• Montag, 17. Dezember 2012

QIEZ-Blogger: Blog@inBerlin

Das Bethanien in Kreuzberg

  • Mariannenplatz Kreuzberg Bethanien
    Das ehemalige Diakonissen-Krankenhaus und spätere Künstlerhaus Bethanien ist ein Wahrzeichen des Mariannenkiezes. Foto: QIEZ - ©QIEZ

Krankenhaus, Künstlerquartier und linke Bastion: Heute berichtet unser Kooperationspartner Blog@inBerlin über die bewegte Geschichte des Bethanien in Kreuzberg.

Das Bethanien am Mariannenplatz in Kreuzberg ist nicht zu übersehen - ein langgestrecktes Gebäude hinter einem leeren Platz, das Portal eingerahmt von zwei Türmen und einer Glocke.

Gegründet wurde das Bethanien als "Central-Diakonissenanstalt und Krankenhaus Bethanien" im Auftrag König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Von 1845 bis 1847 wurde es auf dem damaligen Köpenicker Feld nach Plänen des Architekten Ludwig Persius errichtet, später nach Plänen von Lenné erweitert. 1848/1849 arbeitete dort Theodor Fontane als Apotheker.

Bürger machen gegen Abriss mobil

1970 wurde das Krankenhaus stillgelegt, durch  Bürgerinitiativen konnte der Abriss verhindert werden. Seitdem steht das Gebäude unter Denkmalschutz. 1971 wurde ein Nebengebäude des ehemaligen Krankenhauses besetzt, die Band Ton Steine Scherben singt hiervon in ihrem Rauch-Haus-Song (das Haus wurde durch die Besetzer in "Georg-von-Rauch-Haus" umbenannt). Auch 2005 wurden noch mal zwei Etagen im linken Seitenflügel besetzt.

Heute wird das Bethanien vor allem als Künstlerhaus von kulturellen, künstlerischen und sozialen Einrichtungen und selbstorganisierten Initiativen genutzt. Das "Künstlerhaus Bethanien" hat hier seinen Ursprung und blieb dort bis 2010. Im Gebäude befinden sich heute u.a. eine Druckwerkstatt, eine Musikschule, Ausstellungsräume und Jugend- und Sozialeinrichtungen. Im Sommer kann man auf dem Gelände ins Freiluftkino gehen.

Der Name "Bethanien" verweist übrigens auf einen biblischen Ort, an dem Jesus Lazarus von den Toten auferstehen ließ.

Kreuzberger St. Thomas-Kirche

In direkter Nachbarschaft des Bethanien steht die St. Thomas-Kirche. Zur Zeit ihrer Erbauung zwischen 1865 und 1869 war die Kirche mit 3.000 Plätzen der größte Sakralbau Berlins und die St. Thomas-Gemeinde mit ca. 150.000 Mitgliedern eine der größten evangelischen Gemeinden der Welt. Die 56 Meter hohe Kuppel wird von zwei 48 Meter hohen Türmen eingerahmt. Nachdem die Kirche 1985 wegen Asbest-Verseuchung und 1998 wegen einer erneuten Sanierung der Außenfassade geschlossen werden musste, ist das Gotteshaus seit 1999 wieder geöffnet.

 

Dieser Text wurde uns zur Verfügung gestellt von Blog@inBerlin, dem Berlin-Portal für Stadtentdecker.

Künstlerhaus Bethanien

Kottbusser Str. 10
10999 Berlin

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Quelle: Blog@inBerlin
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