Kunstfestival im st.GEORG

Die Muse zeigt sich in Kreuzberg

Elena Tamburini, "Follow the Leader", Oil on Canvas, 2013.
Elena Tamburini, "Follow the Leader", Oil on Canvas, 2013.
Wassertorkiez – Das Kunstfestival "Kissed by A.muse" widmet sich in dieser Woche der jungen, aufstrebenden Berliner Szene, die jenseits der etablierten Galerien von Mitte Tag für Tag ihre Kreativität beweist. Als Ort für die Zusammenkunft haben die Macher eine Kreuzberger Location mit alternativem Charme gewählt.

„Das st.GEORG hat sich einen Namen als Plattform für Berliner Künstler und Kreative gemacht. Es ist deshalb der ideale Platz, um Künstler und Kunstinteressierte zusammenzubringen“, findet Julie Anne Miranda-Brobeck, die Kuratorin und Gründerin von a.muse Berlin. A.muse ist Kunstmagazin und Kulturprojekt und versteht das Festival ausdrücklich als Alternative zur ‚großen‘ Berlin Art Week, die parallel im Stadtteil Mitte stattfindet. Während der vier Veranstaltungstage werden im st.GEORG Werke von 15 aufstrebenden Jungkünstlern präsentiert: Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Malerei – dazu kommen Installationen, Filme und, natürlich, eine Party zur Eröffnung.

Berlin ist nicht nur die künstlerische Heimat der Ausgestellten, sondern auch deren gemeinsamer Quell der Inspiration, wie Miranda-Brobeck betont: „Mir ist es wichtig, dass Berlin als Muse der Künstler sowie die Künstler als Muse von so vielen Berliner Einwohnern und begeisterten Besuchern im Mittelpunkt von KISSED BY A.MUSE stehen.“

Inspiriert von Berlin

In einem Manifest, das pünktlich zur Berlin Art Week und dem eigenen Festival veröffentlicht wurde, nennen die Macher Beispiele für die Kunst, die sie zu der Veranstaltung inspiriert hat: Der ehemalige Feuerwehrmann, der einem in einer verrauchten Bar am Kottbusser Tor von seiner Wandlung zum Künstler erzählt. Eine junge Studentin von der Universität der Künste, die „atemberaubende“ Ölbilder malt. Oder einen australischen Street Artist, der bei einer Vernissage seinen Eltern Kunstwerke auf Arme und Beine tätowiert.

Parallel zur Ausstellung im st.GEORG finden von Künstlern veranstaltete Workshops statt. So führt etwa ein Street Artist in die Technik des ‚Stenciling‘ ein, es gibt Kurse in Life Drawing, Portraitzeichnen sowie Skulptieren. Ganz nebenbei hebt Kissed by a.muse also auch die Trennung zwischen Künstler und Ausstellungsbesucher auf und wischt jede Form von Elitismus beiseite.

„Kissed by a.muse“ startet am 17. September um 18 Uhr, die Kick-Off Party mit Performances um 21 Uhr. DJs legen Funk, Soul, Disco und Electro auf, darüber hinaus kommen ganz altmodisch Kassetten und Walkmen zum Einsatz. Ausstellung und Workshops laufen bis zum 20. September.

st.GEORG Berlin, Ritterstraße 26, 10969 Berlin

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