Deutsches Zentrum für Poesie

Mehr Raum für die Lyrik

Seit über 20 Jahren setzt sich die Literaturwerkstatt Berlin mit Veranstaltungen und Aktionen - wie hier beim Abwurf von mit Gedichten beschriebenen Lesezeichen über dem Lustgarten im Jahr 2010 - für die Förderung der Lyrik ein.
Seit über 20 Jahren setzt sich die Literaturwerkstatt Berlin mit Veranstaltungen und Aktionen - wie hier beim Abwurf von mit Gedichten beschriebenen Lesezeichen über dem Lustgarten im Jahr 2010 - für die Förderung der Lyrik ein.
Mit einem "Deutschen Zentrum für Poesie" möchte die Literaturwerkstatt eine breitere Öffentlichkeit mit der Dichtkunst in Berührung bringen und Lyrikern sowie kulturellen Institutionen ein Forum für den literarischen Austausch bieten.

Mit der am 9. März offiziell in Leben gerufenen Kampagne zur Gründung eines Deutschen Zentrums für Poesie möchte die Literaturwerkstatt das öffentliche Interesse für die deutsche und internationale Dichtkunst stärken. „Wir wollen den Menschen vermitteln, dass die Lyrik ein besonderer Schatz von hohem Wert und gleichzeitig eine eigenständige Kunstform ist, die nicht nur unter den allgemeinen Literaturbegriff fallen darf“, so Boris Nitzsche, Pressesprecher der Literaturwerkstatt.

Darüber hinaus sollen Nitzsche zufolge auch die politischen Entscheidungsträger mit der Kampagne dazu bewogen werden, „mit warmen Herzen“ über eine bundesweite Einrichtung für die Dichtkunst zu diskutieren. „Unser nächstes konkretes Ziel ist die Bundestagswahl im Herbst“, so der Pressesprecher. „Wir wären froh, wenn die Gründung eines Deutschen Zentrums für Poesie bis dahin auf der Agenda stünde und im neu zusammengesetzten Bundestag auf wohlwollendes Interesse stoßen würde.“

Mehr Spielräume in der Projektgestaltung

Den Plänen zufolge soll die 1991 gegründete Literaturwerkstatt vollständig im neuen Poesie-Zentrum aufgehen. Damit würde sich nicht nur eine inhaltliche Ausweitung der Arbeitsschwerpunkte – Nitzsche spricht vor allem die Archivarbeit und den Aufbau einer Mediathek an -, sondern auch eine geografische Ausweitung ergeben: Das Zentrum für Poesie wäre dann, anders als die Literaturwerkstatt, eine Bundeseinrichtung.

Die Ziele der neuen Institution sind dabei vielfältig. Als „Dienstleister für das ganze Land“ möchte man die Dichtung „in all ihren auch medialen Erscheinungsformen“ fördern und im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen „Basisarbeit“ leisten, heißt es im Gründungs-Konzept. Als „Service-, Arbeits-, Begegnungs- und Veranstaltungsstätte“ soll das neue Zentrum für Poesie außerdem zum Treffpunkt von Verlegern, Dichtern, Lehrenden und Medienmachern werden. Die Zusage des Landes Berlin, die bisher an die Literaturwerkstatt ausgezahlten jährlichen Fördergelder künftig an das Deutsche Zentrum für Poesie zu überweisen, ist den Initiatoren zufolge bereits erfolgt.

Alle weiteren Infos zur Kampagne für die Gründung eines Deutschen Zentrums für Poesie und die nächsten Veranstaltungen der Literaturwerkstatt finden sie unter www.literaturwerkstatt.org.

Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97, 10435 Berlin

Telefon 030 4852450
Fax 48524530

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Literaturwerkstatt Berlin

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