Der zweite Besuch

Ein "Dae Mon" am Hackeschen Markt

Ein
Blick in die offene Küche des "Dae Mon". Zur Foto-Galerie
Monbijouplatz - Never change a winning team: Hyun Wanner und Felix Pahnke sind maßgeblich mitverantwortlich für den Erfolg des koreanischen Szene-Restaurants Kimchi Princess in Kreuzberg. Nun haben die beiden Freunde einen neuen Laden an den Start gebracht: Gemeinsam mit Küchenchef Song Lee eröffneten sie am 3. Oktober das "Dae Mon" in Mitte. Nach der etwas missglückten Eröffnung des Ladens vor einigen Wochen haben wir dem Restaurant nun einen zweiten Besuch abgestattet - und uns endlich richtig begeistern lassen.

Ein kleiner Rückblick: So richtig rund lief es am Eröffnungsabend im Dae Mon nicht. Die hungrigen Gäste mussten Stunden warten, bis schließlich alle Gänge des angekündigten Menüs bei ihnen eingetroffen waren. Mit der Bestellung der vegetarischen Alternativen haperte es trotz der bemühten Kellnerinnen, im Zweifelsfall wurde einfach „übersprungen“. Und im Verlauf des Abends machte dann auch noch die Toilettenanlage schlapp. So manch ein Gast verließ das Dae Mon am 3. Oktober deshalb viel zu früh und mit wenig erfreuter Miene.

Schade eigentlich – denn bei unserem zweiten Anfang November konnten wir uns davon überzeugen, dass das korenaische Restaurant seinen Platz in Berlins hipper Mitte definitiv verdient hat. Das ist natürlich an erster Stelle dem wirklich hervorragenden Essen vom Chef de Cuisine Song Lee zu verdanken. Er leitete bereits die Küchen von mesa sowie Tizian im Grand Hyatt Berlin und möchte mit dem Dae Mon „Contamporary Korean Cuisine“ – den „Geschmack Koreas, zeitgemäß interpretiert“ – in Berlin verankern.

Leckeres Häppchen: Bulgogi mit Ome Reis.
Bei unserem erneuten Besuch hatten wir die Gelegenheit, uns einmal durch die ganze Karte zu schlemmen. Die ist übersichtlich aufgebaut: Zur Wahl stehen jeweils vier Vorspeisen, vier Fisch- und Fleischgerichte sowie weitere vier Desserts. Alle Speisen können beliebig kombiniert werden. Die ausgesuchte Weinkarte sorgt für die passende Begleitung. Besonders überzeugt hat uns zunächst die vegetarische Vorspeise „Ome-Reis“ (6 Euro). Eine Mahlzeit, die laut Chefkoch Song Lee in Korea häufig mit Ketchup und gebratenem Ei kombiniert wird, und im Dae Mon als akkurates, fein gewürztes und äußerst sättigendes „Türmchen“ daher kommt. Auch die King Crabs (25 Euro) und das Maishuhn (18 Euro), jeweils mit verschiedenen kleinen Geschmacksbomben kombiniert, machten Lust auf einen erneuten Besuch. Eine besondere Empfehlung des Hauses ist das perfekt auf den Punkt gegarte Rindfleisch, dass wir (eine Vegetarierin und eine Schwangere) bei unserem Besuch leider nicht kosten konnten. Dafür genossen wir als Nachtisch unsere „Hotteoks“ (7 Euro), eine Art koreanische Mini-Krapfen, mit einer Nuss-Mischung gefüllt und Waldbeeren verziert, umso mehr.

In Sachen Style passt das Dae Mon übrigens nach Mitte wie das Maki zwischen die Stäbchen. Schwarze Wände, offene Showküche, eine frei stehende Bar und schön in Form gebrachte Materialien wie Eiche, Messing oder Bronze sowie gezielt gesetzte Farbakzente lassen keinen Zweifel daran, dass hier in Sachen Innenausstattung ein Experte für den hippen Hauptstadt-Geschmack am Werk war. Der Eindruck täuscht nicht. Schließlich konzipierte Creative Director Felix Pahnke schon die Soju Bar und das Kimchi Princess. Dort stellte auch Hyun Wanner von 2009 bis 2013 sein Können als Geschäftsführer unter Beweis. Hier sind also die Profis am Werk. Und die haben sich dementsprechend viel vorgenommen: „Wir sehen das Restaurant als eine Art Kunstprojekt. Von der Website über das Logo, die Einrichtung, die Speisen bis hin zum Lichtdesign – wir bieten dem Gast ein Gesamterlebnis, bei dem er in eine andere Welt eintaucht.“ Nicht zuletzt als Location für Feierlichkeiten aller Art bietet sich das intime und gleichzeitig gemütlich daherkommende Dae Mon damit ziemlich gut an.

Foto Galerie

Dae Mon, Monbijouplatz 11, 10178 Berlin

Telefon 03-26304811

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Montag bis Freitag von 12:00 bis 14:30 Uhr und 18:30 bis 23:00 Uhr
Samstag von 18:30 bis 23:00 Uhr

Dae Mon

Restaurant "Dae Mon".

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