Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Gerlinde auf geheimnisvoller Kreuzfahrt

Gerlinde auf geheimnisvoller Kreuzfahrt
Ein mörderisch guter Abend: Gerlinde beim Papilio-Kriminaldinner.
Gerlinde Jänicke ist Morgenmoderatorin bei 94,3 rs2. In ihrer Kolumne auf QIEZ verrät sie jede Woche exklusiv ihre liebsten Orte, besondere Events und mehr. In dieser Folge löst sie einen spannenden Mordfall auf!

Dinnershows machen glücklich! Vor allem die des kleinen Papiliotheaters, das ich neulich kennenlernen durfte. Ich liebe Schiffsfahrten durch Berlin und bin deshalb besonders vergnügt, als ich mich am Treptower Hafen mit meiner Freundin treffe, weil wir das Kriminaldinner Kreuzfahrt ins Grab miterleben wollen. Das Konzept ist toll! Erzählt wird die Geschichte eines Reederei-Generaldirektors, der spurlos verschwindet. Wurde er ermordet? Wir als Gäste sind eingebunden, jeder bekommt eine Figur zugewiesen, die er darstellt. Das Schöne ist, mitmachen muss man nicht. Aber man darf. Für die, die gerne für einige Sekunden Teil der Geschichte sein möchten – wie ich – ist das witzig, für die, die lieber stille Zuschauer sein wollen – wie meine Freundin – erleichternd. Der Kapitän des Stücks führt souverän und sehr witzig durchs Programm, es macht Spaß, den Protagonisten zuzuhören, und wir genießen die schönen historischen Kostüme, denn das Stück spielt im Jahre 1891, irgendwo im Atlantik.

In den Spielpausen geht es ans Buffet, es gibt geschmorte Ochsenbäckchen in Rotweinsauce, Hähnchengeschnetzeltes und einige Kleinigkeiten, außerdem ein vegetarisches Chili. Auch wenn ich gerne Fleisch esse, ich mag es, wenn an Alternativen gedacht wird. Die gesamte Schiffsfahrt dauert knapp vier Stunden und wir fühlen uns die gesamte Zeit gut unterhalten. Zu keinem Zeitpunkt wird das Stück, das direkt zwischen den Passagieren gespielt wird, langatmig. Am Ende der Show bekommen alle Gäste, wir sind etwa einhundert Personen, einen Zettel, auf den wir schreiben sollen, wer wohl der Mörder in diesem Stück sein könnte. Sehr stolz sind meine Freundin und ich, als wir gelobt werden, die einzigen gewesen zu sein, die die richtige Antwort hatten. Bingo!

Die Antwort verrate ich hier natürlich nicht, das würde den Spaß ja verderben, und das Stück wird schließlich immer wieder gezeigt, immer an wechselnden Spielorten. Unter anderem wird gemordet, gerätselt und auch viel gelacht im Landhaus Hubertus, im Hilton Berlin und im Hotel Schloss Kartzow bei Potsdam. Insgesamt werden fünf Programme gespielt, zudem sind die knapp 20 Schauspieler des mobilen Papiliotheaters für Firmenfeiern und Events buchbar.

Vielleicht ja eine Idee als Weihnachtsgeschenk: Am 19. Januar feiert Adel vergiftet Premiere im Hotel Schloss Lübbenau. Der Preis für das Ticket von knapp 80 Euro ist schon happig, aber gerechtfertigt – schließlich muss jeder Schauspieler, jeder Koch, jede Servicekraft bezahlt werden. Und die Zuschauer werden wirklich toll verwöhnt an so einem spannenden Abend. Gutes Essen, eine liebevoll gestaltete Show und Schauspieler, denen man den Spaß am Spiel ansieht.

Möglicherweise treffen wir uns ja bei einer der nächsten Shows als Laura Rockefeller oder Harry Houdini oder Käthe Kollwitz. Und dann kann die Reise ins Ungewisse auch schon beginnen. Leinen los!

Papilio Theater, Lilienthalstraße 44, 14612 Falkensee
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