Temporäre Projekte

Hier gibt es bald Kunst!

Hier gibt es bald Kunst!
Auf dem Victor-Klemperer-Platz möchte Uwe Jonas ab 18. August für die Marzahner kochen und mit ihnen essen - aber nur bei schönerem Wetter.
Marzahn-Mitte - Der Straßenraum der Marzahner Promenade wird in diesem Sommer zum fünften Mal Schauplatz mehrerer temporärer Kunstprojekte. Die Interaktion mit den Bürgern ist darin ebenso zentral verankert wie die öffentliche Sichtbarkeit. Noch unklar ist allerdings die Zukunft der künstlerischen Interventionen.

Kunst in den städtebaulich herben Gegenden von Marzahn-Hellersdorf zu etablieren – bestenfalls im öffentlichen Bewusstsein – ist eine Herausforderung und lohnende Aufgabe gleichzeitig. Eine Reihe von Akteuren, mit und ohne Verbindungen zum Bezirksamt, arbeitet unermüdlich an diesem Ziel. Einer der sichtbarsten Erfolge dieser Arbeit ist die jährliche Reihe temporärer Kunstprojekte in der Marzahner Promenade. Dabei wird in den Aktionen und Installationen der Schauplatz selbst thematisiert: Es geht darum, wie das Zentrum des Stadtteils funktioniert und welche Potenziale es als Wohn- und Lebensort hat.

Auch in diesem Jahr hatte das Bezirksamt sechs KünstlerInnen eingeladen, Konzepte für die Reihe einzureichen. Drei von ihnen wurden ausgewählt und können ihre Ideen in diesem Sommer realisieren – gefördert werden die Projekte vom Bund-Länder-Programm Aktive Zentren.

Bürgerbeteiligung erwünscht

Stephanie Hanna ist bereits seit einigen Tagen und noch bis 7. Juni auf der Marzahner Promenade anzutreffen, um mit AnwohnerInnen über deren Rezepte für ein gutes Leben zu sprechen. Die Künstlerin plant, daraus eine Collage zu machen, die am 5. Juli zwischen 17 und 20 Uhr mit flüssiger Kreide im nordöstlichen Teil der Promenade auf den Fußgängerweg geschrieben wird. Die am Rezept Beteiligten werden dieses parallel per Megafon kundtun; außerdem sind alle Interessierten eingeladen, sich an der Malaktion zu beteiligen.

Bei Barbara Müllers Projekt „Anlage Marzahner Promenade“ geht es zwischen 28. Juli und 8. August um eine „erweiterte Bestandsaufnahme“ des Ortes. Mit verschiedenen Materialien wie Kugelschreiber, Schere und Papier sowie Techniken wie Abformen, Abreiben, Verpacken oder Notieren strebt Müller eine flüchtige Rekonstruktion des Schauplatzes an. Auch hierbei ist eine Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner ausdrücklich willkommen.

Was ist kommunikativer und interaktiver als zusammen zu essen? Mehr als ein gemeinsames Mahl mit den Marzahn-Hellersdorfern plant der Künstler Uwe Jonas. Gleich neunmal in der Zeit vom 18. August bis 7. September möchte Jonas auf dem Victor-Klemperer-Platz für die AnwohnerInnen kochen. Dreimal pro Woche wird er in der Zeit zwischen 10 und 21 Uhr mit der Vorbereitung und dem Servieren des Essens sowie hinterher dem Abräumen beschäftigt sein. Dabei lässt sich der Künstler gerne ansprechen. „Zu Tisch“ (so der Projektname) bittet er jeweils von 17 bis 20 Uhr; die Getränke sollen die Gäste als Gegenleistung selber mitbringen. Die genauen Termine sind vom Wetter abhängig.

Weitere Informationen zu den Projekten findet ihr auf der Webseite des „Kunstraum M“.

Hier gibt es bald Kunst!, Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin

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