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Ku’damm: Entscheidung über Kübel deluxe naht

Ku’damm: Entscheidung über Kübel deluxe naht
Der einstimmig gewählte Entwurf "Twist" vor einem typischen Ku'damm-Shop - im Modell.
Auf dem Kurfürstendamm soll es künftig schöner blühen, finden Geschäftsleute, Stadtentwickler und Bezirksamt. Studierende des Fachbereichs Objektbau an der TU Berlin hatten sich der Gestaltung ansehnlicher Blumenkübel angenommen, vier Modelle wurden von einer Jury vorausgewählt. Nun sind sie zwei Wochen im Neuen Kranzler Eck zu sehen - und die ansässigen Ladeninhaber sollen sich auf einen Entwurf einigen.

Die Wiederbelebung des Kurfürstendamms ist schon weit vorangekommen – nun sollen neue, einheitliche Pflanzgefäße dafür sorgen, dass der Boulevard auch mit seiner Blumenpracht glänzen kann. Die Gestaltung der repräsentativen Kübel lag in den Händen von Master-Studenten der Lehrveranstaltung „Themenbezogener Objektbau“ an der Technischen Universität (TU). Am 12. Februar präsentierten sie in einem leer stehenden Ladengeschäft im Neuen Kranzler Eck ihre elf Entwürfe.

Bewertet wurden die teilweise sehr unterschiedlichen Modelle im 1:5-Format von einer zehnköpfigen Jury. Unter deren Mitgliedern waren Bezirksstadtrat Marc Schulte (SPD), Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Arbeitsgemeinschaft (AG) City, die sich für die Entwicklung der City West engagiert, sowie Mitarbeiter des TU-Fachbereichs Landschafts-/Objektbau. Professorin Cordula Loidl-Reisch, deren Studenten die Entwürfe in kurzen Vorträgen erklärten, betonte die Wichtigkeit, den Ku’damm als „globale Straße“ zu begreifen – ihren Schützlingen stellte sich also eine besondere Aufgabe.

Schwierige Jury-Entscheidung

Nach der Präsentation der Modelle machte sich die Jury an die Arbeit. Von allen Seiten war zu hören, wie schwer die Aufgabe angesichts der hohen Qualität der Entwürfe sei. In mehreren Durchgängen einigten sich die Juroren schließlich auf vier Gefäße, die nun von der AG City mit den Geschäftsleuten am West-Boulevard abgestimmt werden. Dazu sind die vier Entwürfe bis zum 28. Juni noch einmal in der Passage im Neuen Kranzler Eck zu sehen. Außerdem bekamen die ansässigen Geschäftsinhaber Stimmkarten zugesandt und können sich bei einem „City Talk“ am 25. Juni erneut über die Modelle austauschen.

Zunächst geht es bei der Entscheidung um den Bereich zwischen Olivaer Platz/Leibnizstraße und Knesebeckstraße. Hier sind nach Angaben der AG City 88 Geschäfte zu finden; bei einer vollständigen Beteiligung könnten bis zu 160 stilvolle Blumenkübel aufgestellt werden. Ob es zu einer Einigung auf ein Modell kommt oder gar noch weitere Vorschläge eingebracht werden, ist jedoch offen.

Die einzige Arbeit, die bei der Jury-Entscheidung im Februar ohne Gegenstimme blieb, war das Modell „Twist“ von Mathias Lax und Daniel Hagedorn. Ihre Gefäße, die aus Messing oder Stein bestehen können, sollen an die Fußgängerströme einer Einkaufsstraße erinnern, die sich verwirbeln – sie sind charakteristisch verdreht. Wie die meisten Studenten haben Lax und Hagedorn verschiedene Größen und eine Bepflanzung für alle Jahreszeiten geplant.

Viele Formen und Farben

Ebenfalls in der Endausscheidung ist das Modell „Vannerie“, das schlicht in der Form, aber von luxuriöser Qualität sein soll. Dieses Gefäß erinnert zunächst ein wenig an einen Bastkorb, besteht aber aus oxidiertem Aluminium – ein Material, das sehr resistent gegen Korrosion, Verkratzen  und Säure ist. Das Modell „Discus“ ist ein modulares System, welches aus mehreren Scheiben zusammengesetzt wird, die unterschiedlich hoch sein können. In der Mitte wird das Pflanzbett aus Geo-Textilien eingesetzt. Die Jury lobte hier unter anderem die Flexibilität beim Material.

Beim Entwurf „Prêt-à-Porter“ überzeugte die Juroren nicht nur der unschlagbar günstige Preis, sondern auch die Einzigartigkeit des Konzepts. Es handelt sich um eine Art Kleid für die eigentlichen Töpfe. Eine einzige goldfarbene Metallplatte wird mit Winkeln gekantet und sieht dadurch sehr charakteristisch aus.

Weitere Informationen zum Projekt „Kudamm de luxe“ auf den Seiten der AG City.

 

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