Durch den Kiez

Leonard Freier: Was der "Bachelor" wirklich drauf hat

Leonard Freier: Was der
Wir treffen den "Bachelor" Leonard Freier in Mitte zum Spaziergang durch seinen Berliner Kiez. Zur Foto-Galerie
Torstraße – Leonard Freier hat seine Traumfrau in einer Casting-Show gesucht, tanzt seither durch diverse TV-Shows und startet jetzt sein eigenes Fitness-Programm. Aber kann der Bachelor noch mehr als Frauen, Fitness und Zahnpasta-Lächeln?

Es war einmal ein Kerl, der führte ein Leben zwischen Mucki-Bude und Glamour-Disco und erbte Papis Reichtum. Soweit das Märchen vom gut aussehenden Celebrity-Sternchen. Die Realität von Leonard Freier sieht anders aus.

Mit 13 hatte der Mann aus Lankwitz seinen ersten Job in einer Eisdiele und bald den zweiten im Grill-Imbiss. Mit 15 zog er von zu Hause aus – und teilte seine Einraumwohnung mit dem besten Kumpel. „Döner war unser Hauptnahrungsmittel„, gibt Leonard zu und dass er von so ziemlich jeder Schule rund um Lankwitz geflogen ist. Weiter ging es mit einem Job im Club Madow in der Pariser Straße, einem eigenen Catering-Service und schließlich mit dem nachgeholten Abi. Dieses Mal ohne Schulverweis.

Heute ist Leonard Unternehmensberater, gelernter Marketing- und Versicherungskaufmann, Ko-Inhaber einer Stiftung, die Waisenkinder im Kongo unterstützt, und hat ein Künstlergewerbe angemeldet. „Wenn man da so nennen kann“, fügt er hinzu. Denn er weiß schon: nicht jeder bezeichnet seine Auftritte bei Dance, Dance, Dance auf RTL oder seine Moderationen bei taff als Kunst. Aber wie sieht er selbst seine Karrierechancen im TV? „Vielleicht werde ich Schauspieler oder will nächste Woche gar nicht mehr zu sehen sein. Ich muss alles selber herausfinden, entdecken und gucken, ob es was für mich ist.“ 

Im Interview spricht Leonard über seine Geschäfte und die Vergangenheit.

Das nächste große Projekt läuft gerade an: Vor dem Bachelor war Leonard auch als Personal Trainer und Ernährungsberater unterwegs. Daher die Idee zum eigenen Sportprogramm: online, flexibel und mit persönlichem Kontakt. Die Alternative zu anderen Anbietern hat er gemeinsam mit einem Sportwissenschaftler, einem Arzt und einem weiteren Personal Trainer entwickelt – erst einmal nur für Frauen. Und nein, es geht Leonard nicht nur darum, knackige Ladies kennen zu lernen. Immerhin ist er nach dem Aus mit Bachelor-Gewinnerin Leonie jetzt fest mit TV-Sternchen Angelina Haeger liiert.

Frauen und Fitness: es bleibt dabei

Im Online-Sportprogramm Fit is sexy bekommen Kundinnen jedenfalls einen individuellem Plan, den sie kontrolliert umzusetzen – „und zwar so, dass es sich jede leisten kann“, verspricht Leonard. Videos zeigen, wie die Übungen funktionieren und dank einem Ernährungsplan weiß man, was man täglich essen soll. Auch nachdem das Wunschgewicht erreicht ist. Damit kennt sich Leonard immerhin bestens aus. „Früher war ich dünn„, erinnert er sich. Für sein beeindruckendes Sixpack kam die Umstellung. Heute treibt er nicht nur viel Sport (am liebsten nachts im McFit in Tempelhof), sondern hat auch seine Ernährung komplett umgestellt – weg vom Döner, hin zum gesunden Essen.

Heute starten wir mit einem Salat mit Rindfleisch, Avocado und Granatapfel im Quà Phê. Da ist nicht nur das Essen authentisch, sondern auch die Einrichtung. Auch die asiatischen Restaurants Royals and Rice oder das Good Morning Vietnam empfiehlt Leo; denn er liebt sein Essen ausgewogen, frisch und möglichst unverarbeitet. Aber auch von Smoothies, guten Steaks oder selbstgemachtem Kuchen mit Protein-Pulver schwärmt der Berliner. „Essen, das geht hier im Kiez morgens, mittags, abends und zwischendurch noch zweimal“. Da verbringt er schon mal den ganzen Tag und zieht mit Laptop und Handy am Ohr von Lokal zu Lokal.

Beim Vietnamesen frühstückt Leonard Freier Salat mit Avocado, Rind und Granatapfel.

„Wohnen könnte ich hier nicht, das ist mir zu unruhig“, ergänzt er. Aber die Spontaneität rund um die Torstraße, die kreativen Läden, das gefällt dem 31-Jährigen. Außerdem trifft man den Berliner rund um den Ku’damm, der für ihn seit seiner Kindheit „ein Ort zum Wohlfühlen“ ist. Nur seine eigene Wohlfühl-Oase hat Leonard noch nicht gefunden. Seit er aus seinem Haus in Brandenburg ausgezogen ist, in dem seine Ex-Freundin mit Leonards zweijähriger Tochter lebt, schläft er darum in fremden Betten. Im Moment kommt er bei einem Kumpel auf dem Friederikenhof unter – einem Pferdegestüt in Großbeeren. Für Leonard „am Arsch der Welt“.

Noch eine persönliche Anekdote gefällig? „Ich liebe Musicals! Als letztes habe ich Aladin in Hamburg und Bodyguard in Köln gesehen“, erzählt Leonard. Der Kontrast dazu ist eine Leidenschaft für kleine Kinos mit Charme. Ein Tipp für Randberlin: Das Thalia Kino in Lankwitz, das Leonard seit seiner Kindheit liebt. Also doch ein ganz ganz Bodenständiger, der Leonard aus Lankwitz.

Foto Galerie

Quà Phê, Max-Beer-Straße 37, 10119 Berlin

Telefon 030 97005479


Täglich von 09:00 bis 21:00 Uhr

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