Internationale Gartenschau 2017

Die IGA: Marzahns grüne Hoffnung

Auch im Herbst einen Ausflug wert: Die Gärten der Welt in Marzahn.
Auch im Herbst einen Ausflug wert: Die Gärten der Welt in Marzahn.
Die "Gärten der Welt" sollen das neue Zuhause der Internationalen Gartenschau 2017 werden. Der Senator für Stadtentwicklung Michael Müller bestätigte den Senatsbeschluss, dass die Tempelhofer Freiheit für die bereits angesiedelten Hobby-Gärtner bestehen bleiben soll. In Marzahn freut man sich darüber.

Tempelhof bleibt frei von Gartenausstellungen. Nur ein Garten auf dem Dach und eine Aussichtsterrasse schmücken das ehemalige Flughafengebäude. Die IGA soll 2017 stattdessen direkt neben den „Gärten der Welt“ in Marzahn ihre Heimat finden. Das bestätigte Michael Müller (SPD), Senator für Stadtentwicklung, am Dienstag.

Für Marzahn-Hellersdorf könnte die Gartenschau eine Chance sein, das Land Berlin hingegen als Verlierer aus dem Ereignis hervorgehen. Ein Blick zurück macht klar, dass viele Städte bei von ihnen veranstalteten Gartenschauen rote Zahlen schrieben, die teilweise sehr lange brauchten, um beglichen zu werden. Das Wetter war oft ein nicht unwichtiger Faktor des Profits.

Die Brache will wachgeküsst werden

Den Blumberger Damm holte der Bezirk mithilfe der Stadtentwicklungsverwaltung 2010 unter seine Fittiche. Er erwarb das 13 Hektar große Areal für 660.000 Euro, um die „Gärten der Welt“ zu vergrößern. 1987 wurde der Park als Erholungsgebiet angelegt. Dieser umschließt das Gelände, auf der die IGA stattfinden soll. Das potenzielle Areal der IGA weist keine alten Bäume auf, die bei den Vorbereitungen unnötig abgeholzt werden müssten. So geschah es beispielsweise im Schweriner Schlosspark, der 2009 für die Bundesgartenschau mittels Motorsäge zurechtgestutzt wurde. Auch in Hamburg wurde ohne Rücksicht auf vorhandene Wege und Grünflächen die IGA 2013 vorbereitet. Die Bewohner waren darüber nicht glücklich.

In Marzahn wird wahrscheinlich eine andere Geschichte geschrieben. Die bewohnten Häuser sind ein Stück entfernt von dem noch öden Gelände angesiedelt. Probleme für die Bewohner bereitet eher der Verkehr der Parkplatzsuchenden, die die „Gärten der Welt“ besuchen wollen. Jährlich kommen ungefähr 700.000 Gartenfreunde in die Gegend. Dafür wäre die Erschließung des Erholungsgebiets laut Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) „noch okay“. Für das Gästeaufkommen bei der IGA „müsste auf jeden Fall mehr getan werden“, denn auch U- und S-Bahn sind nicht leicht zu erlaufen.

Für Stefan Komoß (SPD), den Bezirksbürgermeister, ist die IGA für das Ansehen des Stadtteils „eine riesige Chance“, da sie auch Gäste anlocken könnte, die mehr als einen halben Tag verweilen. Damit stünde womöglich auch ein Hotel in der Nähe der Gärten in Aussicht, wenn das Projekt bis jetzt auch nur leise Anklang fand. Wirtschaftsstadtrat Gräff vertritt die Meinung, dass das Erholungsgebiet durch die Gartenschau positiv beeinflusst werden dürfte und dass auch die Tourismusbranche im Bezirk dadurch wachsen kann. Jedoch wurde auch der Britzer Garten 1985 extra für die Bundesgartenschau aus dem Boden gestampft. Der Garten spricht nun für sich selbst.


Quelle: Der Tagesspiegel

Gärten der Welt, Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin

Telefon 030 700906720

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