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Top 10: Lost Places in Berlin und Umgebung

Top 10: Lost Places in Berlin und Umgebung
Die Beelitzer Heilstätten haben es längst zu einem familientauglichen Ausflugsziel gebracht.
Sie tragen meist viel Geschichte in sich, wecken dein Entdecker-Gen und sind natürlich tolle Ausflugsziele und erstklassige Foto-Motive: die Lost Places in und um Berlin. Wir verraten dir unsere Top 10.

Spreepark Plänterwald (Treptow)

Er ist der Klassiker unter den Lost Places in Berlin. Der Spreepark im Plänterwald wurde 1969 eröffnet und zog seinerzeit rund 1,5 Millionen Besucher pro Jahr an. In den 90ern wurde der Rummelplatz privatisiert, jedoch folgte 2001 die Insolvenz der Betreiberfamilie und seitdem ist der Spreepark geschlossen. Das Riesenrad ragt mit seinen 40 Metern immer noch über die Baumwipfel und ist selbst von der Rummelsburger Bucht aus gut zu erkennen. 2014 hat sich das Land Berlin das Grundstück zurückgekauft und der ehemalige Vergnügungspark der DDR soll wiederbelebt werden. Laut Plan wird ein Kunst- und Kulturpark entstehen, allerdings ist die Eröffnung erst für 2021 angesetzt. Wer sich aber mit dem Spreepark schon jetzt auseinandersetzen möchte, dem sei die Dokumentation Achterbahn ans Herz gelegt. Zudem informiert seit Herbst 2018 ein Pavillon vor Ort über alle Planungen, der ist aber zwischen Dezember und März in der Winterpause…

Wo: Kiehnwerderallee 1-3, 12437 Berlin

Beelitz Heilstätten (Beelitz)

Die Heilstätten in Beelitz zählen zu den berühmtesten verlassenen Orten der Region: nicht nur wegen der faszinierenden Vergangenheit als Lazarett und Lungenheilanstalt, sondern vor allem wegen der Spukgeschichten. Besucher berichten, dass in den Gängen Stimmen zu hören sind und Türen plötzlich von alleine aufgehen. Kein Wunder also, dass die Heilstätten immer wieder als Filmkulisse dienen. Zuletzt in dem Horrorfilm A cure for wellness. Hinzu kommen die Morde, die mit den Heilstätten in Zusammenhang gebracht werden. So hat der Serienmörder Wolfgang Schmidt (Rosa Riese) zwischen 1989 und 1991 in der Nähe der Heilstätten gewütet. Unter seinen Opfern auch die Ehefrau und das Kind des Chefarztes, der im Lazarett tätig war. Wer nach seinem Tod selbst Teil von all dem werden will, kann sich auf dem neuen Waldfriedhof hier begraben lassen. Mittlerweile gibt es neben den Führungen durch die Beelitzer Heilstätten einen Baumwipfelpfad und einen Barfußpfad. Auch Eigentumswohnungen für Furchtlose sollen auf dem 200 Hektar großen Gelände entstehen…

Wo: Dr.-Herrmann-Straße, 14547 Beelitz

Heilstätte Grabowsee (Oranienburg)

Unweit vom S-Bahnhof Oranienburg liegt eine weitere Heilstätte, in der du Foto- und historische Führungen machen kannst. Hinter dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen gelegen, erreichst du diesen verlassenen Ort am besten mit dem Fahrrad. Ebenso vielseitig wie die Motive, die von einem verstaubten Flügel bis zu einem alten Sofa reichen, ist auch die Geschichte der Heilstätte. Bereits im 19. Jahrhundert für die Behandlung von Lungentuberkolose erbaut, diente der Komplex des Roten Kreuzes in der Nachkriegszeit als Militärlazarett. Heute ist das verlassene Areal gerne auch Drehort für Filmarbeiten wie zum Beispiel Monuments Men mit George Clooney und Matt Damon in den Hauptrollen.

Wo:
Grabowseestraße 1, 16515 Oranienburg

Ehemaliges Institut für Anatomie der FU Berlin (Dahlem)

Kühlräume für Leichen und Seziertische im Kellergeschoss: Ein weiteres Gebäude mit Gruselfaktor findest du in Dahlem. Das Gebäude wurde bereits 1929 errichtet, doch das Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin öffnete erst während der Nachkriegszeit seine Türen. Uni-interne Umstrukturierungen besiegelten schließlich das Ende als Bildungsort in den frühen 2000er Jahren. Danach sicherte sich der Discounter Aldi das knapp 5000 Quadratmeter große Gebäude, um dort ein Einkaufszentrum zu errichten. Der Bezirk verhinderte aber diese Pläne, weil er lieber Wohnungen hier sehen würde, und selbst ein Gang vors Gericht half Aldi nicht. So bleibt der Komplex sich selbst überlassen, bis Aldi und Zehlendorf doch eine Einigung erzielen.

Wo:
Königin-Luise-Straße 15, 14195 Berlin

Der S-Bahnhof Wernerwerk (Spandau)

Wer öfter mal Instagram nutzt, der weiß, schon normale Bahnhöfe in Berlin sind beliebte Foto-Motive. Wie sieht es dann erst mit einem Geisterbahnhof wie dem Wernerwerk aus? Er ist einer von vier Bahnhöfen an der 4,5 Kilometer langen Strecke der (ehemaligen) Siemensbahn, die im Dezember 1929 in Betrieb ging. Genutzt wurde sie insbesondere von Mitarbeitern des Betriebes. Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Instandsetzung notwendig. Aufgrund des Umzugs von Teilen des Konzerns nach München sanken die Fahrgastzahlen. Nach dem Anschluss von Siemensstadt an das Netz der U7 entschloss man sich 1980 zur Stilllegung. Da ein Teil der Strecke unter Denkmalschutz steht, ist der Bahnhof glücklicherweise bis heute erhalten geblieben.

Wo:
Siemensdamm 43, 13629 Berlin

Ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg (Grunewald)

Immer einen Ausflug wert ist der 120 Meter hohe Teufelsberg, der nach dem nahe gelegenen Teufelssee benannt wurde. Während des Nationalsozialismus stand hier noch der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät. Nach dem Krieg wurde das Gebäude gesprengt und das Areal zu einer Schutt-Deponie. Während des Kalten Krieges errichteten in den 70er Jahren dort die Amerikaner eine Abhörstation zur Luftraumüberwachung. Die Field Station diente vor allem der Spionage, um herauszufinden, was der Feind im Osten plante. Bis heute sind die fünf Radarkuppeln erhalten geblieben, die du mitunter auch besichtigen kannst. Das Hauptgebäude ist allerdings seit Mai 2018 wegen Einsturzgefahr nicht mehr zugänglich. Derzeit läuft ein Antrag, das Gelände unter Denkmalschutz zu stellen. Neben dem packenden Ausblick kannst du dort auch tolle Street Art bewundern, historische Führungen oder auch eine Fackelwanderung erleben.

Wo: Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin

Ein Beitrag geteilt von QIEZ (@qiez.de) am 20. Aug 2017 um 1:36 Uhr

VEB Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke (Schöneweide)

Die Ruinen des ehemaligen Unternehmens VEB Berliner Metallhütten und Halbwerkzeuge findest du in der Nähe der Schnellerstraße am Bahnhof Schöneweide. Nachdem das Unternehmen in der DDR zwischenzeitlich mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigt hatte, wurde der Betrieb unter anderem aufgrund hoher Umweltbelastung nach der Wiedervereinigung eingestellt. Obwohl das Verwaltungsgebäude 2012 abgerissen wurde, ist ein Großteil des Geländes bis heute ungenutzt.

Wo:
Fließstraße, Schöneweide, 12439 Berlin

Säuglings- und Kinderkrankenhaus (Weißensee)

Kaum zu glauben, aber das verlassene Weißenseer Krankenhauses war 1911 noch ein glanzvolles Gebäude mit sehr schönen, kleinen Türmen.  Statt Kinderstimmen und Schritte der Ärzte in den Gängen hört man seit 1997 nur noch das Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Bäume: Der Senat ließ das einstige Vorzeigekrankenhaus aus Kostengründen schließen. Die letzten Besitzer des Grundstücks wollten in dem Gebäudekomplex 2011 ein Krebszentrum errichten. Doch das denkmalgeschützte Gebäude liegt weiterhin brach… Nun hat der Bund die Rechte wieder erworben. Mal sehen, wann der Spuk dort endet.

Wo:
Hansastraße 180, 13088 Berlin

Gentzrode (Neuruppin)

An einem einsamen, sandigen Pfad zwischen Neuruppin und dem Tornowsee liegt ein verlassenes Herrenhaus mit wunderschönem Rundturm und feinen Wandverzierungen. Wer einen Blick darauf werfen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen und sich vorher ortskundig machen, da der Weg schwer zu finden ist und man sich hier sehr leicht verlaufen kann. Früher lebte hier die Familie Gentz, die neben dem Herrenhaus noch einen Kornspeicher errichten ließ. Weitere Bauvorhaben führten aber zum Ruin der Familie. Bis 1990 wurde dieses Gelände als Schießplatz und Munitionslager genutzt. Die abgelegene Anlage samt der schönen Architektur verwahrlost nun leider seit Jahren. Ein Investor verhandelt derzeit mit den Ländern Berlin und Brandenburg, um das Herrenhaus als Zentrum eines weitläufigen Golfressorts nutzen zu dürfen. Bis Ende 2018 ist eine Entscheidung zu erwarten.

Wo: parallel zur Wittstocker Allee, 16816 Neuruppin

Stadtbad Lichtenberg (Lichtenberg)

Im Februar 1928 eröffnete das Stadtbad Lichtenberg, das auch unter dem Namen Hubertusbad bekannt ist. Damals gehörte es zu den modernsten der Stadt. Interessanter Fakt: In dem Bad waren Badewannen aufgestellt, damit man seine tägliche Körperpflege verrichten konnte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad nur noch als Schwimmbad genutzt. Das Stadtbad wurde im expressionistischen Stil erbaut und gilt als ein bauliches Juwel. Allerdings wurde es nicht saniert und schloss 1991 endgültig die Pforten. Seitdem ist es nicht zu begehen. Im September 2017 wurde das Bad für einige Zeit wieder für Besucher eröffnet. Mit riesigem Andrang. Nun wird die BIM (Berliner Immobilien GmbH) im Auftrag des Landes das Bad zu einem Kulturort umwandeln.

Wo: Atzpodienstraße 5, 10365 Lichtenberg

Ein weiterer bekannter Lost Place, nämlich das Olympische Dorf von 1936 in der Wustermark wird laut Morgenpost ab 2019 als Stätte für neue Wohnungen genutzt werden.

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