Neue Route

Linke wollen am 1. Mai in Mitte demonstrieren

Linke wollen am 1. Mai in Mitte demonstrieren
Die linksautonome Szene während der traditionellen "Revolutionären-1. Mai-Demonstration" in Berlin.
Zum 1. Mai wünscht sich die linke Szene eine neue Route für ihre Demonstration – u.a. vorbei am Bundesfinanzministerium. Die Chancen für eine Genehmigung stehen schlecht.

Die Linken wollen am 1. Mai bei ihrer traditionellen „Revolutionären 1. Mai Demonstration“ raus aus Kreuzberg: Der Marsch soll dann vom Lausitzer Platz bis zum Pariser Platz nach Mitte gehen. Das Motto lautet: „Heraus zum revolutionären 1. Mai“. Wie die Polizei bestätigte, liege eine Anmeldung für diese Strecke vor. Weitere Statements gibt es von der Behörde dazu vorerst aber nicht, „da noch weitere Abstimmungen mit dem Anmelder ausstehen“, erklärte ein Polizeisprecher. Nach Tagesspiegel-Informationen hatte eine Privatperson über einen Rechtsanwalt die Demonstration angemeldet.

Dass die Route bewilligt wird, ist „sehr zu bezweifeln“, so ein Beamter. Denn mit Ausschreitungen muss gerechnet werden – der Demonstrationszug soll unter anderem am Bundesfinanzministerium in der Wilhelmstraße und an der Britischen Botschaft entlangziehen. Bereits 2009 wollte das damalige „Mayday“-Bündnis durch die Friedrichstraße in Mitte marschieren.

Die Versammlungsbehörde hatte dies nicht gestattet und eine Alternativroute durch die Glinka- und Behrenstraße angeboten. Begründet wurde dies mit der Enge der Straße und der erwarteten Gewaltbereitschaft der Teilnehmer. Die Linken kamen anschließend mit ihrer Klage nicht durch. Am 1. Mai 2011 führte die Demo-Strecke durch Kreuzberg sowie durch Neukölln – dort wurden mehrere Scheiben von Bankfilialen eingeschmissen.


Quelle: Der Tagesspiegel

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