Gastro-Tipp

Neu in Kreuzberg: mediterranes Sharing-Konzept im Mirari

Mirari
Ob Souvlaki oder Shish-Kebab: Fleischspieße sind immer eine gute Idee. Mirari-Inhaber Shimon Rokhlin und Küchenchef Uri Triest heben den Grillklassiker nun mit einem levantischen Twist auf ein neues Level. Eine große Auswahl an Mezze, coole Drinks und ein freshes Interieur runden das Angebot ab. QIEZ war vor Ort ...

Was wäre die mediterrane Küche ohne Grillgerichte? Bereits in der Bronzezeit grillten die Griechen Fleisch am Spieß, aber auch die Osmanen, die Bewohner des Kaukasus und die Menschen im Nahen Osten setzten schon früh auf diese Art der Fleischzubereitung. Seit Jahrhunderten sind Grilltechniken also fester Bestandteil der am Mittelmeer lebenden Völker und entsprechend aus den südländischen Küchen heute kaum mehr wegzudenken. Diese Tradition wird auch im Mirari zelebriert und mit den Aromen der Levante verfeinert, um so jeden Spieß zu einem kulinarischen Erlebnis zu machen.

Am Kreuzberger Ende der Friedrichstraße, nur zwei Gehminuten vom U-Bahnhof Kochstraße/ Checkpoint Charlie entfernt, haben Shimon Rokhlin und Uri Triest im Oktober letzten Jahres das Restaurant Mirari eröffnet. Gastgeber Shimon hat sich bereits mit den Restaurants Mont Raw und Mezze Bar in Prenzlauer Berg einen Namen gemacht, während Küchenchef Uri, der schon als Koch in Italien und in Berlin gearbeitet hat, mittlerweile vor allem als Rezeptentwickler und kulinarischer Berater tätig ist. Gemeinsam mit Sophia Giesecke brachte Uri letztes Jahr das Kochbuch Shemesh-Kitchen raus, das vom Deutschen Kochbuchpreis als bestes Newcomer-Kochbuch 2023 ausgezeichnet wurde. Der erfolgreiche Background der beiden Profis steigert natürlich unsere Erwartungen auf einen genussvollen Abend im Mirari.

Im Mirari finden auch größere Gruppen genug Platz.

Auffällig sind im Gastraum des Mirari die vielen natürlichen Gelb- und Beigetöne, die sich von der Wand über die Tische bis hin zu kleinen Design-Elementen wie Vasen, Tüchern und Leuchten ziehen. Im hinteren Bereich des L-förmigen Raums wird das Farbkonzept um zarte Grüntönen und Pflanzen ergänzt, so dass eine Art Oase entsteht. Voraussichtlich ab Mai wird dieses Design-Konzept durch eine ruhige, begrünte Terrasse im Innenhof vollendet.

Wir setzen uns an einen Tisch mit Blick auf die offene Küche und bestellen eine bunte Auswahl an Mezze, also Vorspeisen, die traditionell in der Mitte des Tisches platziert werden. Von knusprig gebratenen Panisses, einer Kreuzung aus Polentaschnitte und Pommes frites, über Labneh mit Aprikosen-Za’atar-Dressing bis zu Entenleberpastete mit Granatapfel und Pistazie: Wir genießen die großartige Vielfalt an Geschmäckern, Aromen und Texturen. Dazu gibt es Focaccia-Sticks mit Oliven, karamellisierten Zwiebeln und eingelegter Zitrone sowie Kubana, ein jemenitisches Brot, welches mit aufgeschlagener Butter, Holzkohlenöl und geräuchertem Salz aufgetischt wird.

Neben einer großen Auswahl an Weinen, die vorwiegend aus Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland kommen, gibt es auch spannende Cocktails. Wir probieren den würzigen Spicy Sailor, eine Komposition aus dunklem Rum, Zitrone, Eiweiß, Ingwer, Nelken und Vanille, sowie den Dream of Elegance, der mit Gin, Holunderblüte, Limette, Weißwein und trockenem Wermut den Frühling ins Cocktailglas bringt (je 13 Euro).

 

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Doch nun zu den Stars des Abends: meisterhaft gegrillte Spieße. Ob Grilled Red Prawns mit Chili-Tamarind-Glasur und Tomatenpulver oder knuspriger Oktopus mit Schwarzer-Knoblauch-Glasur: Hier werden Fans von Meeresfrüchten glücklich. Chicken Shashlik mit eingelegten Zwiebeln und Petersilie sowie Hanger Steak Tagliata mit Rucola und gegrillter Zitrone stehen hingegen für die exzellente Fleischqualität im Mirari ein. Wilder Brokkoli mit Chili-Öl und Sesam und knusprige Kartoffeln mit Harissa, Koriander, Limette und Knoblauch erweisen sich dann als genussreiche Begleiter. Wer auf tierische Produkte verzichtet, greift zur BBQ-Aubergine mit Granatapfelglasur. Oder wie wäre es mit knusprigen Austernpilzen, angebrannter Zitrone und einer würzigen Kräutermischung? Alles schmeckt großartig.

Wir haben zwar schon genug probiert, lassen uns dennoch zu zwei Desserts überreden. Die Mousse au Chocolat mit karamellisierten Pinienkernen und Olivenöl ist ein Muss für Schoko-Fans. Sie hat einen angenehmen Crunch und ist nicht zu süß (9 Euro). Unsere Favoriten sind aber die fluffigen Loukoumades, also frittierte Teigbällchen, die mit Kardamom und Orange überzogen werden und so einen würzigen Kick haben (8 Euro).

Bist du beruflich in Mitte unterwegs? Dann ist nicht nur die Lage des in der Friedrichstraße gelegenen Mirari perfekt, sondern auch der lukrative Mittagstisch. Für 20 Euro erhältst du ein Mezze, einen Zwischengang, zwei Spieße und eine Beilage deiner Wahl. Die bodentiefen Fenster lassen den langen Gastraum tagsüber in einem besonderen Licht erstrahlen. Schöner kannst du deine Mittagspause also gar nicht verbringen!

Mirari Restaurant, Friedrichstraße 30, 10969 Berlin

Festnetz 030 64469249

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Lunch: Dienstag bis Freitag von 12:00 bis 15:00 Uhr
Dinner: Dienstag bis Samstag von 18:00 bis 22:30 Uhr

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