Pasta in Charlottenburg

Essen von Feenhänden

Essen von Feenhänden
Nudeln zum Reinlegen: im Mani Di Fata in Charlottenburg Zur Foto-Galerie
Im Topf brodelt Ragù Bolognese für die Lasagne. Max, der Südtiroler Koch, hackt Zucchini klein, ehe er eine Quiche aus dem Ofen zieht. Bald kommen die Gäste zum Mittagessen, lassen sich an einem der drei kleinen Tische im Mani di Fata nieder. Die meisten werden irgendein Gericht aus frischen Eiernudeln bestellen...

Noch ist nicht alles fertig. An einem großen Tisch hat Madeleine dünne, meterlange Teigstreifen ausgelegt. Mit einer Spritztüte setzt sie kleine Berge der Füllung nebeneinander, dann klappt sie eine Hälfte des Teigs darüber. Mit einem Blumenförmchen werden nun Ravioli ausgestochen, eins ums andere, werden vorsichtig in eine Plastikschale gelegt, mit Hartweizengries bestäubt, mit Butterbrotpapier bedeckt und in die Kühlvitrine gestellt.

Die Vorarbeit wurde mit einer kleinen Maschine erledigt. Knethaken bearbeiten den Teig, auf ein Kilo Hartweizengries kommen sechs bis sieben Eier und ein wenig Wasser. Dann wird er immer wieder durch zwei 30 Zentimeter breite Rollen gewalkt, bis er die gewünschte Stärke hat. Fast papierdünn muss er für die Ravioli sein. Der Teig für die Nudeln bekommt ein wenig Olivenöl hinzu, er geht dann später schöner auf und hat mehr Biss.

Handarbeit hat ihren Preis

Das alles und noch viel mehr kann einem Mariella Gatta erzählen. Sie ist die Chefin des Mani di Fata in der Leonhardtstraße, aufgewachsen in Apulien, der Liebe und einer Schwangerschaft wegen nach Berlin umgesiedelt. Das war Mitte der 90er. Sie habe schon immer gerne gekocht, sagt sie. Und dann 2006 dieses kleine Geschäft in Charlottenburg eröffnet.

Gatta hat ihren Laden „Mani di Fata“ genannt, Feenhände. Und warum kosten Ravioli 29 Euro das Kilo? Wo es doch im Supermarkt Tortellini für 9 Euro gibt. Man muss nur zuschauen, wie diese Täschchen gemacht werden. Madeleine bereitet nicht nur den Nudelteig frisch, auch die Füllungen: Rote Bete mit Feta, getrocknete Tomaten mit Kapern oder Ricotta mit Spinat… Alles Handarbeit. Faulpelze mit Lust an feinem Essen kaufen 120 bis 150 Gramm pro Person, werfen die Pasta zu Hause kurz ins kochende Salzwasser, während in einer Pfanne Butter schmilzt und von einigen Blättchen Salbei aromatisiert wird, um gleich die Ravioli darin zu schwenken. Schneller gut kochen geht kaum. Wer noch Olivenöl braucht oder Balsamico, eine Flasche Wein oder Käse und Oliven, Obstkuchen oder… Gibt’s auch.

Foto Galerie


Quelle: Der Tagesspiegel

Mani di Fata, Leonhardtstraße 4, 14057 Berlin

Telefon 030-32663306

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Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr | Samstag von 10 bis16 Uhr

Mani di Fata

Nudeln zum Reinlegen: im Mani Di Fata in Charlottenburg

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