• Dienstag, 22. April 2014
  • von Susann Prautsch

Umbau im Rolandseck

Spielen statt bolzen

  • Spielplatz
    Rolandseck in Karlshorst: Der Bolzplatz wird zum Spielplatz. Foto: dpa - ©picture alliance

Rolandseck - Der Bezirk Lichtenberg investiert kräftig in die Sanierung von öffentlichen Spielstätten. Auch der ehemalige und stillgelegte Bolzplatz am Rolandseck in Karlshorst soll nun zum attraktiven Spielplatz mit vielen Extras werden.

Laut dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel werden viele öffentliche Spielplätze im Bezirk Lichtenberg nicht nur von Familien, sondern auch von Kindertagesstätten mit genutzt. So hätten einige dieser Plätze mehr als zehn Kitas im Umfeld. Da viele dieser Einrichtungen über keine eigenen Freiflächen verfügen, seien sie, laut Nünthel, auf die öffentlichen Anlagen angewiesen.

Damit die Spielplätze nicht nur sauber sind, sondern auch vielfältige Spielgeräte bieten, will der Bezirk nun nachrüsten. Aus den rund 20 Millionen, die der Berliner Senat aus dem Kita-und Sanierungsprogramm zur Verfügung stellt, erhält Lichtenberg in diesem Jahr 786.000 Euro. Für rund 260.000 Euro lässt der Bezirk 14 öffentliche Spielplätze runderneuern. Auch der Bolzplatz am Rolandseck in Karlshorst wird von den Sanierungsmaßnahmen profitieren.

150.000 Euro für den Umbau

Wegen Lärmbeschwerden musste der Platz vor drei Jahren außer Betrieb genommen werden. Für den Umbau zum Spielplatz wurden nun 150.000 Euro an Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt. Nachdem eine Fachfirma die bisherige Anlage zurückgebaut hat, beginnen die Bauarbeiten. Das Besondere: Von Anfang Juli bis voraussichtlich Ende Oktober fungiert das Projekt als Lehrlingsbaustelle. Durchschnittlich fünf Auszubildende aus drei Lehrjahren des Bezirksamtes Lichtenberg können dort ihre praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vertiefen. Das so eingesparte Geld fließt in die Ausstattung des neuen Spielplatzes.

Bei der Auswahl der Spiel- und Sportelemente hat man sich eng an die Wünsche der zukünftigen Nutzer gehalten. Schon im vergangenen Jahr konnten Kinder und Jugendliche ihre Ideen zur Neugestaltung einbringen, die anschließend im Rahmen einer Einwohnerversammlung diskutiert wurden. Dabei hat man sich laut Bezirksstadtrat Nünthel "von einem generationsübergreifenden Gedanken leiten lassen, der auch eine gewisse Barrierefreiheit beinhaltet." Zudem war im Rahmen der Neugestaltung ein behutsamer Umgang mit dem Baumbestand ein wichtiges Anliegen.

Suche nach geeigneter Fläche für Bolzplatz

"Auch wenn wir mit dem Bau eines Streetballkorbs und einer Tischtennisplatte wieder eine sportliche Betätigung am Standort ermöglichen, so ist in dieser Ecke von Karlshorst der Bedarf eines Bolzplatzes für Nachwuchskicker unverkennbar", so Wilfried Nünthel weiter. "Dies haben wir weiter im Blick und suchen nach geeigneten Flächen, die zur Ausübung des Fußballsports genutzt werden können." Der Spielplatz wird nach dem Abschluss der Bauarbeiten unter anderem eine Buddelfläche für Kinder bis drei Jahre, eine Spielfläche mit Trampolin und Rutsche sowie Elemente zur Übung der motorischen Fähigkeiten bereithalten. Runde geschwungene, lange Bänke und Wege und Einfassungen aus Klingersteinen sollen die Attraktivität des Spielplatzes steigern.

Auch andere Spielstätten werden im Bezirk Lichtenberg im Rahmen des Sanierungsprogramms umgebaut: So bekommt auch der Spielplatz in der Lisztstraße in Karlshorst für rund 50.000 Euro eine neue Ausstattung. Zusätzlich sind für die Anlage in der Wilhlem-Guddorf-Straße rund 40.000 Euro für einen größerer Sandkasten und moderne Spielgeräte vorgesehen. In Neu-Hohenschönhausen stehen zwei Spielplätze in der Biesenbrower Straße zur Sanierung an, 80.000 Euro sind veranschlagt. Und noch einmal 400.000 Euro wird der Bezirk aus eigenen Mitteln dazugeben, um öffentliche Spielanlagen Instand zu setzen, die nicht vorwiegend von Kitas genutzt werden. Das lang geplante Skater-Trapez im Landschaftspark Wartenberg soll außerdem fertiggestellt und ein Teil der Küstriner Straße in Alt-Hohenschönhausen zur Spielstraße umgebaut werden.

Adresse

Rolandseck
10318 Berlin

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Quelle: QIEZ
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