Take Eat Easy

Lieferdienst zum Anfeuern

Lieferdienst zum Anfeuern
Unsere Lieferheldin: Natalie fährt für Take Eat Easy. Zur Foto-Galerie
Seit Anfang August sorgt der Lieferservice "Take eat easy" für Nervenkitzel auf dem heimischen Sofa oder im Büro. Während du dort nämlich auf die Lieferung aus deinem Lieblingsrestaurant wartest, kannst du deinem persönlichen Fahrradkurier per GPS über die Schulter schauen - und ihn gegebenenfalls kräftig anfeuern. Die QIEZ-Redaktion hat das neue Angebot getestet.

Das Konzept ist nicht ganz neu. Statt Billigfood vom nächsten Imbiss zu liefern, setzt das 2013 in Brüssel gegründete Take Eat Easy – genau wie beispielsweise Foodora – auf die Zusammenarbeit mit richtig guten Restaurants, die selbst keinen Lieferservice anbieten. Der Bestellvorgang wird also ausgegliedert, für die Abwicklung der Lieferung ist Take Eat Easy verantwortlich. Statt wie andere Dienste dabei aufs Auto oder beliebige Transportwege zurückzugreifen, setzt TEE allein auf die Kraft der zwei Beine. Den für dein Essen zuständigen Fahrradkurier kannst du außerdem per GPS live auf seinem Weg vom Restaurant zu deiner Lieferadresse verfolgen.

Das mussten wir natürlich gleich mal testen. Das Liefergebiet von TEE ist so kurz nach dem Start noch ausbaufähig. Rund 50 Restaurants machen mit, geliefert wird bisher unter anderem nach Prenzlauer Berg, Mitte, Kreuzberg. Und glücklicherweise auch schon nach Wilmersdorf, Sitz der QIEZ-Redaktion. Drei Restaurants stehen am Tag unserer Bestellung zur Auswahl. Nicht viel. Aber zum Glück sieht das Angebot auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus. Wir entscheiden uns für den Coffeeshop Baltas aus Schöneberg, der Suppen, Salate, Kuchen und viele verschiedene Sandwiches auf den Tisch bringt.

Los geht’s

Bei der Bestellung freuen wir uns, dass jedes Gericht mit eigenem Foto daherkommt. Die Bilder selbst sind allerdings noch verbesserungsfähig. Manches Sandwich sieht darauf schon ziemlich matschig aus. Individuell angepasst werden können die Gerichte auf den ersten Blick nicht; wir versuchen beim Abschluss der Bestellung unter dem Punkt „Infos fürs Restaurant“ einen Salat ohne Zwiebeln zu ordern. Bei Bedarf können hier auch noch Hinweise für den Fahrradkurier hinterlassen werden. Den kannst du dir übrigens anschauen. TEE stellt seine Strampelmänner und -frauen mit Foto inklusive zurückgelegten Kilometern und der Anzahl an Lieferungen vor.

Gleich ist Natalie (orange) da!
Nach der Bestellung (die gewünschte Lieferuhrzeit wählt man aus verschiedenen Vorschlägen aus, geliefert wird bei Baltas leider nur in den Zeitfenstern 12 bis 14 und 18.30 bis 20.00 Uhr) geht die Warterei auch schon los. Am liebsten würde man sein Sandwich jetzt schon im Restaurant auf der Theke liegen sehen. Richtig spannend wird es für uns aber erst um 12.17 Uhr. Dann nämlich informiert uns eine SMS darüber, dass wir unseren Kurier jetzt per GPS verfolgen können. Bis 12.36 Uhr muss er es – das verrät uns die Live-Karte – aus Mitte (ca. Höhe Humboldt-Uni) ins Restaurant nach Schöneberg schaffen. Dann nämlich soll der Kurier unser Essen bei Baltas abholen und punkt 12.46 Uhr bei uns abliefern. Ganz schön sportlich. Die nächsten 20 Minuten hängen wir vor dem Bildschirm und überlegen, ob der Zeitplan wohl machbar ist. Er ist es nicht ganz.

Die nette Dame auf Rädern

Nach einem längeren Stopp in der Goltzstraße ist die nette Natalie schließlich um 12.56 Uhr bei uns. Ihr Foto taucht in der Fahrradkurier-Galerie leider noch nicht auf. Dabei hätte sie einen Ehrenplatz verdient. Trotz Hitze ist sie super freundlich, erzählt uns, dass sie etwa vier Bestellungen pro Schicht ausfährt und persönlich mit der Bezahlung nie etwas zu tun hat. Die wickelt man normalerweise per Kreditkarte, Sofortüberweisung, Giropay oder Lastschrifteinzug ab.

Lieferung top. Essen so lala. (c) Trieba
Soweit alles top. Doch für das Essen vom Baltas können wir leider nur wenige Punkte vergeben. Die Tagessuppe (Chili con Carne) hat zwar gut geschmeckt, die Sandwiches waren ok. Letztere hätten aber angetoastet und zum Teil weniger durchgesuppt definitiv mehr Spaß gemacht. Die Smoothies waren nicht wirklich für einen längeren Transportweg gerüstet und kamen ziemlich mitgenommen bei uns an. Gleiches gilt für das Bircher Müsli, das man nur noch als Milch mit Einlage bezeichnen konnte. Totaler Reinfall war der Couscous-Salat. Trotz „Frische-Siegel“ kam er mit Schimmelsporen ins Haus. Zumindest das mit dem großen (!) gemischten Salat ohne Zwiebeln funktionierte, die Smoothies waren lecker und der Kuchen süß aber gut.

Fazit: Der neue Lieferservice macht Spaß. Und die netten Kuriere freuen sich über ein Schwätzchen. Man sollte sich allerdings gut überlegen, bei welchem Restaurant man seine Bestellung aufgibt. Und an den Plastikverpackungen gilt es auch noch zu arbeiten …

Foto Galerie

Baltas Coffee Shop, Goltzstraße 17, 10781 Berlin

Telefon 030 23609587

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Täglich von 09:00 bis 20:30 Uhr

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