Matthias Schweighöfer

Er hat es schon wieder getan

Er hat es schon wieder getan
Da freut er sich: Matthias Schweighöfer kann nicht nur Film, er macht auch Musik. Kann ihn jemand aufhalten?
Die Grinsekatze des deutschen Films ist einfach nicht zu stoppen. Matthias Schweighöfer hat einen neuen Song veröffentlicht: "Lachen Weinen Tanzen". Völlig grundlos. Und wir leiden. Ein offener Brief.

Lieber Matthias,

was ist bloß los mit dir? Dass du das deutsche Kino mit maximal soften Feel-Good-Movies in eine Gruppenkuschel-Hölle verwandelt hast geschenkt. Das kennen wir ja von deinem Kuschel-Kumpel Til Schweiger. Die Menschen möchten das offenbar. Und auch dein Dasein als Markenbotschafter für eine bekannte Biermarke sei dir verziehen. Der Vierseithof in Brandenburg muss im Winter ja auch ordentlich beheizt werden, das geht ins Geld.

Aber: Noch ein Song? Und dann SO einer? Du hast das ja schon mal gemacht. Letztes Jahr, zum Film Der Nanny. Fliegen war nicht einfach der Soundtrack, es war eine Hymne ans Vatersein, eine ganz ganz dicke Umarmung, ein in Babyspucke getränktes Liebeslied. Ist auch okay. Vielleicht würden das alle jungen Väter machen, wenn man sie nur ließe. Dich lassen ja leider immer alle.

Schmischmaschmu schon wieder

Doch was bitteschön ist jetzt schon wieder passiert? Lachen Weinen Tanzen – häh? Schon der Titel schreit so laut „Schlager“, dass wir uns postwendend in den Fernsehgarten versetzt fühlen. Schunkelnd. Und da du ja auf Facebook schreibst, du seist „sooo gespannt auf Feedback“: Lachen Weinen Tanzen ist die brutalste, mit extra-klebrigem Honig übergossene Schmischmaschmuse-Nummer, seit sich Gute Zeiten, schlechte Zeiten-Sweatheart Andreas Elsholz in den 90ern am Thema Musik abmühte.

Die Grundidee ist ja echt nett. Endlich erklärt uns mal einer, was wir Städter für ein Problem haben: „Wollen alle was bedeuten, auf der Suche nach dem Sinn, bleibt keine Zeit zu träumen. Und der letzte Blick auf das Meer ist schon viel zu lang her …“ Also, du hast offensichtlich jede Menge Zeit zu träumen. Und dann kommen dir solche Weisheiten in den Sinn: „Wir sind manchmal leicht und mal schwer und vielleicht auch nicht mehr.“ Ach so! So fühlte es sich denn wahrscheinlich auch an, als die Melodie zum Song aufgenommen wurde:

Ein Song wie weiche Butter

Wärst du wenigstens so konsequent gewesen und hättest diesem wie weiche Butter vor sich hinglitschenden Text einen entsprechenden Soft-Sound verpasst. Klavier oder so. Aber du hast dich für einen schon fast grotesk poppigen Beat entschieden, der im Refrain auch noch von einem so lange nicht mehr gehörten „Ah, ah, ah“-Background-Gesang angefeuert wird. Und auch instrumental ist einiges los. Da hat dein zartes Stimmchen leider nicht den Hauch einer Chance. Deswegen halten wir es mit deinem sehr diplomatischen Facebook-Fan Lydia und sagen: „Ich fand dich auch immer attraktiv, aber der Song hat alles kaputt gemacht!“

PS: Eins hast du aber geschafft. Dieser verdammte, übergriffig-stumpfe Refrain, der klebt mittlerweile seit Stunden in unseren Ohren fest. Zumindest das mit dem Weinen wird also in Bälde eingelöst. Wer mit uns leiden will, darf hier ins Stück reinhören.

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