Praktisch und wohnlich

Fünf Tipps für die perfekte Küchenplanung

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Schön, wenn in der Küche alles an seinem Platz ist. Besonders gut klappt das, wenn schon die Küchenplanung stimmt.
Neue Küche gefällig? Wenn auf begrenztem Raum Geschirr, Geräte, Zutaten und Arbeitsflächen zum Kochen untergebracht werden sollen, ist wenig Platz für Fehler. Bei deren Vermeidung helfen dir unsere Tipps...

Am Anfang steht eine realistische Grundidee

Ist die Küche der wichtigste Raum der Wohnung? Ganz so weit ist es vielleicht noch nicht. Doch in Zeiten, in denen Kochen allgegenwärtig scheint und der Ort des Geschehens häufig – und nicht nur bei WG-Partys – auch der Begegnung dient, sollte man sich dort unbedingt wohlfühlen. Du solltest deine Küche bei der Planung aber nicht mit Erwartungen überfrachten. Die Größe und die Form des Raums sind wesentliche Eckpfeiler, die sich je nach Baufortschritt womöglich nicht mehr oder nur schwer ändern lassen. Denke bei deiner Grobplanung also an das, was du hast! Reicht der Platz wirklich für eine Wohnküche oder Mittelinsel? Ähnlich realistisch solltest du an die Budgetfrage herangehen: Es hilft, wenn man eine genaue Vorstellung davon hat, was man bereit und in der Lage ist, auszugeben.

Die Idealküche gibt es am ehesten beim Fachmann

Ja, man kann auch mit der absoluten Standardküche einer großen Möbelhauskette glücklich werden. Aber sobald es etwas individueller sein darf, wendest du dich mit der Feinplanung am besten an einen Fachmann. Viele Küchenstudios bieten Planung, Bestellung und Aufbau aus einer Hand. Auch wenn du die Komplettbetreuung nicht brauchst: Bei Details sollten die Experten ran. Äußerst wichtig ist etwa das Aufmaß. Hierbei sind nicht nur die genaue Größe des Raums, sondern auch Vorsprünge, Fenster, Wasseranschluss, Heizkörper sowie Zahl und Lage der Steckdosen von Bedeutung. Fehler können richtig nervig werden. Ebenfalls entscheidend: die Höhe der Arbeitsflächen. Sie sollte davon abhängig gemacht werden, wie groß die Hauptnutzer*innen der Küche sind. Ein Tipp vor dem Gang ins Küchenstudio: Gib dort ruhig ein etwas schmaleres Budget an, als du wirklich zur Verfügung hast – nach der Planung liegt man meistens drüber.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Laura (@the_indigo_house) am Jun 7, 2020 um 11:52 PDT

Bedenke bei der Materialwahl immer Optik und Funktionalität

Viele Menschen haben bei der Planung ihrer Küche schon einen bestimmtem Look im Kopf – ob Landhaus oder Industrial Design. Doch die Funktionalität sollte dabei keinesfalls zu kurz kommen. Das gilt für Geräte, Schränke und ganz besonders die Arbeitsflächen. Hier gibt es nicht nur bei der Optik, sondern auch bei den Eigenschaften der gängigen Materialien beträchtliche Unterschiede. Wer auf Loft-Chic steht, denkt vielleicht an Beton. Der ist aufgrund seiner Robustheit und Kratzfestigkeit gut für den Arbeitsbereich geeignet, allerdings auch sehr schwer. Granit ist ein besonders unempfindlicher und gut zu reinigender Naturstein, dafür recht teuer. Du bevorzugst einen mediterranen Stil? Marmor ist weniger düster als Granit, aber anfälliger für Flecken und nicht so hart. Holz kann eine Küche ungemein wohnlich machen, aber auch vergleichsweise leicht beschädigt werden. Vor Flecken und Wasser ist ebenfalls Vorsicht geboten. Überlege dir bei der Materialwahl also nicht nur, was du in deiner Küche wo machen willst, sondern auch, wie viel Pflege du bereit bist, zu investieren.

Nutze den vorhandenen Platz

Es lohnt sich unbedingt, eine Küche großzügig zu planen und etwas Platz zu lassen. Selbst bei kleinen Räumen sollte noch etwas Spielraum für Neuanschaffungen da sein, denn die kommen meistens – ob ein Stück High Tech oder nur ein neues Set Gläser. In tiefen Küchenschränken und -schubladen bringst du mehr Geschirr und Besteck unter – achte aber auf die Erreichbarkeit! Um eine Ecke perfekt auszunutzen, bietet sich etwa ein Schrank mit drehbarer Abstellfläche an. Moderne Kombigeräte, die etwa Backofen und Mikrowelle vereinen, helfen ebenfalls beim Platzsparen. Besonders wichtig: Plane die Arbeitsflächen nicht zu klein! Sich beim Kochen ausbreiten zu können und nicht alles sofort voll gestellt zu haben, ist ein Stück Lebensqualität.

Spare dir vermeidbare Putzzeit

Ein wichtiger Punkt und häufig auch Streitpunkt bei Paaren, Familien und in WGs: Wer macht nach der Küchenschlacht wieder sauber? Ganz wirst du dem Problem nicht aus dem Weg gehen können, aber wer schon bei der Planung der Küche mitdenkt, hat es später leichter. Putzzeit spart sich etwa, wer auf einen Backofen mit Pyrolyse-Funktion setzt: Mit deren Hilfe werden die Rückstände und Flecken bei hoher Hitze zu Asche verbrannt und können einfach weggewischt werden. Etwas günstiger sind Spezialbeschichtungen, an denen vergleichsweise wenig haften bleibt. Sinnvoll ist es außerdem, Spüle und Spülmaschine direkt neben- oder nah beieinander unterzubringen. So ist es einfacher, Geschirr nach dem Vorspülen ohne Tropfen in die Maschine zu stellen. Und auch beim Müll lohnt sich eine praktische, zentrale Lösung: Wenn es der Platz hergibt, sollten alle Eimer für eine korrekte Mülltrennung in einem Schrank untergebracht werden – am besten natürlich in der Nähe des Arbeitsbereichs.

Damit dir bei der Küchenplanung garantiert kein Fehler unterläuft, kannst du dich auch hier umschauen.

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