Tempelhof
Spendenübergabe im St. Joseph Krankenhaus

Rote Nasen erhalten 10.000 Euro

Rote Nasen erhalten 10.000 Euro
Die Clowns des Vereins Rote Nasen, Jana Hampel und Sterling Hayden, besuchen einmal wöchentlich die Kinder des St. Joseph Krankenhauses in Tempelhof. Zur Foto-Galerie
Bei einer Visite der Clowns der Roten Nasen im St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof übergab die Stiftung Berliner Sparkasse am Montag, den 14. Januar in Anwesenheit von Gesundheitssenator Mario Czaja einen Scheck mit Spendengeldern an den Verein.

Völlig aufgeregt springt Fräulein Schleife vor dem Krankenhauszimmer des kleinen Dominique von einem Fuß auf den anderen. „Soll ich wirklich da rein gehen?“, fragt sie unsicher. Doch als sie den Raum betritt sind jegliche Bedenken wie weggeblasen und Fräulein Schleife, alias Jana Hampel, legt los, um den Patienten zum Lachen zu bringen. Denn das ist ihr Job – Jana Hampel und ihr Kollege Sterling Hayden sind professionelle Clowns des Rote Nasen Deutschland e.V.

Normalerweise sind die Nervosität und das viele Herumzappeln Teil ihrer Rolle als Clown, aber dieses Mal ist Frau Hampel wohl tatsächlich etwas aufgeregt – aus freudigem Anlass. Dr. Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse und der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja (CDU) nehmen an der Visite teil und übergeben anschließend einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an die Clowns mit den roten Nasen.

„Wir sind Meister des Scheiterns“

7000 Euro sind im letzten Jahr aus Erlösen des PS Sparens der Berliner Sparkasse für den Verein zusammengekommen. Zusätzlich entschloss sich die Stiftung der Bank, den Rote Nasen Deutschland e.V. mit weiteren 3000 Euro zu fördern. Dieses Geld kann nun genutzt werden, um noch mehr Kindern und Eltern Hoffnung und Freude zu bringen.

Dominique mit roter Nase

 „Die Figur des Clowns ist eine Figur des Scheiterns“, sagt Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter der Clowns. „Der Unterschied zum Alltag ist, dass der Clown sich dabei die Freude nicht nehmen lässt. Das merken die Kinder. Auch sie scheitern im gewissen Sinne durch ihre Krankheit. Wir Clowns geben ihnen trotzdem Hoffnung und Freude, denn wir sind Meister des Scheiterns“, so Horstkotte. „Manche Kinder wollen sogar länger bleiben, weil sie die Clowns so toll finden“, ergänzt Dr. med. Beatrix Schmidt, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Joseph.

Positiven Einfluss auf Jung und Alt

Doch nicht nur Kinder wie der kleine Dominique werden von den Clowns zum Lachen gebracht. Ein grundlegendes Prinzip des Vereins ist es, die Eltern der Kids mit einzubeziehen. Das trifft insbesondere auch auf Eltern mit Babys zu. „Oft bespielen wir als Clowns die Eltern und wenn die Mutter dann lacht, lacht das Baby häufig mit. So können wir indirekt positiven Einfluss auf die Allerkleinsten nehmen“, erklärt Horstkotte.

Die Roten Nasen Clowns sind neben der Arbeit im St. Joseph Krankenhaus in weiteren sieben Berliner Kliniken tätig, darunter das Otto Heubner Centrum für Kinder- und Jugendmedizin der Charité in Mitte und das Deutsche Herzzentrum Berlin in Wedding. Darüber hinaus unterhalten sie mit ihren heiteren Showeinlagen auch alte Menschen in insgesamt acht Senioreneinrichtungen der Hauptstadt.

 

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Foto Galerie

St. Joseph Krankenhaus, Wüsthoffstr. 15, 12101 Berlin

St. Joseph Krankenhaus

Screenshot der Website www.sjk.de

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