Lunch im Kiez

Mittagessen #4: Chinesisch im Roy&Pris

Mittagessen #4: Chinesisch im Roy&Pris
So lecker kann gesundes Essen sein... Zur Foto-Galerie
Weinbergsweg - Was darf's zum Mittagessen sein? Italienisch oder Türkisch? Salat oder Suppe? Fleisch oder vegan? Um dir die Wahl zu erleichtern, stellen wir wöchentlich unsere Lunchlieblinge vor. Heute das Roy&Pris in Mitte.
Axel Burbacher-Burzin und Guanfeng Guan können es einfach nicht lassen: Nach dem Long March Canteen, dem Yumcha Heroes und dem Toca Rouge haben sie Anfang des Jahres ein weiteres Restaurant eröffnet – das Roy&Pris. Schon allein die Lage ist preisverdächtig: genau gegenüber dem Park am Weinbergsweg. Ab Mittag scheint hier die Sonne. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auf der großzügigen Terrasse kein einziger Platz mehr frei sein wird. Denn noch zählt der Laden zu den Geheimtipps. Die Ruhe vor dem Sturm sollte man nutzen und sich hier einmal zum Lunch verabreden.

Die Amtosphäre

Drinnen hat sich Burbacher-Burzin kreativ ausgetobt und eine futuristisch anmutende Welt geschaffen: Galaxie-Tapete, silberne Glitzerfolie, Riesenblüten in Blasen, spacige Lichteffekte und eine Toilette, auf der Vögel zwitschern und es nach seltenen Pflanzen duftet. Mit großer Wahrscheinlichkeit entdeckt man bei jedem weiteren Besuch Neues. Vor allem Blade Runner-Fans dürften beeindruckt sein und viele Bezüge zum Film wiederfinden, dessen Hauptfiguren Namensgeber waren.
Am Abend sorgen Lichteffekte für eine abgefahrene Stimmung.

Das Essen im Roy&Pris

Kulinarisch dreht es sich um chinesische, zum Teil unbekannte Gerichte aus allen Kantonen des Landes. Wer sich nicht sicher ist, lässt sich etwas vom Team empfehlen. Oder man bestellt die Spezialität des Hauses: Man Tou. Zum Mittag gibt es drei von diesen süßen Hefeteigtaschen plus Suppe zum Preis von 8,50 Euro. Doch statt wie Omas Dampfnudeln werden sie nicht mit Pflaumenmus, sondern mit Schweinebauch, Garnelen, Roastbeef, Ente oder Auberginen vom Gast selber gefüllt.

Die Zutaten (dazu zählen auch frischer Koriander, eingelegtes Gemüse und knusprige Wan-Tan-Chips) liegen fein drapiert neben dem Dampfkörbchen. Am Ende wird die Eigenkreation in Sojasauce getunkt und die würzige, süß-saure Geschmacksexplosion ist perfekt.

Gut zu wissen

Da die Karte einer Geschmacks-Chronologie folgt, sollte man mit dem Salat beginnen und sich über Fisch- und Fleischgerichte bis zu den Süßigkeiten vorarbeiten. Als Vorspeise unbedingt den Salat mit Lilienblüten und Wildkräutern probieren. Die Blüten werden getrocknet, eingelegt, dann gebraten und erinnern geschmacklich an Pilze. Weil die einzelnen Komponenten nicht gerade günstig sind (zwischen 7,50 und 14 Euro), lohnt sich ein Besuch zu mehreren. Dann kann von allem etwas bestellt und gekostet werden. Wegen Umbau im Frühjar 2018 vorübergehend geschlossen.
Bekommt man nicht an jeder Ecke in Berlin: getrocknete Lilienblüten mit Wildkräutersalat.

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