• Freitag, 20. September 2013
  • von Eve-Catherine Trieba

Biesenhorster Sand wird wieder Vogelheimat

Bei der Bahn piepts wohl

  • Brachpieper
    Mit seinen langen Stelzen geht der Brachpieper am liebsten auf die Jagd nach Käfern und Heuschrecken. Foto: externe Quelle - ©Wolfgang Suckow

Biesdorf-Süd - Als Ausgleich für Lebensraumverluste an anderer Stelle setzt sich der Bahnkonzern für den Erhalt der Brache "Biesenhorster Sand" als Lebensraum für Steinschmätzer und Brachpieper ein.

Während Sibirischer Tiger oder Großer Panda auf der ganzen Welt viele Fans haben, die sich vehement für den Erhalt der jeweiligen Art einsetzen, verschwinden unspektakulärere Tierarten vor unserer eigenen Haustür oft ganz unbemerkt. Zu diesen Pechvögeln gehören auch Steinschmätzer und Brachpiper. Beide Vogelarten bevorzugen steinige bzw. sandige Offenflächen mit karger Vegetation und gelten in Deutschland als vom Aussterben bedroht (Rote Liste Kategorie 1).

Fühlten sich beide Vögelchen vor einigen Jahren auf dem 108 Hektar großen, ehemaligen Militärgelände "Biesenhorster Sand" noch so richtig wohl, ist der Bestand beider Arten nun stark rückläufig. Während der Steinschmätzer zumindest noch mit einigen Brutpaaren vertreten ist, kommt der Brachpieper aufgrund der zunehmenden Verbuschung des Geländes so gut wie nicht mehr vor.

Den Gehölzen geht es an den Kragen

Dem will die Deutsche Bahn AG nun entgegenwirken - zumindest auf einer Fläche von sechs Hektar. Von Oktober 2013 bis Februar 2014 sollen verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden, die den Biesenhorster Sand wieder zu einem attraktiven Nistgebiet für Steinschmätzer und Brachpieper machen. Wichtigste Punkte: Die Rodung von schnell wachsenden Baum- und Straucharten wie Eschenahorn, Robinie und Zitterpappel. Markante Einzelexemplare von Stieleichen, Ulmen oder Wildrosensträuchern sollen erhalten bleiben.

Im Anschluss an die Beseitigung der wuchernden Gewächse soll der Boden für schüttere, grasreiche Vegetation aufbereitet werden. Als Vorhut der beiden gefährdeten Vogelarten dürfte im kommenden Frühjahr mit der Ankunft von Reptilien und seltenen Heuschreckenarten gerechnet werden. Regelmäßige Pflege soll eine erneute Verbuschung der Brachfläche zwischen Karlshorst und Biesdorf-Süd verhindern und das Gelände als Lebensraum bedrohter Vogelarten erhalten.

Weitere Informationen zum Biesenhorster Sand erhalten Sie beim NABU Landesverband Berlin.

Adresse

Robert-Siewert-Straße 140
10318 Berlin

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Quelle: QIEZ
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