• Donnerstag, 29. August 2013
  • von Marie-Joëlle Gallinge

Neue Ausstellung zum 725. Jahrestag

Happy Birthday Lichtenberg

  • Kiezspaziergang Lichtenberg
    Ein Blick auf die alte Dorfkirche - aus dem 13. Jahrhundert - am Loeperplatz. Noch heute bildet sie das Zentrum des historischen Lichtenbergs. Foto: QIEZ - ©QIEZ

Am 24. Mai 1288 wurde der Bezirk zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zum 725. Jubiläum wird nun am 31. September eine ganz besondere Ausstellung im Museum Lichtenberg im Stadthaus eröffnet.

1000 Hektar maß Lichtenberg um 1375. Heute sind es 7,22 Quadratkilometer. Erst im Jahr 1391 wurde Lichtenberg von der Stadt Berlin gekauft und wurde somit ein Kämmereidorf. Das Stadtrecht erlangte Lichtenberg erst 1908 mit einer Einwohnerzahl von 71.000. Mittlerweile leben nur noch 34.960 Menschen im Bezirk.

VIPs von Lichtenberg

In den 725 Jahren haben einige deutsche Persönlichkeiten in Lichtenberg gewohnt. Diese VIPs werden in der Ausstellung "725 Jahre Lichtenberg – Große Geschichten der kleinen Dörfer" auch gezeigt. Unter diesen befindet sich unter anderem auch die Mutter zweier weltberühmter Berliner, Marie Elisabeth von Humboldt. Ihr wohl größter Verdienst war die strenge Bildung ihrer Söhne Alexander und Wilhelm. Alexander schrieb einmal: "Meine wissenschaftliche Erziehung war sehr sorgfältig. Mein Vater und vor allem meine Mutter (denn der erstere starb, als ich neun Jahre alt war) brachten jedes Opfer, um uns von den berühmtesten Männern […] zu Hause, ohne Schulbesuch, im Sommer auf dem Lande, im Winter in der Stadt, immer in großer Zurückgezogenheit, unterrichten zu lassen." Noch heute erinnert eine Straße mit ihrem Namen im nord-westlichen Teil Lichtenbergs an diese großartige Frau.

Der Kaskelkiez in Lichtenberg

Neben den historischen Persönlichkeiten, die im Bezirk gelebt haben, wird auch die gesamte Geschichte von Lichtenberg mit kleinen Modellen und Grafiken vorgestellt. Die Besucher können im Museum viele Schätze aus der damaligen Zeit bewundern, unter anderem auch altertümliche Werkzeuge, die früher für die Ernte benötigt wurden. Für Geschichtsliebhaber und Ur-Lichtenberger ist diese Ausstellung garantiert einen Besuch wert.

Der Eröffnungstag

Eröffnet wird die Ausstellung von Bezirksbürgermeister Andreas Geisel und der Kulturstadträtin Kerstin Beurich. Der Historiker Dr. Dirk Moldt wird einen Einführungsvortrag zur Geschichte der Besiedlung der Mark Brandenburg halten. Außerdem wird er den Besuchern bei einer Führung durch die Ausstellung viele zusätzliche Informationen geben können.
Als Abschluss wird das Klavierkonzert f-Moll von Prinz Louis Ferdinand von Preußen gespielt. Dieser lebte ebenfalls in Lichtenberg und war ein sehr begabter Pianist, wie auch Beethoven nach einem Treffen sagte: "Der Prinz spiele gar nicht königlich oder prinzlich, sondern wie ein tüchtiger Klavierspieler."

Die Ausstellung läuft bis zum 02. März 2014. Mehr Infos finden Sie hier.

 

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Quelle: QIEZ
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