Korbmacherei Wolfgang Jacob

Von Hand geflochten

Ein Korbmacher braucht viel handwerkliches und künstlerisches Geschick.
Ein Korbmacher braucht viel handwerkliches und künstlerisches Geschick.
Es scheint eine aussterbende Gattung - der Beruf des Korbflechters oder Flechtwerkgestalters, wie es im Neudeutschen so schön heißt. In Prenzlauer Berg blieb Thilo Keskowski der Familientradition treu und kümmert sich liebevoll um alte Stühle.

Die Zeit scheint stehengeblieben in der Werkstatt von Thilo Keskowski. Der Korbflechter ist gerade dabei, Sitzfläche und Rückenlehne eines alten Holzstuhls mit geflochtenem Rattan zu versehen. Mit geübten Bewegungen webt er ein schönes Muster.

Jeden der Holzfäden versieht er mit Kleister und befestigt ihn im Rahmen. „Man braucht schon Idealismus für diese Arbeit“, resümiert er. Es sind vor allem die Liebe zum Metier und die Familientradition, die ihm Antrieb geben. Er führt den Beruf des Korbmachers bereits in vierter Generation fort. Sein Vater Wolfgang Jacob brachte ihm alles bei, 1995 übernahm er schließlich dessen Werkstatt.

Während der Vater noch ganze Theaterkulissen aus Geflochtenem herstellte, hat Keskowski sich auf die Stuhlflechterei spezialisiert. Die Stühle stammen zum großen Teil aus der Gründerzeit, das gefalle ihm sehr: „Das sind Relikte aus einer Zeit, in der man nur einmal im Leben Geld für Möbel ausgegeben hat“, sagt er.


Quelle: Der Tagesspiegel

Jacob, Wolfgang, Inh Thilo Keskowski, Berliner Str. 69, 13189 Berlin-Pankow

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