Kiez-Serie

Darum ist es im Kaskelkiez am schönsten

Darum ist es im Kaskelkiez am schönsten
Der Tuchollaplatz ist der zentrale Platz im Kaskelkiez mit einem Kiosk, historischen Laternen, Bänken und (im Sommer) hübschen Sonnenblumen.
Heißt es nun Kaskelkiez oder Victoriastadt? Egal, auf jeden Fall ist dieser Ort zwischen Friedrichshain und dem Bahnhof Nöldnerplatz der allerschönste in Berlin. Vielleicht. Wir finden jedenfalls, diese 10 Gründe sprechen definitiv dafür ...

1. … weil es einfach so hübsch ist. Tolle Häuser, kleine Straßen, grüne Hinterhöfe samt alten Remisen und schummrigen Laternen. Die vielen Gründerzeitbauten wurden im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört. Viele von ihnen stehen mittlweile unter Denkmalschutz. Wer sonst nur Berlins bekannteste Ecken kennt, kann dieses schöne Fleckchen Stadt wohl am ehesten mit dem Prenzlauer Berg vergleichen. Doch der Kaskelkiez ist längst kein Geheimtipp mehr: Auch in Sachen Zuzug, Neubau, Modernisierung und Mietpreise gleicht er sich den Szenekiezen an. Daher hat der Berliner Senat hier einen Milieuschutz verhängt. Heißt: Keine Luxussanierungen und möglichst wenig Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.

2. … Apropos Milieu: Auch der Maler und Fotograf Heinrich Zille, quasi Mr. Miljö, hat seinerzeit im Kaskelkiez gelebt und gearbeitet. Auch heute noch gibt es viele Freiräume für Kunst, zum Beispiel gleich drei Galerien. Künstlerische Highlights bieten aber auch die BLO-Ateliers am S-Bahnhof Nöldnerplatz. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Bahn arbeiten rund 100 verschiedene Künstler und bilden die größte Künstlergemeinschaft in Ost-Berlin. In der Kantina organisieren sie immer wieder Workshops, Ausstellungen, Konzerte und mehr.

3. … weil hier Kultur geboten wird. Der Kaskelkiez hat zum Besipiel ein eigenes Museum: Das Heimatmuseum Lichtenberg zeigt neben einer Dauerausstellung über den Bezirk auch wechselnde temporäre Ausstellungen, dazu gibt es immer mal wieder Lesungen oder Vorträge. Im Restaurant JAS stehen neben Hausmannskost auch Konzerte auf dem Plan und mit dem Theater Kranewit gibt es sogar ein eigenes Figuren- und Objekttheater. Nicht zu vergessen: die Videothek Madeleine und der Seemann, die eigentlich viel mehr als nur ein DVD-Verleih ist. Der schmucke Laden ist auch ein Kieztreff mit Café und Softeis, das nach längst vergangenen Zeiten schmeckt.

 

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Ein Beitrag geteilt von steffi (@2stern) am Aug 4, 2017 um 6:48 PDT

4. … weil die Vergangenheit hier an jeder Ecke lauert. Neben den Häusern und Gemäuern beeindruckt auch ein Schrotkugelturm aus dem Jahr 1908. Früher wurden dort Bleikugeln hergestellt, indem man flüssiges Blei von oben in ein Wasserbecken am Fuß des Turms tropfen ließ. Heute ist der Turm bewohnt. In der Durchfahrt des Hauses entdeckst du noch Schienen und eine uralte Industrie-Waage.

5. … weil die Leute hier so sympathisch sind. Passend zum Prenzlberg-Flair leben hier mittlerweile viele junge Familien mit gutverdienenden Elternpaaren. Aber entlang der Kaskelstraße wird noch viel berlinert,  Menschen in Blaumännern gehören zum Straßenbild, genauso wie Künstler, Freidenker und viele mit Berliner Schnauze. Alteingesessene beobachten den Wandel im Kiez vor allem aus den lange etablierten Läden heraus. Hinter den Tresen triffst du nämlich noch dieselben tollen Menschen wie vor vier Jahren, als wir mit ihrer Hilfe ein anderes Portrait vom Kaskelkiez geschrieben haben.

6. … weil hier gut gemachtes Handwerk noch was zählt. Einen Tischler, eine Goldschmiede, einen Schlüsseldienst, einen Laden für Eisenwaren oder einen für Stuckelemente suchst du woanders schon vergeblich, hier findest du alles auf kleinstem Raum. Auch eine Filzwerkstatt gibt es, Frau Wolle mit Kreativkursen für Kindereinen tollen Buchladen und und und.

 

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Ein Beitrag geteilt von David (@davidandlight) am Jul 6, 2018 um 2:43 PDT

7. … weil der Kiez total sozial ist. Auf Einrichtungen vom Träger SozDia trifft man hier überall und bekommt mächtig viel geboten. Ob Krabbelgruppen oder internationale Kennenlerntreffen in der alten Schmiede, Kindergärten, Selbsthilfegruppen oder das Ausbildungsrestaurant Am Kuhgraben, da geht für alle was.

8. … weil du hier kulinarisch glücklich wirst. Döner, Phó und indisches Essen, selbstgemachtes Eis und erstklassige Pralinen, Wildfleisch im JAS, hausgemachte Brote und Kuchen im Canapé, Kaffee in toller Atmosphäre bei Nadia & Kosta, Pizza im Fuchs und Eintöpfe im Kiosk auf dem Tuchollaplatz, das alles bekommt man auf wenigen hundert Metern durch die malerischen Straßen geboten. Unser Highlight ist die erstklassige Hausmannkost mit mediterranem Einschlag im gemütlichen Jelänger Jelieber, in dem man am Wochenende unbedingt reservieren sollte.

9. … weil der der Kiez perfekt gelegen ist. Wie eine gemütliche Enklave liegt die Victoriastadt zwischen Gleisen und man gelangt eher durch kleine Gässchen als über große Straßen hinein. Trotzdem ist man schnell an der Stadtbahn oder der S3 und kann nach Friedrichshain und Lichtenberg laufen. Wer Ruhe sucht, entspannt sich an der nahen Rummelsburger Bucht, für Feierei ist dank der hohen Clubdichte in der Umgebung aber auch gesorgt. Wir sagen nur: Polygon, Sisyphos, About Blank und Rummels Bucht.

 

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Ein Beitrag geteilt von Vincent Vega (@hirte23) am Jun 11, 2016 um 11:30 PDT

10. … weil Kinder hier mehr als willkommen sind. Das Figurentheater für Kinder und Erwachsene haben wir schon erwähnt, außerdem den Familientreff Alte Schmiede in der Spittastraße. Aber auch mit Kindergärten und Kinderläden bist du hier bestens vesorgt, die Straßen sind ruhig und die Wege entlang der stillgelegten Gleise grün, die Anwohner freundlich und die Spielplätze zum Austoben einfach perfekt. Zum Wasserspielplatz an der Hauffstraße kommen die Kleinen auch aus den angrenzenden Kiezen und die größeren Kinder bolzen auf dem Sportplatz nebenan.

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