Gastro-Tipp

Neu in Prenzlauer Berg: Fine Korean Dining im Choi

Neu in Prenzlauer Berg: Fine Korean Dining im Choi
Im "Choi" sitzen die Gäste einmal rund um die Bar. Näher dran am guten Wein geht nicht.
Nur zwölf Plätze am Tresen. Serviert wird authentisches, asiatisches Essen und europäischer Wein. Was wir von zwei japanischen Restaurants bereits kennen, wird im "Choi" fortgesetzt. Ein Besuch beim neuen Edel-Koreaner im Prenzlauer Berg.

Bulgogi und mariniertes Allerlei vom Tischgrill suchst du hier vergeblich. Dafür hat das Choi gar keinen Platz. Zu klein der Gastraum, zu filigran die Einrichtung. Um den Glasvitrinen-Tresen mit allerlei Deko-Elementen, die wie im Schaukasten vor uns stehen, nimmt man automatisch andächtig Platz und schaut sich erstmal um. Hier das hauchzarte, koreanische Leibchen als Lampe an der Wand, da noch der extra Zweiertisch mit Bonsai. Draußen Lichterketten auf Birkenstämmen.

Das neue Souterrain-Restaurant zeigt gleich seine Liebe zum Detail. Genauso tritt uns Chefin Sue Choi entgegen. Seit 13 Jahren in Deutschland kam sie jetzt nach Berlin, um sich in ihrem ersten eigenen Laden der Küche ihrer Heimat zu widmen. Einige Rezepte stammen von ihrer Mutter und ihrer Oma. Auch sämtliche Saucen produziert sie selbst, inklusive der Sweet-Chili-Tunke und der feinen Shoyu-Sojasauce. Die können Gäste Dienstag- bis Freitagmittag zu Bibimbap mit Rind oder vegetarischen Glasnudeln probieren.

 

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Ein Beitrag geteilt von Restaurant Choi (@restaurantchoi) am Feb 25, 2019 um 2:00 PST

Wir allerdings empfehlen für das volle Erlebnis das Menü am Abend (Dienstag bis Sonntag). Beim Dinner Special wählst du zwischen Sinseon (vegetarisch), Seonbi (Fisch) oder Sura (Fleisch) aus. Dann kommen für 34 bzw. 39 Euro vier Gänge.

Bei der Version mit Fisch folgt auf das milde Kimchi zur Suppe das erste Highlight: der Meeresfrüchtesalat. Kumquat-Scheiben lehnen an butterweichen Jakobsmuscheln, um die sich ein Kreis aus Früchten, Rettich, Algen, Queller und Sprossen schließt. Salat klingt für dieses konsistenzreiche, zarte Gericht fast zu lapidar.

 

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Ein Beitrag geteilt von maria k. (@prstmhlzt) am Jul 29, 2019 um 5:32 PDT

Ein toller Kontrast dazu ist – weil mit richtig Aroma-Wumms – die halb frittierte, halb gebratene süß-saure Dorade danach, die mit Aubergine, Sesam und Streifen aus Eiweiß und Eigelb serviert wird. Den Reis dazu bestellt man extra und optional. Auch das wieder so eine asiatische Feinheit, die in Deutschland kaum einer kennt. Wäre doch schade, wenn für den nussigen Mungbohnen-Pancake zum Schluss kein Platz mehr bleibt.

Weil sich das Choi übrigens nicht nur als Restaurant, sondern auch als Bar begreift, noch kurz die Info, dass sich ein später Stopp hier auch für Soju, Sake und sogar Wein lohnt. Der kommt oft aus Deutschland oder Frankreich, manchmal aus Neuseeland und Argentinien (nur aus Korea nicht – weil zu teuer und überbewertet). Auch den sucht Sue Choi stets persönlich aus, „damit er immer perfekt zu unserem koreanischen Essen passt.“ Und das schmeckt man.

Wir wurden zu diesem Essen eingeladen. Danke dafür! An unserer objektiven Berichterstattung und eigenen Meinung ändert das nichts.

Choi, Fehrbelliner Straße 4, 10119 Berlin

Mobil 0176 61941932

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Lunch: Dienstag bis Freitag von 12:00 bis 14:30 Uhr
Dinner: Dienstag bis Sonntag von 18:00 bis 23:00 Uhr

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