Ratgeber

Kontaktlos bezahlen – einfache und schnelle Abwicklung

person holding white POS machine
Bei modernen Kartenlesegeräten ist es nicht mehr erforderlich, die Bankkarte mit diesen in Kontakt zu bringen.
Laut einer statistischen Auswertung des britischen Bezahldienstleisters SumUp wird in Berlin am häufigsten von allen deutschen Bundesländern bargeldlos bezahlt. Über 60 Prozent aller Zahlungen erfolgt kontaktlos, d.h., entweder per NFC-Chip in der Smartwatch bzw. im Handy oder mit Karte.

In Deutschland halten vor allem die in ostdeutschen Regionen lebenden Menschen am Bargeld fest. Zwar hat sich beispielsweise in Sachsen-Anhalt die Anzahl der bargeldlosen Bezahlungen innerhalb nur eines Jahres nahezu verdoppelt, jedoch nutzen sie nur 41 Prozent der Einwohner. Deutschlandweit wurde festgestellt, dass immer mehr Käufer nicht nur höhere Beträge, sondern mittlerweile auch geringere Summen von weniger als fünf Euro bargeldlos leisten.

Was steckt hinter der NFC Technologie?

Sie ermöglicht uns das innovative kontaktlose Bezahlen, das Geldtransaktionen noch unkomplizierter macht – gerade in der Pandemiezeit ist dies hochwillkommen. Mussten wir anfangs noch die Kredit- oder EC-Karte in den Schlitz eines Lesegerätes stecken, hält man sie mittlerweile kurz vor den integrierten Sensor. In der Regel ist die Eingabe des PIN-Codes bei Beträgen bis zu 50 Euro nur noch selten erforderlich. Somit benötigen Kunden deutlich weniger Zeit für den Zahlvorgang als früher, zudem ist die gesamte Abwicklung einfacher.

NFC ist die Abkürzung für „Near Field Communication“ (deutsche Übersetzung: Nahfeldkommunikation). Es handelt sich um einen drahtlosen Übertragungsstandard, der die Datenübertragung zwischen Sender und Empfänger innerhalb eines Höchstabstandes von vier Zentimetern ermöglicht. Besteht eine größere Distanz, kann diese nicht erfolgen. Eingesetzt wird die NFC Technologie insbesondere im Payment-Bereich. Grund dafür ist, dass sie sich ausschließlich für die Übertragung kleinerer Datenmengen eignet.

Einfluss von Covid-19 auf die Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens

Seit wir mit den Schwierigkeiten der Corona-Pandemie zu kämpfen haben, möchten viele Menschen das Anfassen von Münzen und Geldscheinen vermeiden. Der Gedanke daran, dass diese durch unzählige Hände gewandert sind, schreckt ab. Infolge dessen boomt das kontaktlose Bezahlen. Fakt ist: Die meisten NFC-Nutzer verzichten auf den Einsatz von Bargeld, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Aktuell geben knapp vier Fünftel (70 Prozent) der – im Zuge einer repräsentativen Meinungsforschung – Befragten an, dass sie die Karten- oder Smart-Device-Zahlung bevorzugen. Im Mai 2020 lag die Zahl noch auf drei Viertel der Teilnehmer.

Ein Großteil der Verbraucher zahlt kontaktlos mit Karte. Allerdings stieg allein in den Monaten von September bis November 2020 der Einsatz von Smartwatch sowie Smartphone deutlich an.

person holding smartphone beside tablet computer

Smartphones und –watchs werden immer öfter für bargeldloses Bezahlen genutzt.

Vier von zehn Studienteilnehmern sagten aus, diese in dem betreffenden Zeitraum mindestens einmal genutzt zu haben. Die exakten Zahlen stellen sich wie folgt dar:

  • mehrmals täglich: drei Prozent
  • einmal täglich: fünf Prozent
  • mehrmals wöchentlich: elf Prozent
  • einmal wöchentlich: zwölf Prozent

Wie groß ist die Gefahr einer Ansteckung über Bargeld?

Einige Supermärkte fordern ihre Kundschaft auf, wenn möglich, ausschließlich bargeldlos zu bezahlen. Tatsächlich befinden sich auf älteren Geldscheinen unzählige verschiedene Bakterien. Die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 ist trotzdem äußerst unwahrscheinlich. Denn die wenigen Keime, die sich eventuell nach dem Anfassen von Banknoten an den Händen befinden, müssen zunächst in den Körper gelangen – über eine offene Wunde oder Verschlucken ist dies möglich. Eine aus diesen Bakterien resultierende Infektion ist allenfalls bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem gegeben.

Bei Euro-Münzen, deren Hauptbestandteil in den meisten Fällen Kupfer ist, ist das Ansteckungsrisiko nahezu null. Sie reinigen sich quasi selbst, sodass kaum Keime auf ihnen sitzen. Unabhängig von der Corona-Pandemie wird Verbrauchern seit Jahrzehnten geraten, die Hände nach dem Umgang mit Geld zu waschen. Es zählt zu den regelmäßigen Hygienemaßnahmen, die wir bereits unseren Kindern frühzeitig beibringen. Die bargeldlose Zahlungsvariante sollte sich trotzdem weiter durchsetzen, denn sie führt zu weniger Kontakt mit Bargeld für die Mitarbeiter an der Kasse. Gleichzeitig ermöglicht sie ihnen, einen größeren Abstand zu den Kunden einzuhalten.

„Cash only“ ist out

Läuft alles wie geplant in Schweden, wird es dort ab dem Jahr 2023 die erste bargeldlose Gesellschaft geben. Seitens der EU-Kommission steht im Raum, zumindest eine Obergrenze für Bargeldzahlungen einzuführen. Standard ist diese bereits in Frankreich (1.000 Euro), Griechenland (500 Euro) sowie in Italien (999 Euro). In Deutschland gibt es noch kein Limit, auch in Österreich, Zypern, Luxemburg und Slowenien nicht.

Während die Kunden schwedischer Geschäfte bereits jetzt häufig auf Schilder mit der Aufschrift „No Cash“ treffen, ist in Deutschland eher das Gegenteil der Fall. „Cash only“ oder „Kartenzahlung erst ab zehn Euro“ erwarten teilweise die Verbraucher. Die meisten deutschen Gastronomiebetriebe haben sich den Wünschen ihrer Kunden angepasst und bieten den bargeldlosen Rechnungsausgleich an. So gibt es mittlerweile viele Bundesbürger, die bei ihren Ausflügen innerhalb Deutschlands überhaupt kein Bargeld mehr mit sich führen.

Ausschließlich auf die bargeldlose Alternative trifft man bei uns am häufigsten in

  • Bäckereien,
  • Eisdielen,
  • Imbissen sowie
  • kleinen Geschäften.

Da viele Kunden heute die bargeldlose Bezahlmöglichkeit zur Grundausstattung eines jeden Ladens zählen, wird sicher auch bald ein Wandel in den vorbezeichneten Bereichen erfolgen. Verbraucher sehen sie mittlerweile nicht mehr als „nice to have“, sondern als „must to have“ an. Geschäftsinhaber und Co., die nicht mit der Zeit gehen, müssen somit damit rechnen, Kundschaft zu verlieren.

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