Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Verbrecherischer Abend in Friedrichshain

Verbrecherischer Abend in Friedrichshain
Gerlinde erlebt mörderisch gute Stimmung und leckeres Essen im Kriminaltheater Berlin in Friedrichshain
Gerlinde Jänicke ist Moderatorin bei 94,3 rs2. In ihrer Kolumne auf QIEZ verrät sie jede Woche exklusiv ihre liebsten Orte, besondere Events und mehr. Diesmal besucht sie das Berliner Kriminaltheater in Friedrichshain.

Es gibt so viele tolle Orte in Berlin, so viel zu erleben, so viele Möglichkeiten, dass selbst die Menschen, die in dieser Stadt leben, dazu neigen, Lieblingsorte einfach zu vergessen, weil das Angebot so reichhaltig ist. An einem dieser Orte, die für mich wunderbar sind, die ich aber gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, war ich vor ein paar Tagen zu einer Lesung: Im Berliner Kriminaltheater mit einem guten Freund, Angelo Colagrossi. Ich durfte aus seinem aktuellen Buch: „Herr Blunagalli auf großer Kreuzfahrt“ lesen. Im weitesten Sinne auch ein Krimi, wenn auch ein sehr lustiger. Es geht um einen Autoren, der auf einem Schiff seine Schreibblockade überwinden möchte und dabei in einen Diebstahl verwickelt wird, mit dem er eigentlich gar nichts zu tun hat.


Das Berliner Kriminaltheater im Friedrichshain, die Spielstätte im Umspannwerk Ost, gibt es seit 17 Jahren,
jedes Jahr gibt es drei Neuinszenierungen des 80-Personen-Ensembles, natürlich immer zum Thema Krimi und Psychothriller. Zudem finden im Jahr etwa fünf Lesungen statt, Buch-Premieren und szenische Textinterpretationen. Ein guter Freund hat vor einiger Zeit die Bühne mit Platz für 200 Gäste im bestuhlten Zuschauerraum für eine Feier gemietet, mit verschiedenen Acts und Musik als Unterhaltungsprogramm. Das Ganze hatte mit Krimi und Psychoterror wenig zu tun, aber die Location an sich ist einfach cool und trotz der Größe sehr persönlich und gemütlich.

Feucht-fröhlicher Abend mit Freunden

Toll ist auch die Gastronomie im Umspannwerk. Dort, wo früher sieben große Transformatoren standen, um Berlin mit Strom zu beliefern, stehen jetzt Tische und Stühle, das Ambiente der einstigen weiten Maschinenhalle ist ziemlich außergewöhnlich und besonders. Es gibt nun zwei Etagen, um für ein Dinner einen Lieblingsplatz zu finden, eine Galerie und eine offene Küche. Zu den Gerichten auf der Karte gehören Cheeseburger, Tagliatelle, Wildgulasch, Rumpsteak, Fisch und Vegetarisches. Mein persönliches Empfinden: Es ist ziemlich laut und gesellig. Was perfekt für einen feucht-fröhlichen Abend mit Freunden ist, für ein erstes romantisches Date vielleicht eher ungeeignet. Empfehlenswert sind auch die Dinnershows ab 20.00 Uhr, hier gibt es eine Kombination aus gutem Programm und gutem Essen und Prosecco-Empfang, in der Pause wird Maispoulardenbrust an Sherryjus und grünem Spargel mit Kartoffeln-Zuckerschoten-Püree serviert. Das Ganze zum fairen Preis von 42,00 Euro pro Person.

Die Theaterstücke sind gut gewählt, da bekannt und beliebt. Derzeit stehen auf dem Spielplan: Die Vögel, Tod auf dem Nil, Arsen und Spitzenhäubchen. Und natürlich die beiden Stücke nach dem Roman des coolsten deutschen Schriftstellers überhaupt, Sebastian Fitzek. Der Seelenbrecher und die Therapie stehen fest auf dem Programm, die nächste Vorstellung der Therapie läuft Montag um 20.00 Uhr. Wer in der Nähe arbeitet und Lust auf ein schnelles Mittagessen hat, das gibt’s hier auch, ab 11.30 Uhr. Das dann ganz ohne Arsen im Spitzenhäubchen!

Kriminaltheater, Palisadenstraße 48, 10243 Berlin
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