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5 Dinge, die du mit Hund in Berlin NICHT tun solltest

5 Dinge, die du mit Hund in Berlin NICHT tun solltest
Es könnte alles so schön sein: Ein gesunder Berliner Stadthund genießt täglich mehrere Gassi-Runden in der wohl grünsten Metropole Europas und braucht sich auch über das neue Hundegesetz keine großen Sorgen zu machen. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die Zwei- und Vierbeiner in ihrer gemeinsamen Zeit in der Stadt unbedingt vermeiden sollten.

Sonntags an den Grunewaldsee gehen

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Grunewald und sein schier grenzenloses Hundeauslaufgebiet sind wunderschön. Auch nach Jahren kann man hier immer noch neue Wege entdecken. Doch gerade deshalb frage ich mich immer wieder: Warum nutzen so viele Menschen stets nur den einen Hauptweg um den Grunewaldsee? Und warum gerade am Wochenende? Besucht man das Seeufer unter der Woche, an kalten oder verregneten Tagen, begegnet einem hier kaum ein Mensch, nur solche, die mit ihrem Hund tatsächlich Ruhe und See-Idylle suchen. Nette Spieleinheiten und Gespräche sind dann an der Tagesordnung. Aber an schönen Wochenend-Nachmittagen ist rund um Berlins beliebten Hunde-See die Hölle los. Die Situation dürfte sich noch zuspitzen, wenn ab Mai der Schlachtensee für Hunde tabu ist. Zum Teil ist es schon jetzt so voll, dass man mit seinem Vierbeiner auch gleich in der Innenstadt bleiben könnte. Außerdem begegnen einem ziemlich viele Unsympaten (mit Handy am Ohr), die ihren leider zum Teil recht unerzogenen Hunden gefühlt nur einmal in der Woche einen Waldspaziergang gönnen. Dazu gibt es Ball-Junkies, viele Besserwisser und zum Teil auch lautes Gestreite (s.u.). Stress für Hund und Herrchen also. Und das muss nun wirklich nicht sein, ist der Wald doch nur ein paar Meter weiter wieder menschenleer und schön. Und Planschen kann Hundi ja vielleicht auch wann anders …

Streiten

Dein Hund hat die Hauswand angepinkelt? Dein Hund hat komisch geguckt? Du machst was falsch mit deinem Hund? Keine Sorge – diese und andere Vorwürfe müssen alle Hundehalter in Berlin tagtäglich über sich ergehen lassen. Denn in unserer Großstadt haben jede Menge Leute ihre eigene Meinung darüber, was ein Hund tun oder lassen sollte und wie man ihn am besten erzieht, belohnt oder beschäftigt. Vor allem die Anti-Hunde-Lobby aber auch ältere Damen, die seit einigen Jahrzehnten Hunde besitzen, sind regelmäßig ungebetene Ratgeber oder nutzen einfach jede Gelegenheit, um ihrem Ärger über Großstadthunde Luft zu machen. Wer sich da schon einmal in einen streitbaren Dialog verwickeln lassen hat, weiß: Das bringt nichts. Aber auch rein gar nichts. Ob Kastration, Futter oder das richtige Benehmen – eingefleischte Meinungen lassen sich nicht in ein paar Minuten erschüttern. Vor allen Dingen, wenn das Gegenüber kein Deut Dialogbereit ist, sondern einfach mal wieder was sagen wollte. Etwas, wovon er gefühlt Ahnung hat. Da hilft nur: Ausatmen, gegebenenfalls lächeln und weitergehen, einfach zügig weitergehen …

Einfach drauf los laufen

Über Hundehäufchen auf Gehwegen, in Parks und vor Hauseingängen meckern ja besonders diejenigen, die Hundehaltung in der Stadt ohnehin überflüssig finden. Dabei sind es vor allem die Hundehalter selbst, die unter ihren im wahrsten Sinne des Wortes a-sozialen Kollegen zu leiden haben. Wer mit seinem Hund über eine Wiese geht, den schmalen Grünstreifen vor dem Haus für eine kurze Pippi-Runde nutzt, oder das gerade hinterlassene Häufchen am Baum einsammeln möchte, sollte seine Augen stets weit offen halten. Schließlich sind gerade die Plätze, die wir mit unseren Hunden aufsuchen, auch die Plätze, an denen andere Hundebesitzer regelmäßig die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners liegen lassen. Wie oft ich schon in ein Häufchen getreten bin, kann ich deshalb gar nicht mehr zählen. Und ja: Ich rege mich furchtbar auf über die vielen Menschen, die ihren Hund nach vollrichtetem Geschäft einfach weiterziehen. Zu ihnen gehören feine Wilmersdorfer Anzugträger übrigens genauso wie junge Mütter mit Aldi-Tüte in der Hand. Streiten (s.o.) bringt allerdings gar nichts. Deshalbe merke: Wenn du mit deinem Hund in der Stadt unterwegs bist, solltest du nicht nur IMMER Tütchen dabei haben, sondern auch genau drauf achten, wo du hintrittst. Um deiner schönen Schuhe willen.

Futter und Zubehör beim Discounter kaufen

Ich behaupte: Ein Hund kann nirgendwo so gesund leben wie in der Stadt Berlin. Dass günstigstes Dosenfutter von Aldi, Lidl und Co. nicht unbedingt die beste Wahl für Vierbeiner ist, hat sich ja mittlerweile schon herumgesprochen. Frischfleisch und hochwertiges Futter aus natürlichen Zutaten kommen in immer mehr Haushalten in den Napf. Und wer für seinen Liebling dabei nur das beste möchte, hat in Berlin eine unglaublich große Auswahl. Nicht nur in Sachen Futter. Ob natürliche Kausnacks aus dem Hause Sonnenberg, selbstgebackene Kekse von Ally & Dotty, hochwertiges Fleisch aus den Kühltruhen von Cold&Dog oder den anderen BARF-Läden in Berlin, Hundezubehör aus recycelten Textilien von Second Hound oder die wunderschönen Biothane-Trainingsleinen aus dem True Filou Shop: Wer Praktisches, Schönes und Gesundes für seinen Liebling sucht, wird in Berlin an allen Ecken und Enden fündig. Natürlich haben die Dinge auch ihren Preis, doch nicht alles, was vom Großhändler kommt und billig ist, ist auch tatsächlich gut. Deshalb, wenn möglich, lieber mal ein paar Euro mehr ausgeben und dafür lange Zeit viel Freude an einem gesunden Hund, einem schönen Hundebett oder einem tollen Spielzeug haben.

Übriggebliebenes wegschmeißen

Leider haben nicht alle Hundehalter in Berlin das notwendige Kleingeld übrig, um ihrem Tier so einen Luxus zu gönnen. Eine Menge Menschen leben von Hartz IV, haben eine kleine Rente oder sind schwer krank und wollen ihren vierbeinigen Begleiter trotzdem nicht ins Tierheim abschieben. Um diese Leute kümmert sich die Berliner Tiertafel, die alle zwei Wochen Futter und Zubehör an jeweils rund 250 bedürftige Tierhalter ausgibt. Bedingung: Der Vierbeiner muss schon vor Eintritt der Hilfebedürftigkeit im Haushalt der Person gelebt haben. Bei ihrer gemeinnützigen Arbeit ist die Tiertafel dabei allein auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Deshalb ist die Mülltonne in Berlin wirklich die allerletzte Wahl wenn man mal das Falsche gekauft hat oder es dem Hund einfach nicht schmecken will. Schließlich freut man sich an anderer Stelle ungemein über das gespendete Futtermittel und Zubehör für Hunde (und andere Haustiere). Alle weiteren Infos zu den Spendenmöglichkeiten erhältst du hier.

„Ich lebe nun seit zwei Jahren mit Hund in Berlin. Und bin ziemlich zufrieden. Sogar der Hund freut sich, wenn wir nach gemeinsamen Landpartien und längeren Urlaubsausflügen wieder zurück in „sein“ Revier kommen. Allerdings gehören die oben genannten Dinge tatsächlich zu denen, die ich in Berlin tunlichst vermeide.“

Sonnenberg - Kaufhaus für Hund und Katz, Lietzenburger Straße 62, 10719 Berlin

Telefon 030 88709640

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