• Montag, 09. Dezember 2013
  • von Nikolaus Triantafillou

Neuer Bildband erfolgreich gestartet

Wie die Zeit in Kreuzberg vergeht

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  • Kreuzberg 1968-2013 von Dieter Kramer
    Naunynstraße um 1970. Foto: externe Quelle - ©Dieter Kramer
  • Kreuzberg 1968-2013 von Dieter Kramer
    Blick in die Hinterhöfe der Sorauer Straße 1970. Foto: externe Quelle - ©Dieter Kramer
  • Kreuzberg 1968-2013 von Dieter Kramer
    Gestern und heute: Das Cover des Bildbands. Foto: externe Quelle - ©Dieter Kramer
  • Kreuzberg 1968-2013 von Dieter Kramer
    Muskauer Straße 1973 Foto: externe Quelle - ©Dieter Kramer
  • Kreuzberg 1968-2013 von Dieter Kramer
    Die Maschinenfabrik Prakma vor dem Abriss 1977. Foto: externe Quelle - ©Dieter Kramer

SO 36 – Ein Bildband des Autoren und Fotografen Dieter Kramer skizziert mit über 500 Abbildungen den Wandel des östlichen Kreuzberg vom ärmlichen Arbeiterviertel im Schatten der Mauer zum Szenekiez während der letzten 45 Jahre. Das Interesse ist rege: Gut einen Monat nach Erscheinen kam nun bereits die zweite Auflage in den Handel.

Dieter Kramer hat offensichtlich einen Nerv getroffen: Sein Fotoband "Kreuzberg 1968-2013. Abbruch, Aufbruch, Umbruch" verkauft sich ausgesprochen gut. Es scheint ein großes Interesse an den Veränderungen zu geben, denen der Stadtteil in den vergangenen 45 Jahren unterworfen war. Naheliegend ist die Vermutung, dass es gerade die Neu-Kreuzberger oder Neu-Berliner sind, die sich die Lokalgeschichte vor Augen führen wollen. Schließlich ist der Wandel so unübersehbar wie in keinem anderen Westbezirk.

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Der Bildband im Querformat beinhaltet auf 216 Seiten 550 Abbildungen. Darunter sind eine Reihe von Panoramaaufnahmen, doch nur wenige seitenfüllende Fotos. Dieter Kramer, der sowohl für die Bilder als auch die Texte verantwortlich ist, arbeitet vor allem mit der Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Motiven. Viele der älteren Fotos sind in Schwarz-Weiß gehalten. Aufgebaut ist der Band wie ein Spaziergang durch das als SO 36 bekannte östliche Kreuzberg: Von der Oberbaumbrücke geht es über Wrangelkiez, Reichenberger Straße, Kottbusser Tor und Oranienstraße bis zum Moritzplatz. Diese Systematik ist ansprechend – eine thematische Gliederung vermisst man angesichts der ohnehin gegebenen Vielfalt des Stadtteils nicht.

Persönlicher Bezug sorgt für Authentizität

Die Beschränkung auf den östlichen Teil Kreuzbergs ergibt durchaus Sinn. Eine der großen Stärken des Buchs und gleichzeitig Differenzierungsmerkmal zu vielen ohne roten Faden produzierten Bildbänden ist die persönliche Verbindung des Autors zu seinem Sujet. Kramer zog 1968 in eine Hinterhofwohnung in der Lübbener Straße und blieb dem Stadtteil seither treu. Viele Jahre arbeitete er als Fotograf und Ausstellungsgestalter im Bereich Städtebau und Stadtentwicklung. In den 1970er Jahren gehörte er zu den Mitbegründern der damals sehr erfolgreichen Lokalzeitung "Südost Express".

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Fast alle Aufnahmen von 1968 an stammen von Kramer selbst, viele der älteren Bilder aus seiner persönlichen Fotosammlung. Die lokale Verwurzelung des Autoren entnimmt man auch seinen Texten zu Straßen, Plätzen, Gebäuden und Unternehmen – verstärkt wird dieser Eindruck durch persönliche Anekdoten. Kramers Verdienst ist es auch, dass er mit seinen Beispielen gelungener und weniger gelungener Stadtentwicklung aus 45 Jahren zur Kontextualisierung und Differenzierung in der Gentrifizierungsdebatte beiträgt.

Der Bildband "Kreuzberg 1968-2013. Abbruch, Aufbruch, Umbruch" ist im Nicolai-Verlag erschienen und kostet 29,95 Euro.

Adresse

Mariannenplatz 2
10997 Berlin

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Quelle: QIEZ
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