Legoland am Potsdamer Platz

Airport BER - wenigstens in klein

Airport BER - wenigstens in klein
Modellbauer Pascal Lenhard auf dem "Baugrundstueck" des Airport BER im Legoland Discovery Centre.
Im Legoland am Potsdamer Platz wird der neue Hauptstadtflughafen mit rund 100.000 Steinen im Maßstab 1:60 nachgebaut. Der Baumeister sieht die Eröffnung im Frühjahr 2013 – wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt …

Es ist nicht sicher, ob der Flughafen BER wie geplant im nächsten Frühjahr eröffnet werden kann. Denn der oberste Bauleiter Pascal Lenhard möchte von Oktober bis Januar in Elternzeit gehen. Zur Not nehme er sich Arbeit mit nach Hause, sagte er bei der Grundsteinlegung für den künftigen Hauptstadtflughafen. Er befürchte auch Probleme mit der Statik des Terminals, erklärte Lenhard vor Journalisten. Um überhaupt mit der vorhandenen Fläche auszukommen ist das Flughafenprojekt schon reduziert worden: nur eine Startbahn, weniger als ein Dutzend Fluggastbrücken und Verzicht auf Teile des Terminalgebäudes. Es gibt auch nur zwei Flugzeuge.

Denn es sind kaum zehn Quadratmeter hinten rechts im Legoland am Potsdamer Platz, auf denen der Modellbauer Lenhard den Flughafen aufbauen will. Die Grundsteinlegung für das Großprojekt im Maßstab 1:60 war am Sonntagmorgen.

Ein echter Traumjob

Er empfinde seine Arbeit auch nach fünf Jahren noch als Traumjob, sagt der 41-jährige Schwabe und erzählt, dass er sich als Zehnjähriger schon einmal bei dem dänischen Bauklötzchenkonzern beworben habe. Damals sei ihm der Tipp gegeben worden, es später noch mal zu versuchen. Mit dem Casting für das 2007 eröffnete Legoland Discovery Centre war es dann soweit. Eine Kollegin erzählt, dass er „mit leuchtenden Augen wie so ’n Zwölfjähriger“ baue und dabei gelegentlich ans Essen oder die abendliche Schließzeit des Legolandes erinnert werden müsse.

Anfang diesen Jahres hat Lenhard sein größtes Projekt beendet: das Stadtschloss, mit fast 400.000 verbauten Steinen, barocker Fassade samt Kuppel und aufwendigen Portalen, die ihm erst nach mehreren Umbauten gefallen habe. „Das Ding habe ich fast zwei Mal gebaut“, erzählt er. Insgesamt hatte er eineinhalb Jahre am Schloss gearbeitet.

100.000 Steine für den Flughafen

Der von ihm auf 100.000 Steine und 500 Arbeitsstunden geschätzte Flughafen ist dagegen keine große Herausforderung. Die Proportionen testet er mit Hilfe von Fotos und einem Computerprogramm von Lego, mit dem sich Modelle simulieren lassen. Das Programm berechne auch, wie viele Steine von welcher Sorte er brauche, sagt Lenhard, aber das könne er auch allein. Am BER-Terminal mit seinen wenigen und von Glasflächen dominierten Wänden seien vor allem die Statik und die Beleuchtung schwierig. Doch Statikprobleme hat er schon bei anderen Objekten mit etwas Klebstoff beseitigen können.

Die Gedächtniskirche war für ihn eines seiner bisher anspruchsvollsten Werke. Sie steht etwas abseits vom übrigen Berlin unter einer Treppenschräge im Legoländchen. Er würde auch gern den Fernsehturm bauen, aber der wäre mit sechs Metern zu hoch. Zumal ja unter der Decke auch noch die Brandschutztechnik hängt, deren Bedeutung bei Neubauten angeblich immer mal wieder unterschätzt wird.

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Quelle: Der Tagesspiegel

Legoland Discovery Centre Berlin, Potsdamer Pl. 4, 10785 Berlin

Telefon 030 3010400

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Montag bis Sonntag von 10 Uhr bis 19 Uhr | (letzter Einlass 17.00) | Der Shop: Montag bis Sonntag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Legoland Discovery Centre Berlin

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