Markthalle Tegel

Die gute alte Dame des Nordens

Die gute alte Dame des Nordens
...gleich daneben frischen Fisch. Zur Foto-Galerie
Tegel - Zugegeben, einen Schönheitspreis gewinnt die Markthalle Tegel nicht. Dafür bekommt man in der Gorkistraße Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Ob frischen Nordseelachs, exotische Früchte, iberischen Schinken oder Puten aus Heiligensee -  wer neben frischer Ware auch ausgefallene Spezialitäten sucht, kommt an dieser Institution nicht vorbei.

Was also ihr Erscheinungsbild anbelagt, gibt die Markthalle Tegel wirklich eine traurige Figur ab. Ihre graue Betonhülle kann bei weitem nicht mit den verzierten Fassaden der historischen Berliner Markthallen wie etwa der Ackerhalle in Mitte oder der Arminiushalle in Moabit mithalten. Doch historisch gesehen und auch das Angebot betreffend, kann sie mit allen anderen Schritt halten. 

Die Geschichte der Markthalle Tegel geht auf das Jahr 1908 zurück. Damals eröffnete Oswald Prenzel auf einem staubigen Weg in Richtung Wittenau einen Marktplatz unter freiem Himmel. Den ersten Weltkrieg überstand man gut, der zweite machte alles wieder zunichte. Nach dem Wiederaufbau in den 50er Jahren fand der Markt schließlich überdacht statt, musste aber im Laufe der Jahre mehrere Modernisierungsmaßnahmen über sich ergehen lassen. Heute haftet der Halle noch immer ein ungemütlicher 70er-Jahre-Flair an, was die wenigsten Kunden wirklich stört.

Vertraute Gesichter und beachtliche Vielfalt

Wer nämlich in die Gorkistraße kommt, tut dies aus zweierlei Gründen: Der guten und frischen Ware wegen aber auch, um Freunde und Bekannte zu treffen und zwar mehrmals die Woche. Dann sitzt man bei Rührei mit Krabben oder einem Gläschen Sekt zusammen und tauscht sich über die aktuellen Neuigkeiten im Kiez aus. Ist einer der Freunde mal nicht greifbar – auch die Verkäuferinnen sind über die Jahre vertraute Seelentröster geworden.

Ansonsten bringen sie ihre Waren freundlich und kompetent an die Käuferschaft, die zum großen Teil aus Stammkunden besteht. Was man noch nicht kennt, darf gerne probiert werden – ob Ziegenkäse, grüne Oliven oder die Chorizo. Auf jeden Fall geht man nach einem Besuch mit gefüllten Körben nach Hause und voller Vorfreude auf ein üppiges Mahl aber auch das nächste Mal in der Tegeler Markthalle.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist ein Stand, an dem über zehn! Sorten Kartoffeln verkauft werden. Es gibt ja schließlich nicht nur die Linda. Außerdem immer wieder einen Besuch wert, ist der Stand von Klippenbergs mit einer gigantischen Auswahl an Käse.

Foto Galerie

Markthalle Tegel, Gorkistraße 13, 13507 Berlin

Telefon 030 4343849
Fax 030 43602588

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Samstag von 8 Uhr bis 16 Uhr

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