Stadtentwicklung Friedrichshain

Sie sorgen für gute Nachrichten vom RAW-Gelände

Sie sorgen für gute Nachrichten vom RAW-Gelände
Ihnen gehört ein großer Teil vom RAW-Gelände: Hans-Rudolf und Lauritz Kurth sind geschäftsführende Gesellschafter der Kurth Gruppe.
Endlich mal was anderes als Drogen, Gewalt und Gentrifizierung: Auf dem RAW-Gelände geht es voran. Die neuen Eigentümer meinen es ernst und sichern alten Mietern ihre Zukunft an der Revaler Straße.

Seit 2015 gehören zwei Drittel des RAW-Geländes in Friedrichshain der Immobilienfirma Kurth aus Göttingen. Seither geht die Angst um. Das große Wort Gentrifizierung schwebt über allen möglichen Änderungsvorschlägen. Die Skatehalle, der Kletterkegel, Bars und Clubs auf dem Gelände bangen um ihre Mietverträge. Einige können jetzt aufatmen.

Das Familienunternehmen aus Göttingen scheint sich an die Forderungen des Bezirks zu halten, laut denen das Kulturangebot auf dem RAW-Gelände erhalten bleiben soll. Hans-Rudolf Kurth hat davon gesprochen, das Gelände „entsprechend der derzeitigen Nutzung und der zentralen Lage“ zu entwickeln. Jetzt wurden laut Informationen der BZ tatsächlich erste Mietverträge verlängert.

Alle Künstler dürfen bleiben

Demnach dürfen alle 60 Kunstschaffenden für mindestens drei weitere Jahre auf dem Areal filzen, töpfern oder schneidern.

Und endlich gibt es auch konkrete Pläne zum Ausbau des Geländes. Die erste Nachricht: Die Neue Heimat kommt mit neuem Betreiber wieder. Neuigkeit Nummer zwei: Die Kurth-Gruppe sagte gegenüber dem rbb, sie wolle die ehemalige Radsatzdreherei am südlichen Rand des RAW-Areals für insgesamt sechs Millionen Euro zu einem Haus mit Büros und Proberäumen ausbauen. Im Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen. Von Wohnungen ist nach wie vor keine Rede. Passt ja auch gar nicht zum versprochenen Erhalt der Kulturszene.

Ein von Sophie (@greystripe_) gepostetes Foto am 13. Nov 2015 um 9:33 Uhr

Neben Kunst und Party plant die Kurth-Gruppe aber auch Kommerz: an der Warschauer Straße stellt sich die Firma Neubauten für Einzelhandel, Galerien, Büros und Design-Manufakturen vor. Auch von einer Kita an der Revaler Straße ist die Rede. Das alles ist aber an das wichtigste Versprechen des Unternehmens geknüpft: Weitere Maßnahmen sollen Anwohner und Nutzer in einem Bürgerbeteiligungsverfahren mitbestimmen.

Du möchtest hinter die Kulissen des RAW-Geländes schauen? Am 24. April 2016 laden Locations zum Tag der offenen Tür. Mit dabei: die Bar Zum Schmutzigen Hobby, Crack Bellmer, die Skatehalle Berlin und der soziokulturelle Verein RAW/cc. Mehr Infos stehen auf Facebook.

 

RAW-Gelände, Revaler Straße 99, 10245 Berlin

RAW-Gelände

Ruinenromantik. Im Jahr 1867 wurde hier die "Königlich-Preußische Eisenbahnhauptwerkstatt" eröffnet, die später den Namen Reichsbahnausbesserungswerkstatt (RAW) bekam.

XMAS Newsletter

Weitere Artikel zum Thema Wohnen + Leben

Ausbildung + Karriere | Service | Wohnen + Leben

Werde freier Redakteur (m/w/d) bei QIEZ!

Dein Berlin. Dein Bezirk. Dein Kiez! Du erzählst gern selbst die Geschichten vor deiner Haustür […]
Wohnen + Leben

Döner essen und dabei Gutes tun

Seit 2012 versucht die Kampagne "One Warm Winter", junge Menschen für Obdachlosigkeit zu sensibilisieren. Gemeinsam […]