher jemals im „Chan“ gewesen, wir lassen uns überraschen. Panasiatische Küche liebe ich, auch wenn ich zwischendurch einfach gerne mal klassisch chinesisch essen gehe, mit dicker brauner Sauce, fettigen, knusprigen Frühlingsrollen und einer tomatenroten Sauer-Scharf-Suppe, wie ich sie als Kind so gerne im „Bambus“ in Schöneberg gegessen habe.

Restaurant Chan Theke (c) Gerlinde Jänicke
Die „modernere“ Küche ist viel leichter. Und im „Chan“ wirklich sehr lecker. Wir bestellen Mangoschorle, hausgemachte Garnelenbällchen in Pflaumen-Sauce, gebratenen Tofu mit Curry, Rindfleisch mit Nüssen. Mein Gericht hat einen kleinen Rettichschwan am Tellerrand, was ich sehr niedlich finde. Wir teilen unser Essen brüderlich. Das Curry mit Tofu ist der absolute Knaller, und ich überlege mal wieder, ob es nicht auf Dauer vielleicht sogar ganz fleischlos geht.

Bewaffnete Kinder

Der Laden ist stylish und klein, die Dame, die uns bedient, auch. Ich fühle mich sehr wohl! Zumindest die erste halbe Stunde, denn das Restaurant ist fast leer und wir können uns normal unterhalten. Zack, ab 19.00 Uhr ist der Laden dicht! Und sehr kinderfreundlich. Was ich per se ja sehr sympathisch finde, aber eine normale Unterhaltung ist nicht mehr möglich. Da weint eins, hier schreit eins, und ich glaube, klein Anna-Mareike hat gerade versucht, Oma mit einem Essstäbchen das Auge zu entfernen. Auf der anderen Seite ist das laute Treiben der perfekte Soundtrack zu dem, was der Laden symbolisieren soll. Einen Kopfspaziergang durch die Speisen der Straßenverkäufer und asiatischen Marktküchen. Da passt Flüsterei eh nicht so richtig.

Der Blick nach draußen stimmt leicht wehmütig. Es ist nass und grau und der Regen bildet auf den weißen Tischen kleine Pfützen. Im Sommer muss es fantastisch sein, draußen zu sitzen auf der Terrasse. Wie Urlaub. Ach herrlich. Ich liebe den Gedanken, dass Berlin so „Ferien“ sein kann. Es gibt so viele Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen, sich für ein paar Stunden zu fühlen, als sei man ganz weit weg. Und irgendwie sind die Berliner Winter zu lang, um das nicht so oft es geht in vollen Zügen zu nutzen.

Foto Galerie


Quelle: QIEZ / externe Quelle

Chan panasiatisches Restaurant, Paul-Lincke-Ufer 42, 10999 Berlin

Telefon 030 69533322

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Montag bis Freitag von 12:00 bis 24:00 Uhr
Samstag und Sonntag von 13:00 bis 24:00 Uhr

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